Neuigkeiten von den Sechstagebahnen
zusammengestellt von Thorsten Schmidt


Exklusiv bei www.sixdaysinfo.de: Interview mit Leif Lampater - "Noch lohnt es sich für mich, dass ich mich auf Sechstagerennen spezialisiert habe."

Exklusiv bei www.sixdaysinfo.de: Interview mit Andreas Müller - "Ich habe den Schritt, ins österreichische Team zu wechseln, noch keine Minute bereut."

10.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Paul Zollinger wird 66, René-Roland Byrgesen wird 55 und Adrie Wijnands wird 51 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

9.3.2010 - Olympiasieger Guy Lapebie verstorben

Guy Lapébie ist gestern im Alter von 93 Jahren in Luchon/Frankreich gestorben.

Lapébie wurde in Frankreich zum Radsportidol, als er 1936 mit drei Medaillen von den Olympischen Spielen in Berlin nach Hause kam. Er gewann Gold auf der Bahn in der Mannschaftsverfolgung und wurde beim Straßenrennen Zweiter und gewann zudem mit dem französischen Team die Mannschaftswertung des Straßenrennens. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte er an seine alte Form anknüfen und wurde 1948 Dritter bei der Tour de France - elf Jahre nach dem Gesamtsieg seines älteren Bruders Roger Lapébie.
Guy Lapébie wurde am 28.11.1916 in Saint Geours de Marenne geboren. Nach seinen Olypiasiegen wurde er als Zwanzigjähriger Profi. Zwischen 1946 und 1952 startete Lapébie bei 29 Sechstagerennen. Acht davon konnte er gewinnen (2x in Paris, 2x in Berlin und in St.Etienne, Hannover, München und Dortmund). In Berlin 1952 beendete er seine Karriere mit einem Sieg an der Seite seines Standardpartners Milo Carrara.

9.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Leo Andersen wird 92, Jakob Piil wird 37, Marc Altmann wird 29 und Marcel Kalz wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Max Bulla fuhr Anfang der Dreißiger Jahre die Tour, dem Giro und die Vuelta. 1933 gewann er die Tour de Suisse. Bulla war 1926 und 1927 Österreichischer Meister im Straßenrennen und kam bei der Weltmeisterschaft 1931 als Fünfter ins Ziel. Erfolge auf der Bahn waren im Vergleich dazu eher bescheiden. Max Bulla fuhr sieben Sechstagerennen. Ein vierter Platz in Köln 1931 war seine beste Platzierung.
Und dennoch nimmt Max Bulla einen besonderen Platz in der Sixdays-Historie Austrias ein: Er war der einzige Österreicher, der vor dem zweiten Weltkrieg an Sechstagerennen teilnahm.
Max Bulla wurde am 26.9.1905 in Wien geboren. Als 21jähriger wurde er Profi und machte sich rasch als Rundfahrtspezialist einen Namen. Im Alter von 30 war es mit den großen Erfolgen vorbei, doch Bulla mochte das Rad nicht in die Ecke stellen. Sein letztes Profirennen fuhr er als 44jähriger. Max Bulla starb am 1.3.1990 in Pitten - heute vor 20 Jahren. Er wurde 84 Jahre alt,

8.3.2010 - Greg Henderson gewann die erste Etappe von Paris-Nizza. Jens Voigt belegte als bester Deutscher Platz sieben und bleibt in der Gesamtwertung Zweiter.

7.3.2010 - Zum Auftakt der Etappenfahrt Paris-Nizza verpasste Jens Voigt den Sieg im Prolog nur knapp. Cross-Weltmeister Lars Boom war drei Sekunden schneller. Zeitgleich landeten Levi Leipheimer und Alberto Contador auf den Plätzen drei und vier. - Quelle: Cyclingnews.com

7.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: André Gosselin wird 64 und Bruno Hubschmid wird 60 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

6.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Romain Deloof wird 69, Piet de Wit wird 64, Jacky Mourioux wird 62, Georges Barras wird 61, Bruno Leali wird 52, Bernard Gavillet wird 50, Pius Schwarzentruber wird 45 und Servais Knaven wird 39 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

5.3.2010 - Die fünfte Etappe der Murcia-Rundfahrt wurde wiederum im Massensprint entschieden. Graeme Brown wurde zum dritten Mal Zweiter, diesmal knapp geschlagen von Theo Bos. Henning Bommel, Russell Downing und Roger Kluge kamen auf die Plätze fünf bis sieben. Frantisek Rabon sicherte sich den Gesamtsieg. Andreas Klöden war als Vierter bester Deutscher. Weitere Platzierungen von Fahrern mit Sixdays-Erfahrung: Luke Roberts (9.), Michel Kreder (41.), Gregory Rast (50.), Graeme Brown (64.), Russell Downing (69.), Björn Schröder (72.), Henning Bommel (73.), Roger Kluge (78.), Theo Bos (83.), Robert Bengsch (89.), Robert Bartko (91.) und Marcel Barth (93.). - Quelle: Cyclingnews.com

4.3.2010 - Die vierte Etappe der Murcia-Rundfahrt - ein Einzelzeitfahren über 22 km - gewann Frantisek Rabon vor Denis Menchov und Bradley Wiggins. Luke Roberts, Roger Kluge und Robert Bengsch verloren fast zwei Minuten und kamen auf die Plätze 15, 16 und 19. Die drei Erstplatzierten übernahmen die Spitze der Gesamtwertung.

5.3.2010 - Luke Roberts gewann die Königsetappe der Murcia-Rundfahrt über 166 km und rückte dadurch auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vor - begünstigt duch den Ausstieg des bislang Führenden Robert Hunter, der heimreiste, um bei der Geburt seines zweiten Kindes dabei sein zu können.

4.3.2010 - Auch bei der zweiten Etappe der Murcia-Rundfahrt siegte Robert Hunter vor Graeme Brown. Michel Kreder wurde Siebter. Henning Bommel als 33. war der Bestplatzierte der deutschen Bahn-Nationalmannschaft. Roger Kluge, Marcel Barth und Erik Mohs kamen mit 13 Minuten Rückstand ins Ziel.

4.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Martin Venix wird 60 und Georg Tazreiter wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

3.3.2010 - Roger Kluge bereitet sich bei Straßenrennen auf die Bahn-Weltmeisterschaft Ende März in Kopenhagen vor. Zum Auftakt der fünftägigen Murcia-Rundfahrt belegte Kluge Platz vier im Massensprint, nur knapp geschlagen von Robert Hunter, Graeme Brown und Vicente Reynes. Russell Downing wurde Achter. - Quelle: Cyclingnews.com

3.3.2010 - Wie erst jetzt publik wurde, ist Matthé Pronk bereits am 7.Dezember 2009 seinen Stundenweltrekord hinter dem Derny losgeworden. Der 54-jährige Holländer Maas van Beek hat hinter seinem Schrittmacher Wilco van der Hoorn auf der Moskauer Olympiabahn von Krylatskoe in einer Stunde 66,443 Km zurückgelegt. Der alte Rekord von Pronk stand bei 66,017 Km. - Quelle: Radsportseiten.net

3.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Jean Roth wird 86, Axel-Carl Schandorff wird 85, Régis Ovion wird 61, Roger Frischknecht wird 43, Laurent Genty wird 39 und Fabien Sanchez wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

2.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Kurt Herrmann wird 45 und Max van Heeswijk wird 37 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

1.3.2010 - Vor zwanzig Jahren starb Max Bulla

Max Bulla fuhr Anfang der Dreißiger Jahre die Tour, dem Giro und die Vuelta. 1933 gewann er die Tour de Suisse. Bulla war 1926 und 1927 Österreichischer Meister im Straßenrennen und kam bei der Weltmeisterschaft 1931 als Fünfter ins Ziel. Erfolge auf der Bahn waren im Vergleich dazu eher bescheiden. Max Bulla fuhr sieben Sechstagerennen. Ein vierter Platz in Köln 1931 war seine beste Platzierung.
Und dennoch nimmt Max Bulla einen besonderen Platz in der Sixdays-Historie Austrias ein: Er war der einzige Österreicher, der vor dem zweiten Weltkrieg an Sechstagerennen teilnahm.
Max Bulla wurde am 26.9.1905 in Wien geboren. Als 21jähriger wurde er Profi und machte sich rasch als Rundfahrtspezialist einen Namen. Im Alter von 30 war es mit den großen Erfolgen vorbei, doch Bulla mochte das Rad nicht in die Ecke stellen. Sein letztes Profirennen fuhr er als 44jähriger. Max Bulla starb am 1.3.1990 in Pitten - heute vor 20 Jahren. Er wurde 84 Jahre alt,

1.3.2010 - Während hierzulande der letzte Schnee nur langsam schmilzt, wird in Spanien schon wieder kräftig in die Pedale getreten. Bei der "Clasica de Almeria" über 176 km gewann Theo Bos im Spurt vor Mark Cavendish und Graeme Brown. Cavendish kommt in diesem Frühjahr nur schwer in Gang und hat bislang noch keinen Saisonsieg landen können. Zahnprobleme werden als Grund für den verspäteten Trainingsbeginn angegeben. Über Gewichtsprobleme wird schon gespottet. Was soll´s? Ailton war in seiner Zeit bei Werder Bremen auch nie gertenschlank, aber wenn er den Turbo startete, sahen die Gegner meist nur seine Hacken... - Quelle: Radsport-news.com

1.3.2010 - Heute feiern Geburtstag: Josef Wouters wird 80, Willy In`t Ven wird 67 und Samuele Marzoli wird 26 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

28.2.2010 - Radsportlerin bei Winter-Olympiade erfolgreich

Momentan fiebern die Sportfans bei den Wettbewerben der Olympischen Winterspiele in Vancouver mit. Angesichts der heimischen Wetter- und Trainingsbedingungen der letzten Wochen wird vielleicht auch mancher Radsportler damit liebäugeln, die Sportart zu wechseln und Schnee und Eis zum Training und Wettkampf zu nutzen. Und würde damit in die Fußstapfen der Kanadierin Clara Hughes treten, die einst als 20jährige Kanadische Meisterin im Straßenrennen war, 1995 dann Vizeweltmeisterin im Einzelzeitfahren wurde und 1996 Atlanta 2 Bronzemedaillen im Straßenrennen und im Zeitfahren holte. Auch 2000 in Sydney war sie als Radportlerin dabei und belegte dort den sechsten Platz. Danach stellte sie das Rad in die Ecke und schnallte sich die Schlittschuhe unter. Bei ihren dritten Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City holte sie Bronze über die 5000m. In Turin folgten Gold über 5000m und Silber im Teamrennen. Jetzt in Vancouver erlebt die mittlerweile 38jährige ihre fünften Olympischen Spiele und beendet ihre Karriere mit einer Bronzemedaille über 5000m.
Clara Hughes ist allerdings nicht die erste Sportlerin, die ihre auf dem Rad erworbene Kondition auf dem Eis erfolgreich nutzen konnte. Wir erinnern uns an Sheila Young (3x Weltmeisterin im Bahnsprint und Olympiasiegerin 1976 in Innsbruck beim 500m Eischnellauf) und an Christa Rothenburger, die 1988 das Kunststück fertig brachte, im Winter Gold und Silber im Eisschnelllaufen und im Sommer Silber im Bahnsprint zu gewinnen. Wenig nach stand ihr Beth Heiden, die nach Bronze im Eisschnellauf 1980 in Lake Placid noch im gleichen Jahr Weltmeisterin im Straßenrennen wurde. Bekannter ist natürlich ihr Bruder Eric Heiden. Nach seinen fünf Olympiasiegen in Lake Placid 1980 fand er auf dem Eis keine Herausforderungen mehr und stieg aufs Rad. 1985 wurde er US-Meister im Straßenrennen und 1986 startete er bei der Tour de France.
Da das olympische Programm für die Bahnfahrer zusammengestrichen wurde, ergeben sich mit den Wintersportarten völlig neue olympische Perspektiven. Beispielsweise sind die Belgier in Vancouver im Skilanglauf überhaupt nicht vertreten gewesen. Das Duell Axel Teichmann gegen Iljo Keisse im Skisprint ist noch lang nicht entschieden. Und in den Staffeln könnte eine gekonnte Madison-Ablösung statt des bislang üblichen dumpfen Antupfens des Oberarms die entscheidenen Sekundenvorteile erbringen. Ich wette drum: Bei den nächsten Sechstagerennen im Herbst wird schon für Sotschi 2014 gesichtet und wir werden wieder fragen "Wo ist Behle?"

28.2.2010 - Bobby Traksel gewann den flämischen Halb-Klassiker Kuurne-Brüssel-Kuurne im Spurt einer dreiköpfigen Ausreissergruppe. Weniger das Streckenprofil der 174 km als die Auswirkungen des Sturmtiefs Xynthia machten den Fahrern zu schaffen. Dauerregen und Sturm dezimierten das Feld. Nur 26 von 198 gestarteten Profis erreichten das Ziel. Zudem musste die Strecke wegen umgestürzter Bäume um 20 km verkürzt werden. - Quelle: Radsport-news.com

28.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Leif Hammel wird 75 und Claudio Chiappucci wird 47 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

27.2.2010 - Bei der fünften und letzten Etappe der Sardinien-Rundfahrt belegte Henning Bommel als bester Deutscher den achten Platz. Die Gesamtwertung gewann der Tscheche Roman Kreuziger. Die Fahrer der deutschen Bahn-Nationalmannschaft belegten die Plätze 82 (Stefan Schafer), 83 (Henning Bommel), 89 (Robert Bengsch), 95 (Markus Bauer) und 104 (Robert Bartko). - Quelle: Radsport-news.com

27.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Hans Brinkmann wird 74 und Hugo Pratissoli wird 40 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

26.2.2010 - Danilo Hondo hat seinen ersten Sieg im Trikot von Lampre in der Tasche. Bei der Sardinien-Rundfahrt war er als Anfahrer für Alessandro Petacchi vorgesehen. Doch als dieser auf der vierten Etappe im Zielsprint stürzte, zog Hondo durch und hielt den Rest des Feldes in Schach. - Quelle: Radsport-news.com

26.2.2010 - Frank Verleyen feiert heute seinen 47.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

25.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Julien Stevens wird 67, Peter Jörg wird 38, Thorsten Rund wird 34 und Thomas Juhas wird 20 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

24.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Dante Morandi wird 52, Stefan Steinweg wird 41, Roger Furrer wird 39 und Sabino Cannone wird 36 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Gilbert van de Wiele wird 81, Willi Liebelt wird 79, Willi Singer wird 61 und Henning Bommel wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Ahmed Kebaïli wird 85 und Romain Costermans wird 49 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Günther Otte wird 77, Nazzareno Berto wird 53, Thomas Fleischer wird 39 und Dennis Kreder wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Kaj-Alan Olsen wird 83, Warwick Dalton wird 73, Reno-Bent Olsen wird 63, Finn Claussen wird 62, Heinz Isler wird 50, Bernd Gröne wird 47 und Yoeri Havik wird 19 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

18.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: René Fournier wird 78, Jens Schroeder wird 51, Torsten Schmidt wird 38 und Nathan Clarke wird 32 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Saisonrückblick: Die "Goldene Luftpumpe 2010" geht am Schets / de Neef

Die "Goldene Luftpumpe 2010" geht an die beiden Belgier Steve Schets und Steven de Neef. Mit der "Goldenen Luftpumpe" zeichnet www.sixdaysinfo.de alljährlich dasjenige Fahrerteam aus, das sich bei einem Rennen der zurückliegenden Sechstagesaison den höchsten Rundenrückstand eingefahren hat. Schets und de Neef handelten sich beim Rennen in Gent 48 Verlustrunden ein. Auch die Zweit- und Drittplatzierten Ingmar De Poortere / Nicky Cocquyt (44 Verlustrunden) und Gert-Jan Jonkman / Marc Hester (38 Verlustrunden) haben sich ihre Rundenrückstände beim Rennen in Gent abgeholt.

zur Gesamtwertung der "Goldenen Luftpumpe 2010"

Schets / de Neef sind damit Nachfolger der Argentinier Sebastian Donadio / Angel Dario Colla (2009) und der Kanadier Maxime Vives / Charlie Vives (2008), die die "Goldene Luftpumpe" in den beiden vorherigen Wintern erhalten haben.
Dass in diesem Winter die höchsten Rundenrückstände in Gent zustande kamen, ist indes kein Zufall. Die kurze schnelle Bahn im Kuipke ist traditionell für viele Rundengewinne und -verluste bekannt. Vor zwei Jahren hatten Steve Schets und Ingmar De Poortere dort gemeinsam 82 Runden aufgebrummt bekommen. Allerdings sorgte nicht die Bahn in Gent, sondern die Bahn in Antwerpen für die Rekorde für die Ewigkeit: 1979 beendeten die Belgier Willy Sprangers, Léo van Thielen und René Wuyckens das Rennen in Antwerpen mit einem Rückstand von 112 Runden. Da heutzutage die Rennen kürzer geworden sind, dürfte dieses Ergebnis wohl nie wieder übertroffen werden.

zur ewigen Rangliste der "Goldenen Luftpumpe"


16.2.2010 - Werner Stauff feiert heute seinen 50.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

15.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Jean-Pierre Schmitz wird 78, Keld Leveau wird 77, Franz Dögl wird 65, Patrick Moerlen wird 55, Daniel Wyder wird 48 und Eddy Seigneur wird 41 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

14.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Willy Debosscher wird 67, Dirk Baert wird 61, Gianni Bugno wird 46, Gerd Dörich wird 42, Tim Veldt wird 26 und Michael Færk Christensen wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

13.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Bernd Rasing wird 61 und Freddie Maertens wird 58 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

12.2.2010 - Bei der sechsten und letzten Etappe der "Tour of Qatar" konnte Roger Kluge zum dritten Mal unter die besten Zehn fahren. Er wurde Achter. In der Gesamtwertung war er als Vierter gleichzeitig auch bester Deutscher und konnte das weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer mit nach Hause nehmen. Weitere Platzierungen von Fahrern mit Sixdays-Erfahrung: 10.Stuart O´Grady, 25.Theo Bos, 26.Björn Schröder, 38.Matthé Pronk, 41.Jimmy Casper, 45.Bobby Traksel, 46.Sébastian Hinault, 64.Russell Downing, 65.Servais Knaven, 69.Nicolas Rousseau, 87.Fabian Cancellara, 88.Filippo Pozzato, 89.Christophe Riblon, 91.Jens Mouris, 93.Frank Høj, 107.Manuel Quinziato, 109.Svein Tuft, 114.Bradley Wiggins und 117.Niki Terpstra. - Quelle: Cyclingnews.com

12.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Thorsten Schmidt wird 49, Cédric Mathy wird 40, Lars Thomsen wird 33 und Karl-Christian König wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Knut Karlsson wird 76, Eric Vanderaerden wird 48 und Sébastian Hinault wird 36 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

10.2.2010 - Rasmussen/Morkov auch in Kopenhagen vorn

Alex Rasmussen / Michael Mørkøv (DK) haben den Sieg des Vorjahres wiederholt und ihr Heimspiel in Kopenhagen gewonnen. Doch es war knapper als vermutet. Erst im letzten Sprint fiel die Entscheidung. Ganze vier Punkte lagen die dänischen Weltmeister am Ende vor Robert Bartko / Iljo Keisse. Die Schweizer Bruno Risi / Franco Marvulli wurden Dritte. Ebenfalls in der Nullrunde, aber mit deutlich weniger Punkten auf dem Konto wurden die Holländer Peter Schep / Danny Stam Vierte.

In die Schlußjagd über 70 Minuten waren die späteren Sieger nur als Drittplatzierte gegangen - acht Punkte hinter Bartko / Keisse und sechs Punkte hinter Risi / Marvulli zurück. Während der Jagd konnte sich keines der drei Spitzenteams einen Vorteil verschaffen. Die Entscheidung musste also in der abschließenden Sprintserie fallen. Schnell wurde deutlich, dass die beiden Schweizer an diesem Abend nicht in die Entscheidung eingreifen konnten. Somit wurde das Finale zum Zweikampf, der erst im letzten Spurt entschieden wurde.
Das Rennen wurde mit 13 Mannschaften beendet, da
Leif Lampater / Christian Grasmann nach ihrer gestrigen Neutralisation nicht mehr auf die Bahn zurückkehrten. Christian Grasmann leidet unter einer fiebrigen Erkältung, so dass der Bahnarzt ihn aus dem Rennen nahm.
Vor dem Finale wurde Bruno Risi verabschiedet, der nun sein Rad an den Nagel hängt und seine lange Karriere beendet. In Kopenhagen war er zwölf Mal am Start gewesen und hatte vier Siege und vier dritte Plätze heraus herausfahren können.
Das Sechstagerennen in Kopenhagen war das letzte der diesjährigen Winterbahnsaison, in der die sportlichen Leistungen oftmals in den Diskussionen um ausbleibende Sponsorengelder, flüchtige Zuschauerzahlen und Rennabsagen unter gingen. - Das Endergebnis von Kopenhagen

10.2.2010 - Bei der vierten Etappe der "Tour of Qatar" war Roger Kluge im Finale wieder vorn dabei und wurde Sechster. Im Massensprint hatte Francesco Chicchi vor Heinrich Haussler die Nase vorn. Theo Bos wurde Vierter.

10.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Frans Verhaegen wird 88, Knud Lynge wird 76, Kim Eriksen wird 46, Jacky Durand wird 43 und Marty Northstein wird 39 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

9.2.2010 - Peter Schep und Danny Stam gehen als Führende in das Finale von Kopenhagen. In der fünften Nacht stand eine Handicap-Jagd über 75 km auf dem Programm. Den beiden Holländern gelang es als einziges Team, den Rundenvorsprung der "kleineren" Teams aufzuholen und sie gewannen die Jagd vor Pearce / Holloway und van Bon / Kreutzfeldt. In der Gesamtwertung sind die Holländer dadurch als einziges Team in der Nullrunde. Auf den Plätzen zwei bis vier liegen Bartko / Keisse, Risi / Marvulli und Rasmussen / Mørkøv mit einer Runde Rückstand, werden aber am Finalabend eine weitere Bonusrunde bekommen und die Holländer auf Platz vier durchreichen. Lampater / Grasmann wurden vor der Jagd neutralisiert. Dadurch bekamen sie sieben Runden aufgebrummt und sind nun auf Platz sieben zurückgefallen.

9.2.2010 - Vor 135 Jahren wurde Charly Miller geboren

Als die Geburtsstunde der Sixdays wird das erste Sechstagerennen im New Yorker Madison Square Garden 1899 angesehen. Damals fuhren zum ersten Male sich abwechselnde Zweier-Mannschaften sechs Tage und sechs Nächte rund um das Lattenoval. Zuvor hatte es jedoch bereits seit Mitte der Achtziger Jahre in verschiedenen Städten der USA Sechstagerennen für Einzelfahrer gegeben. Die Distanz von sechs Tagen ergab sich aus dem Sonntagsverbot für Sportveranstaltungen. Sonntag abends um Mitternacht wurde gestartet und Samstag abends pünktlich um Mitternacht musste der letzte Spurt entschieden sein.

Star dieser Non-Stop-Torturen war der deutschstämmige Charly Miller, der 1897 in New York über 2000 Meilen im Alleingang zurücklegte und das Rennen mit knapp 70 Meilen Vorsprung gewann. Wahrscheinlich muss man sich den Wettkampf eher als eine Art Ausscheidungsrennen vorstellen, bei dem ein Fahrer nach dem anderen wegen völliger Erschöpfung vom Rad kippte. Der Zehntplatzierte dieses Rekordrennens hatte einen Rückstand von etwa 400 Meilen. Miller wiederholte seinen Sieg in New York 1898 und gewann ein weiteres Long-distance-race in San Francisco.
Diese Schinderei war ein Spektakel für die Zuschauer, aber ein Skandal für die Politik. Als die Stadt New York verfügte, dass kein Radsportler länger als 12 Stunden täglich im Sattel sitzen dürfe, hätte dies das Aus für die Sechstagerennen sein können, wenn nicht ein findiger Promoter den Ausweg gefunden hätte, Paare zu bilden, die sich abwechseln, so dass jeder Sportler 12 Stunden fuhr und 12 Stunden pausierte. Das Spektakel war gerettet und am 4.12.1899 startete das erste Sechstagerennen unserer Zeitrechnung. Charly Miller gewann auch im Doppelpack (zusammen mit Frank Waller) und wurde damit der erste Sieger der Sixdays-Geschichte.
Charly Miller wurde am 9.2.1875 - heute vor 135 Jahren - als Klaus Müller in Hildebrandhausen/Thüringen geboren. Wann er in die USA emigrierte, ist nicht überliefert. Jedenfalls wurde aus Klaus Müller Charly Miller. Bei seinem geschichsträchtigen Sieg in New York war er 24 Jahre alt. Dennoch sind keine weiteren Ergebnisse verzeichnet. Charly Miller hat nur dieses eine Sechstagerennen für Zweier-Teams gefahren. Er verstarb am 20.8.1951 in Chicago. Charly Miller wurde 76 Jahre alt.

9.2.2010 - Bei der dritten Etappe der "Tour of Qatar" wurde Roger Kluge in einen Massensturz verwickelt. Er verlor Zeit, rutschte auf Platz vier der Gesamtwertung ab, behält aber das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Kluge blieb von Blessuren verschont. Schlimmer erwischte es Gerald Ciolek. Er brach sich das Kahnbein und muss wohl drei Wochen pausieren.

über sechs Etappen begann mit einem Teamzeitfahren über 8,2 km. Es gewann das Sky Pro Cycling Team (mit Bradley Wiggins und Russell Downing) gewann vor Garmin (mit Svein Tuft) und Saxo Bank (mit Stuart O´Grady und Frank Høj). Team Milram (mit Björn Schröder, Servais Knaven und ) wurde Zehnter. - Quelle: Cyclingnews.com

9.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Gérard Vianen wird 66, Pascal Chanteur wird 42 und Piotr Kasperkiewicz wird 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

8.2.2010 - Am Familiensonntag, dem vierten Wettkampftag in Kopenhagen, stand nur eine Jagd über 40 Minuten auf dem Programm. Die vier Spitzenteams neutralisierten sich dabei gegenseitig und überließen den zurückliegenden Fahrern die Initiative. Madsen / Hester gewannen mit Rundenvorsprung vor fünf weiteren Mannschaften. Lampater / Grasmann nutzen das Patt der Favoriten zu einer Attacke kurz vor dem Ende der Jagd. Sie holten eine Runde heraus, wurden zudem noch mit einer Bonusrunde belohnt und haben sich als momentan Vierte wieder ans Podium herangepirscht.

8.2.2010 - Während seine Kollegen in Kopenhagen ihre Runden drehen, fährt Roger Kluge auf der Straße Rad. Allerdings nicht im verschneiten Deutschland, sondern bei angenehmen Temperaturen bei der "Tour de Qatar". Bei der zweiten Etappe wurde er Dritter und liegt auch in der Gesamtwertung auf Platz drei. Etappensieger wurde der Belgier Geert Steurs.

8.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Georges Delescluse wird 86, Donald Burgess wird 77 und Marco Villa wird 41 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

7.2.2010 - Nach der dritten Nacht von Kopenhagen liegen drei Teams dichtauf an der Spitze. Mit drei Runden Vorsprung führen Risi / Marvulli vor Rasmussen / Mørkøv und weiteren sechs Punkten vor Bartko / Keisse. Diese drei Teams werden den Sieg unter sich aus machen. Die Viertplatzierten Schep / Stam haben nur halb so viele Punkte und liegen eine Runde zurück. Lampater / Grasmann liegen nun auf Platz fünf. Mit drei Runden Rückstand haben die Bayern aber keine Chance mehr aus Podium.

7.2.2010 - Die "Tour of Qatar" über sechs Etappen begann mit einem Teamzeitfahren über 8,2 km. Es gewann das Sky Pro Cycling Team (mit Bradley Wiggins und Russell Downing) gewann vor Garmin (mit Svein Tuft) und Saxo Bank (mit Stuart O´Grady und Frank Høj). Team Milram (mit Björn Schröder, Servais Knaven und Roger Kluge) wurde Zehnter. - Quelle: Cyclingnews.com

7.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Wim Arras wird 46, Andrea Colinelli wird 41, Florent Brard wird 34, Tim Mertens wird 24 und Elia Viviani wird 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

6.2.2010 - Durch den Gewinn der großen Jagd zum Abschluss der zweiten Nacht des Kopenhagener Sechstagerennens haben Risi / Marvulli am meisten Punkte auf dem Konto. Als einziges Team haben sie die 100-Punkte-Grenze überschritten und durch die dadurch erhaltene Bonusrunde sind sie nun allein in der Nullrunde und führen die Gesamtwertung an. An zweiter Stelle rangieren Bartko / Keisse, die mächtig Punkte scheffelten und sich dadurch an die gestern Führenden Rasmussen / Mørkøv vorbeischoben. Als Vierte haben auch Schep / Stam eine Runde Rückstand, liegen aber wie üblich nach Punkten deutlich zurück. Schon zwei Runden zurück liegen Lampater / Grasmann, momentan gar nur Sechste hinter Team Dänemark II mit Madsen / Marc Hester.

6.2.2010 - Otto Olsen feiert heute seinen 82.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

5.2.2010 - Beim Kopenhagener Sechstagerennens werden die längsten Jagden gefahren. Direkt mit dem Startschuss ging es in eine 60-Minuten-Jagd, in der phantastische 54,5 km zurückgelegt wurden. Das ist Rekord für Kopenhagen. Von Beginn an haben die dänischen Weltmeister Rasmussen / Mørkøv keinen Zweifel daran gelassen, dass sie ihre gute Form von Berlin nutzen wollen, um ihrem Vorjahressieg in der Ballerup Arena zu wiederholen. Nach der ersten Nacht haben sie die meisten Punkte aller Teams auf dem Konto und liegen in der Gesamtwertung deutlich vorn. Lediglich die Zweitplatzierten Schep / Stam befinden sich ebenfalls noch in der Nullrunde. Risi / Marvulli, Lampater / Grasmann und Bartko / Keisse auf den Plätzen drei bis fünf haben bereits eine Runde Rückstand. Damit sind schon nach der ersten Nacht die favorisierten Teams an der Spitze der Gesamtwertung. Alle weiteren Teams haben zwei oder mehr Verlustrunden kassiert, die letztplatzierten Larsen / Berling derer gar zehn.

5.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Barry Hoban wird 70, Giovanni Mantovani wird 55, Paolo Rosola wird 53, Frédéric Magne wird 41 und Roger Kluge wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

4.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Peter Brotherton wird 79, Gilbert Maes wird 72, Robert Lelangue wird 70, Freddy Eugen wird 69, Corneille Daems wird 46 und Juan Curuchet wird 45 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

3.2.2010 - Finale der Sixdays-Saison in Kopenhagen

In Berlin ist der Sekt der Sieger kaum ausgetrunken, da fällt morgen schon der Startschuß in Kopenhagen. Nach den Absagen von Hasselt und London erlebt die dänische Hauptstadt das letzte der von ursprünglich geplanten 17 Rennen auf 11 Rennen geschrumpften Wintersaison 2008/2010. Neun Dänen, vier Schweizer, drei Deutsche, drei Holländer, drei Tschechen, zwei Amerikaner, ein Argentinier, ein Belgier, ein Russe und ein Österreicher bestreiten den Rundenwirbel in der Ballerup Super Arena.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der bisherigen Sechstagerennen und der Siege):
Alex Rasmussen (25/5) / Michael Mørkøv (24/5)
Bruno Risi (186/61) / Franco Marvulli (91/29)
Robert Bartko (58/14) / Iljo Keisse (58/12)
Peter Schep (40/2) / Danny Stam (95/15)
Leif Lampater (45/6) / Christian Grasmann (42/0)
Michael S. Larsen (16) / Michael Berling (7)
Jens-Erik Madsen (16) / Marc Hester (49)
Andreas Müller (60) / Jesper Mørkøv (4)
Leon van Bon (22/1) / Daniel Kreutzfeldt (2)
Alexander Aeschbach (82/7) / Michael Faerk Christensen (-)
Alexej Shmidt (7) / Jiri Hochmann (9)
Alois Kankovsky (20) / Petr Lazar (26)
Colby Pearce (8) / Daniel Holloway (8)
Sebastian Donadio (23/2) / Tristan Marguet (9/1)
Mit dem frischen Sieg von Berlin im Rücken sind Rasmussen / Morkov als Gewinner des Vorjahres natürlich die Top-Favoriten. Aber die Konkurrenz brennt auf Revanche. Neun Fahrer der ersten Fünf von Berlin sind auch in Kopenhagen wieder am Start. Robert Bartko möchte nach zwei zweiten Plätzen unbedingt wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen. Und Bruno Risi will in seinem allerletzten Sechstagerennen mit einem Sieg seine Karriere beenden. Es wäre sein fünfter in Kopenhagen.
Das diesjährige Sechstagerennen in Kopenhagen ist die 48ste Austragung seit 1933. In der Siegerliste von Kopenhagen finden sich bekannte Stars früherer Tage wie Patrick Sercu (5 Siege), Lucien Gillen (4 Siege), Ferdinando Terruzzi (2 Siege), Emile Severeyns und Rik van Steenbergen (je 2 Siege). Dänische Triumphe gab es durch Jens Veggerby (4 Siege), Jimmi Madsen (4 Siege), Kay-Werner Nielsen (4 Siege), Gert Frank (3 Siege) und Hans-Hendrik Oersted (2 Siege). Rekordgewinner in Kopenhagen ist allerdings Danny Clark mit 8 Erfolgen.
Aus dem aktuellen Starterfeld haben ausser den Titelverteidigern Rasmussen / Morkov auch Bruno Risi (1994, 1996, 2007 und 2008), Franco Marvulli (2007 und 2008) und Danny Stam (2006) bereits in Kopenhagen gewinnen können. - zur Homepage des Veranstalters

3.2.2010 - Überlegener Sieg von Rasmussen/Morkov in Berlin

Eine solche Überlegenheit hat man im Finale eines Sechstagerennens lange nicht gesehen: Die dänischen Weltmeister Alex Rasmussen / Michael Mørkøv nahmen den Konkurrenten in der Schlussjagd zwei Runden ab und siegten mit einer Runde Vorsprung vor den Lokalmatadoren Bartko / Kluge und den Holländern Schep / Stam.

In Bremen hatte Robert Bartko nach dem verlorenen Finale gesagt, er würde sich zum ersten Mal über einen zweiten Platz nicht ärgern. In Berlin hingegen hatte er allen Grund zum Ärgern. Bartko / Kluge hatten die meisten Punkte und haben es trotz der Unterstützung des Publikums nicht geschafft, den erwarteten Sieg nach Hause zu fahren. Aber auch andere Fahrer machten lange Gesichter: Stam / Schep waren als Führende in den Finalabend gegangen und sind noch auf Platz drei abgerutscht.
Franco Marvulli verpasste nach über einem Jahr zum ersten Mal wieder eine Podiumsplatzierung. Und auch Leif Lampater / Christian Grasmann sind im vierten gemeinsamen Rennen erstmals am Podium vorbeigefahren.
Der Triumph von Rasmussen / Mørkøv ist erst der fünfte dänische Sieg in der 101jährigen Geschichte der Berliner Sechstagerennen. Zuvor hatten Palle Lykke / Kay-Werner Nielsen (1959), Freddy Eugen / Palle Lykke (1968), Hans-Hendrik Oersted (1985 mit Danny Clark) und Jens Veggerby (1997 mit Olaf Ludwig) in Berlin ganz oben auf dem Treppchen gestanden. - Das Endergebnis von Berlin

3.2.2010 - Vor 90 Jahren wurde Constant Ockers geboren

Stan Ockers wurde am 3.2.1920 in Borgerhout (einem Vorort von Antwerpen) geboren. Mit 21 Jahren wurde "Stan" Profi und glänzte zunächst auf der Straße als schneller Sprinter. 1947 wurde er Dritter bei der Tour de Suisse und versuchte sich erstmals bei Sechstagerennen. Seine zweiten Sixdays in Antwerpen beendete er als Dritter. Mit dem vier Jahre jüngeren Rik van Steenbergen hatte er einen kongenialen Partner gefunden, mit dem er in den nächsten Jahren die meisten seiner dreißig Sechstagerennen bestreiten sollte.

Mit Ende Zwanzig war Ockers zu einem kompletten Rennfahrer gereift. Er gewann 1948 die Belgien-Rundfahrt, war 1950 und 1952 Zweiter der Tour de France und holte sich 1955 und 1956 bei der Tour das grüne Trikot. 1953 wurde er WM-Dritter im Straßenrennen. 1955 erreichte er die Krönung seiner Karriere mit dem Gewinn des Regenbogentrikots bei der Weltmeisterschaft im italienischen Frascati.
Im Winter fuhr Ockers stets ein paar Sechstagerennen, die meisten in seiner belgischen Heimat (Antwerpen, Brüssel, Gent). Vier Rennen konnte der Belgier gewinnen, drei davon mit Rik van Steenbergen. Seine erfolgreiche Karriere wurde allerdings abrupt beendet. Stan Ockers starb am 1.10.1956 nach einem Sturz bei einem Strassenrennen in Antwerpen. Er wurde nur 36 Jahre alt.

3.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Rik van Slycke wird 47, Hervé Thuet wird 39 und Nicky Vermeersch wird 31 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

2.2.2010 - Danny Stam / Peter Schep haben ihre Führung in der fünften Nacht des Sechstagerennens in Berlin behauptet und gehen als Führende mit den besten Aussichten auf den Gesamtsieg in das Finale. Mit Rundenrückstand folgen Bartko / Kluge und Rasmussen / Mørkøv auf den Plätzen zwei und drei. Schon zwei Runden liegen Aeschbach / Marvulli, Lampater / Grasmann und Müller / Mohs auf den Plätzen vier bis sechs zurück. Für den Sieg scheint es für diese drei Teams nicht mehr zu reichen, aber ein Sprung aufs Podium ist noch möglich. Ein spannendes Finale ist also garantiert.

2.2.2010 - Heute feiern Geburtstag: Tim Mountford wird 64, Peter Pieters wird 48 und Paul Popp wird 47 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.1.2010 - Stefan Schröpfer feiert heute seinen 58.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

31.1.2010 - Nach dem vierten Wettkampftag in Berlin haben Danny Stam / Peter Schep durch den Gewinn einer Bonusrunde die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Die Gewinner des Sonntag nachmittags waren allerdings Leif Lampater / Christian Grasmann die ebenfalls eine Bonusrunde für sich verbuchen konnten und zudem in der zweiten Jagd eine Runde auf ihre Konkurrenten herausfuhren und dadurch auf den zweiten Platz vorfuhren. Mit einer Runde Rückstand folgen Robert Bartko / Roger Kluge, Alex Rasmussen / Michael Mørkøv und Alexander Aeschbach / Franco Marvulli auf den nächsten Plätzen. Bartko / Kluge haben die meisten Punkte auf ihrem Konto und stehen kurz vor dem Gewinn ihrer zweiten Bonusrunde, mit der sie wieder die Führung zurückerobern werden. Noch nicht ganz aus dem Rennen ums Podium sind die sechstplatzierten Andreas Müller / Erik Mohs, die momentan zwei Rückstand haben, aber auch kurz vor einer Bonusrunde stehen. Hingegen haben Robert Bengsch / Marcel Kalz mit dem heutigen Verlust von zwei Runden alle Chancen auf eine vordere Platzierung eingebüßt.

31.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Luigi Borghetti wird 67, Wilfried Wesemael wird 60 und Walter Perez wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

30.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Ole Persson wird 59, Hervé Dagorne wird 43 und Magnus Backstedt wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

29.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Paul Bonno wird 56, Johnny Macharis wird 41 und Francesco Arazzi wird 38 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

28.1.2010 - Vor 125 Jahren wurde Maurice Brocco geboren

Maurice Brocco wurde am 28.1.1885 in Fismes (zwischen Paris und Reims) geboren. Auf dem Rad zeigte er bereits in jungen Jahren aussergewöhnliche Ausdauerfähigkeiten. Als 22jähriger gewann er 1907 WM-Bronze bei den Stehern. Ein Jahr später war er zum ersten Mal bei der Tour de France am Start. Also ein Mann für Sechstagerennen!

Als am 15.3.1909 in Berlin das erste Sechstagerennen Europas startete, war Maurice Brocco einer der 30 Unerschrockenen, die sich der neuen Herausforderung stellten. Zusammen mit seinem Landsmann Georges Passerieu wurde er Dritter. Nach dem ersten Weltkrieg startete der Franzose überwiegend in den USA. Bsonders bei den Rennen aller Rennen - im New Yorker Madison Square Garden - war er gern gesehen. Drei Mal, 1920, 1921 und 1924, konnte er hier gewinnen. Insgesamt fuhr Brocco 33 Sechstagerennen, das letzte im Alter von 50 Jahren.
Maurice Brocco starb am 26.6.1965 in Erigné. Er wurde 80 Jahre alt.

28.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Franz Reitz wird 81, Leon van Bon wird 38, Josef Zabka wird 35, Jan-Moritz Müller wird 22 und Bastian Faltin wird 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

27.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: André Lemoine wird 77, Theo Verschueren wird 67 und Walter Avogadri wird 62 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

26.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Maurice Le Boulch wird 93, Hubert Ferrer wird 73, Alain Dupontreue wird 62, Josef Kristen wird 50 und Ivan Cerioli wird 39 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

25.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Jan van Gompel wird 77, Martin Penc wird 53, Luc Govaerts wird 51, Stephen Pate wird 46, Brett Aitken wird 39 und Luke Roberts wird 33 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

24.1.2010 - Deutschland gewinnt den Bahn-Weltcup

Zum Abschluss des vierten Bahn-Weltcups in Peking überraschten im Madison Ho Ting Kwok und Ki Ho Choi aus Hongkong die gesammte Konkurrenz mit einem Rundengewinn, den niemand kontern konnte. Den Italienern Elia Viviani / Angelo Ciccone reichte dadurch die höchste Punktzahl nur zu Platz zwei. Die Österreicher Andreas Graf / Georg Tazreiter freuten sich nach dem sechsten Platz über die geglückte WM-Qualifikation. Das deutsche Duo Jakob Steigmiller / Theo Reinhardt kam auf den 17. und vorletzten Platz.
In der Nationenwertung aller vier Weltcup-Veranstaltungen konnte das deutsche Team den Gesamterfolg des Vorjahres wiederholen. Zweiter wurde Australien vor den Niederlanden, Großbritannien und China. - Quelle: UCI

24.1.2010 - Der Italiener Vincenzo Nibali gewann die "Tour de San Luis" in Argentinien. Als bester Deutscher belegte Moritz Milatz Platz zwanzig. Stefan Schäfer (60.), Henning Bommel (87.), Robert Bengsch (107.) und Marcel Kalz (109.) absolvierten diese Rundfahrt über sieben Etappen ebenfalls im Trikot der deutschen Bahn-Nationalmannschaft. - Quelle: cyclingnews.com

24.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Hugh Porter wird 70, Dean Downing wird 35 und Gert-Jan Jonkman wird 26 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.1.2010 - Riebenbauer überrascht beim Weltcup in Peking

Beim Bahn-Weltcup in Peking gab es beim Scratch mit dem dritten Platz von "Oldie" Werner Riebenbauer für die Österreicher Grund zum Jubeln. Es siegte Zachary Bell vor Hayden Godfrey. Auch Jame Carney (5.), Elia Viviani (6.), Nicky Cocquyt (8.) und Lucasz Bujko (11.) konnten sich im Vorderfeld platzieren. Weltmeister Morgan Kneisky wurde 14.
Australien (u.a. mit Leigh Howard) konnte überlegen die Mannschaftsverfolgung für sich entscheiden. Im Finale konnten sie das Team der Niederlande (Heimans, Van Der Zwet, Tim Veldt, Sipke Zijlstra) nach 3000m einholen. Der deutsche Junioren-Vierer mit Niklas Arndt, Johannes Kahra, Theo Reinhardt und Jakob Steigmiller kam auf Platz elf und lag sogar noch vor den Radsportnationen Italien (16. mit Benfatto / Buttazzoni / Ciccone / Viviani) und Belgien (17. mit M.de Pauw / Ingmar De Poortere / Steve Schets / Van Hoecke). - Quelle: UCI

23.1.2010 - Weltcup: André Greipel gewinnt die Tour Down Under

Die sechste und letzte Etappe der "Tour Down Under" wurde wiederum im Massensprint entschieden. Christopher Sutton gewann vor Greg Henderson und Graeme Brown. Allan Davis wurde Sechster.
André Greipel reichte ein fünfter Platz bei der Schlussetappe, um zum zweiten Mal nach 2008 die Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Er lag am Ende 11 Sekunden vor Luis Leon Sanchez und 15 Sekunden vor Greg Henderson. Luke Roberts wurde mit einem Rückstand von 17 Sekunden Fünfter. Weitere Ergebnisse von Fahrern mit Sixdays-Vergangenheit: 9.Robert Hunter, 16.Martin Elmiger, 24.Michael Rogers, 35.Graeme Brown, 49.Yaroslav Popovych, 64.Frank Høj, 69.Stuart O´Grady, 88.Allan Davis, 95.Alexandr Pliuschin, 96.Russell Downing, 109.Jacopo Guarnieri, 110.Bert Grabsch, 115.Simon Clarke und 124.Björn Schröder.
Durch diesen Erfolg wurde gleichzeitig auch erster Gesamtführender in der Straßen-Weltcup-Wertung der UCI. - Quelle: cyclingnews.com

23.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Jan Derksen wird 91, Craig Price wird 55 und Jörg Müller wird 49 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

22.1.2010 - Bei der fünften Etappe der "Tour Down Under" verpasste Luke Roberts als Zweiter nur knnapp einen Etappensieg und rückte dadurch auf Platz drei der Gesamtwertung vor. Greg Henderson wurde Etappenneunter. In Führung liegt weiterhin André Greipel. - Quelle: cyclingnews.com

22.1.2010 - Vor 115 Jahren wurde Ali Neffati geboren

Als Ali Neffati am 22.1.1895 in Tunis geboren wurde, stand Tunesien unter französischem Protektorat und gehörte zum französischen Kolonialreich. Dies ermöglichte dem jungen Sportler die Teilnahme an Radrennen in Frankreich. Als erster Radsportler Afrikas und gleichzeitig bis dato jüngster Teilnehmer startete Neffati 1913 bei der Tour de France. Außerdem fiel er durch seine ungewöhnlich Kopfbedeckung auf: Selbst im Wettkampf setzte er seinen Fes nicht ab. Nach dem ersten Weltkrieg nahm er an neun Sechstagerennen teil, die er allesamt beendete. Ein fünfter Platz in New York 1924 war seine beste Platzierung. In der 111jährigen Historie der Sechstagerennen blieb er bis heute der einzige Tunesier, der Sechstagerennen bestritt.
Ali Neffati starb im April 1974 in Paris. Er wurde 79 Jahre alt.

22.1.2010 - Weltcup in Peking mit Nachwuchsfahrern

Wie viele andere Nationen auch ist die deutsche Bahn-Nationalmannschaft mit Nachwuchsfahrern zum vierten und letzten Weltcup dieses Winters nach Peking gereist. Die Einzelverfolgung gewann Vitaliy Shchedov (Ukraine) vor Michael Hepburn (Australien) und Valery Kaikov (Russland). Ingmar De Poortere (Belgien) und Arno Van Der Zwet (Holland) landeten auf den Plätzen acht und zehn. Für Deutschland kam Johannes Kahra auf Platz vierzehn.
Das Punktefahren entschied der Kanadier Zachary Bell für sich. Hinter Ho Ting Kwok (Hongkong) und Thomas Scully (Neuseeland) kam Angelo Ciccone auf den vierten Platz. Weitere Platzierungen: Carlos Torrent (6.), Morgan Kneisky (8.), Andreas Graf (11.), Jame Carney (12.), Lucasz Bujko (14.), Nicky Cocquyt (15.), Lyubomyr Polatayko (16.) und Gert-Jan Jonkman (23.). Der Deutsche Junioren-Meister Max Stahr musste Lehrgeld zahlen und verpasste im Vorlauf knapp die Qualifikation für das Finale. - Quelle: UCI

22.1.2010 - Die vierte Etappe der "Tour Down Under" endete mit dem dritten Tagessieg von André Greipel, der auch weiterhin die Gesamtwertung anführt. Im Massenspurt verwies er Robbie McEwen und Graeme Brown auf die Plätze zwei und drei. Wim Stroetinga (Team Milram) gab das Rennen auf. - Quelle: cyclingnews.com

22.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Albert van Midden wird 62, Ermino Olmati wird 51, Uwe Messerschmidt wird 48, Andrej Tchmil wird 47, Abraham Olano wird 40, Lee Vertongen wird 35, Claudio Cucinotta wird 28 und Jonathan Mouchel wird 25 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.1.2010 - Denkbar knapp verpasste Robert Bengsch einen Etappensieg bei der "Tour de San Luis" in Argentinien. Bei der vierten Etappe war ein Einzelzeitfahren über 19,8 km zu bewältigen. Bengsch lag als Zweiter vier Sekunden hinter dem Italiener Vincenzo Nibali. Filippo Pozzato wurde Fünfter. Nibali führt nun auch die Gesamtwertung an. - Quelle: cyclingnews.com

21.1.2010 - Bei der dritten Etappe der "Tour Down Under" belegten Michael Rogers und Luke Roberts die Plätze fünf und sechs. In der Gesamtwertung führt weiterhin André Greipel mit 14 Sekunden Vorsprung vor Greg Henderson. - Quelle: cyclingnews.com

21.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Martin van Geneugden wird 78 und Robert Hayles wird 37 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.1.2010 - Schweizer Sieg in Bremen

Bruno Risi und Franco Marvulli haben das 46.Bremer Sechstagerennen gewonnen. Mit seinem sechsten Sieg in Bremen verabschiedete sich Bruno Risi von seinen Fans in Deutschland. Er fährt nur noch die Sixdays in Kopenhagen, bevor er seine Karriere beendet.

Obwohl sich zum Beginn des Finalabends von Bremen noch vier Teams theoretische Chancen auf den Sieg machen konnten, konzentrierte sich das Interesse auf den Zweikampf zwischen schwarz und weiß, zwischen
Robert Bartko / Iljo Keisse (den Siegern von 2008) und Bruno Risi / Franco Marvulli. Die beiden Schweizer lagen nach der fünften Nacht mit sieben Punkten Vorsprung in Führung.
Die taktischen Positionen für das Finale wurden schon in den Einzelwettbewerben festgeklopft. Leon van Bon / Danny Stam lagen zwar als drittes Team ebenfalls noch in der Nullrunde, bei einem Rückstand von mehr als 100 Punkten brauchten sie jedoch einen zusätzlichen Rundengewinn zum Sieg. Über die Punkte war für sie nichts mehr zu gewinnen. Daher hielten sie sich in den ersten Wettbewerben des Abends zurück und sparten ihre Kräfte für die abschließende Jagd.
Ganz anders Leif Lampater / Christian Grasmann: Ihnen fehlten noch 27 Punkte zu ihrer dritten Bonusrunde. Die Mannschaftsverfolgung konnte Lampater gegen Keisse gewinnen und damit hatten die beiden Bayern bereits im zweiten Wettbewerb ihr Ziel erreicht, waren mit der Bonusrunde ebenfalls in der Nullrunde und auf Platz drei vorgerückt, und konnten sich in den weiteren Wettbewerben etwas schonen.
Bartko / Keisse hingegen versuchten, jeden Punkt mitzunehmen, um sich ein möglichst großes Punktepolster zuzulegen. Iljo Keisse überraschte Franco Marvulli mit der schnellsten Zeit aller sechs Tage im 500m-Zeitfahren und gewann zudem noch das Derny-Finale. Bis zum Beginn der Jagd hatten die Schwarzen aus einem Sieben-Punkte-Rückstand einen Acht-Punkte-Vorsprung gemacht.
Damit ergab sich vor dem Finale folgende Ausgangsposition: Vier Teams lagen in der Nullrunde. Lampater / Grasmann und van Bon / Stam waren auf Platz drei und vier, hätten nur durch eine zusätzliche Runde noch gewinnen können. Im Kampf und Platz drei hatten Lampater / Grasmann nach Punkten die Nase vorn. Die Holländer hätten auch ihnen eine Runde abnehmen müssen, um den Sprung aufs Podium noch zu schaffen.
Aber auch die anderen Positionen waren noch nicht vergeben. Müller / Beikirch lagen auf Platz fünf, durften sich aber keinen Rundenverlust gegenüber Barth / Mohs und Aeschbach / Tristan Marguet leisten, sonst hätte ein Durchreichen auf Platz sieben gedroht. Und auch am Tabellenende ab es noch Prestigeduelle. Zwischen Kolesnikov / Shmidt, Donadio / Hacecky und Madsen / Hester waren die Plätze acht bis zehn noch nicht fest vergeben.
Vor der abschließenden Jagd wurde es sehr emotional. Bruno Risi war 19 Mal in der Hansestadt am Start. Nun wurde er verabschiedet. Alle Fahrer hatten sich mit ihren Rädern am Rand der Bahn aufgestellt. Auf dem Videowürfel wurden Bilder von seinen WM-Triumphen gezeigt. Nicht nur Erik Zabel, Andreas Kappes und Gerd Dörich waren gekommen, auch Brunos Vater, sein Bruder und seine Ehefrau Sandra waren da. Schweizer Kuhglocken sorgten für Heimatklänge. Und dann kam auch noch Brunos Motorradclub mit ihren dicken Harleys auf die Bahn gefahren. Über 1000 km waren sie bei diesem miesen Wetter gefahren, um hier heute Abend dabei zu sein. Bruno hatte zuvor versichert: Ich bin nicht der Typ für Tränen. Nun waren die Augen doch sehr feucht.
Das anschließende Finale über 45 Minuten plus 60 Runden war geprägt von den Duellen der beiden Spitzenteams. Zunächst jedoch fuhren Lampater / Grasmann sehr offensiv und versuchten mehrfach aber vergeblich, den notwendigen Rundengewinn zu realisieren. Auch Müller / Beikirch marschierten, hielten das Tempo im Feld hoch und zwangen dadurch ihre Konkurrenten in die Defensive. Risi / Marvulli und Bartko / Keisse belauerten sich unablässig. Wenn einer attackierte, ging der Gegner sofort hinterher. Die Kräfte neutralisierten sich gegenseitig. Somit blieb die Doublette von Iljo Keisse nach etwa 20 Minuten die spektakulärste Aktion des Abends.
In den letzten fünf Minuten fielen die ersten Entscheidungen. Donadio / Hacecky hatten die Dänen noch abfangen können und waren auf Platz neun vorgefahren. Müller / Beikirch hatten durch einen zusätzlichen Rundengewinn ihren fünften Platz abgesichert. Tristan Marguet und Marcel Barth waren offensichtlich platt und hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Lampater / Grasmann hatten van Bon und Stam in Schach gehalten und dadurch ihren dritten Platz verteidigt. Die Holländer hatten in der Jagd keinerlei Akzente setzen können. Als dann die beiden Spitzenteams kurz vor Ablauf der 45 Minuten gemeinsam einen Rundengewinn schafften, war damit klar, dass für den Sieg nur noch diese beiden Paare in Frage kamen.
Bartko / Keisse gehen mit einem Vorsprung von 8 Punkten in die letzten 60 Runden. Alle zehn Runden, also insgesamt sechs Mal, werden jetzt noch Punkte verteilt.
Beide Teams weichen sich nicht von der Seite. Sie wechseln gleichzeitig, so dass stets Risi gegen Bartko und Marvulli gegen Keisse fährt. Im ersten Sprint gewinnt Risi vor Bartko. Zehn Punkte für die Weißen. Sechs Punkte für die Schwarzen. Nur noch 4 Punkte Vorsprung. Im zweiten Sprint: Marvulli 10 Punkte, Keisse 6 Punkte. Gleichstand. Nach dem dritten Sprint reisst Keisse jubelnd den Arm nach oben. Doch die Jury sieht es anders. Es ist eine Millimeter-Entscheidung. Jetzt sind die Schweizer mit vier Punkten vorn. Noch drei Runden bis zur vierten Wertung. Die letzte Chance für die Schwarzen. Bartko zuckt. Er hat schon mehrfach die Schweizer mit einem langen Spurt überrascht. Doch Risi an der Spitze des Feldes riecht den Braten und forciert. Also kommt es in der letzten Runde zum Duell Keisse gegen Marvulli. Der Belgier hat die günstigere Innenbahn. Doch Marvulli ist stark an diesem Arbend. Er drückt. In der Kurve berühren sich die Schultern. Keisse reisst am Lenker. Er will, er muss diesen Sprint gewinnen. Die Beine drohen zu platzen. Er bleibt vorne. Wieder Punktegleichstand. Noch drei Runden bis zur vorletzten Wertung. Bartko führt das Feld an. Risi hat sein Hinterrad verloren. Ist zwischen anderen Fahrern eingeklemmt. Jetzt versucht es Bartko doch mit einem langen Spurt. Doch das war halbherzig… Er schafft nicht mehr als zehn Meter Vorsprung, dann hat Risi sich befreit und jagt hinterher. Wieder Marvulli gegen Keisse. Diesmal eine klare Sache für den Schweizer. Jetzt sind sie vier Punkte vorn. Keisse scheint am Ende. Im vierten Sprint hat er sich leergefahren. Wahrscheinlich sind die Muskeln total übersäuert. Das tut höllisch weh. Nur noch ein Sprint. Nur noch eine Chance. Die Schweizer liegen vorne. Doch wenn Keisse diesen Sprint gewinnt, dann hätten beide Teams Punktegleichstand. Das ist in der 110jährigen Geschichte von Sechstagerennen noch nie vorgekommen. Aber zwei Gewinner kann es nicht geben. Wer den letzten Sprint gewinnt, gewinnt das Sechstagerennen. Bartko lässt eine Ablösung aus. Das verschafft Keisse etwas Luft. Jetzt fährt Bartko gegen Marvulli. Dann der Wechsel auf Keisse und Risi. Letzte Runde. Die Schweizer wechseln auf Marvulli. Kein guter Wechsel. Keisse ist vorn und hat anderthalb Radlängen Vorsprung. Zieht er das durch? Nein! Er traut sich das nicht zu! Er wechselt auf der Gegengeraden auf Robert Bartko. Ein Fehler! Marvulli fliegt vorbei. Bartko hat gegen den Klassesprinter keine Chance. Sieg für Risi / Marvulli.
Auf dem Podium gratuliert Bartko Bruno Risi sehr herzlich und sagt ins Mikrofon: "Das Adrenalin von der Verabschiedung hat Euch die 5 % mehr an Energie gegeben, die das Rennen entschieden haben. Ihr habt verdient gewonnen. Und es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich mich über einen zweiten Platz nicht ärgere." Für Bruno Risi ist es der sechste Sieg in Bremen, für Franco Marvulli ist es der erste. Über Platz vier, drei und zwei in den letzten drei Jahren hat er sich ganz nach oben aufs Treppchen herangearbeitet. Und er lässt das Publikum an seiner Freude teilhaben: "Als ich 2004 zum ersten Mal in Bremen gefahren bin, habe ich mir gedacht: Es wird keiner ein wirklich großer Fahrer, der hier nicht gewonnen hat. Ich habe sieben Jahre dafür gebraucht. Jetzt habe ich endlich den Sieg in Bremen in meiner Palmares." Und in Anspielung auf einen Song von Klaus & Klaus fügt er hinzu: "Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Und dann komme ich mit einem T-Shirt, auf dem steht: Mehr als ein Sieger in Bremen kann ein Sechstagefahrer nicht werden!" - Das Endergebnis von Bremen

20.1.2010 - Auch die zweite Etappe der "Tour Down Under" ging im Massensprint an André Greipel. Mit Greg Henderson als Zweitem, Robert Hunter als Viertem Graeme Brown als Fünftem, Allan Davis als Sechstem und Luke Roberts als Achtem kamen fünf Fahrer mit Sechstage-Erfahrung unter die ersten Zehn. - Quelle: cyclingnews.com

20.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Cyrille Guimard wird 63, Clyde Sefton wird 59, Wil van Helvoirt wird 58 und Thomas Barth wird 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.1.2010 - Risi / Marvulli führen in Bremen vor dem Finale

Mit den Minustemperaturen in Bremen ist es vorbei. Am Montag hatte es mächtig angefangen zu tauen. Das Planentor über der Zieleinfahrt war wieder verschwunden. Über Nacht hatte die Hallentechnik zur Sicherheit von Fahrern und Zuschauern weitere Planen ins Dach gezogen. Draußen war es matschig. Drinnen blieb es trocken.
Noch vor Beginn des ersten Wettbewerbes lief mir Alexander Donike über den Weg, UCI-Kommissär und hier in Bremen für den korrekten Ablauf der Dopinguntersuchungen zuständig. Donike hat mich schon mehrfach mit seinen Regelkenntnissen verblüfft - ich vermute, er kennt alle UCI-Bestimmungen auswendig und das in mindestens drei Sprachen - und ich nutze das Gespräch für eine Nachhilfe. Wie viele Stunden muss ein Sechstagerennen dauern und was hat es für Konsequenzen, wenn wie am Samstag Wettbewerbe ausfallen? "Ein Sechstagerennen soll mindestens 6 x 6 Stunden an aufeinander folgenden Tagen dauern", erläutert er mir, "zum Glück ist im Regelwerk nicht definiert, was in diesen sechs Stunden zu passieren hat. Bei anderen Rennen sind separate Steher- oder Sprinterwettbewerbe in das Abendprogramm integriert, da sitzen die Sechstagefahrer viel weniger im Sattel als hier in Bremen." Deshalb habe auch nie zur Diskussion gestanden, die ausgefallenen Wertungen am nächsten Tag nachzuholen. "Nur die Finaljagd muss in jedem Falle stattfinden und bis zum Ende durchgeführt werden." Damit spielt er auf die Ereignisse vom letzten Jahr an, als Olaf Pollack zehn Runden vor Schluss schwer gestürzt war und die Fahrer wieder zurück in den Sattel mussten, um die fehlenden zehn Runden ins Ziel zu rollen.
Das beherrschende Thema am Montag war die bevorstehende Handicap-Jagd. Seit 1970 ist dieser Wettbewerb in Bremen nicht mehr ausgetragen worden und auch bei anderen Sixdays steht das Handicap-Rennen äußerst selten im Programm. Daher hatten viele Fahrer noch keine Erfahrung damit und wollten keine Prognosen über die Taktik abgeben, die solche ein Vorgabenrennen erfordert. Die Neugier hingegen war nicht nur bei Andreas Müller groß: "Ich find es gut, weil es mal wieder etwas anderes ist und ich freue mich drauf."
Rennleiter Patrick Sercu hatte je nach dem Stand in der momentanen Gesamtwertung Rundenrückstände festgelegt, die die besser platzierten Teams aufholen sollten. Nur Christian Bach / Sebastian Siedler starteten in der Nullrunde. Risi / Marvulli und Bartko / Keisse hätten sechs Runden aufholen müssen, um die Jagd zu gewinnen.
Gefahren wurde in zwei Halbzeiten á 30 Minuten, unterbrochen von einem Showblock der Coberband ABBA Fever, die - wenn überrascht´s - das Publikum mit den großen Hits der Schweden prächtig unterhielt.
Vom Start weg wurde die Jagd in hohem Tempo gefahren. Die Top-Teams spannten sich sogleich vor das Feld. Es war keine Zeit zu vertrödeln. Sechs Runden sind eine Menge Holz. Alle zehn Minuten eine Runde aufholen, das klingt vielleicht machbar. Aber die anderen Teams werden sich wehren und zwischendurch auch die eine oder andere Runde herausfahren.
Schnell zeigte sich, dass bei gleich bleibendem hohen Tempo die Rundengewinne schwer fallen. Immer wieder fuhr eines der Top-Teams aus dem Feld und immer wieder wurden die Fahrer vom Feld gestellt. Nach sechs Minuten schafften Bartko / Keisse und Lamapter / Grasmann den ersten Rundengewinn für eines der Top-Teams. Nach zehn Minuten zogen Risi / Marvulli und van Bon / Stam nach.
Schon jetzt war klar, dass die Spitzenfahrer die falsche Taktik gewählt hatten, sollten sie ernsthaft am Gewinn der Jagd interessiert gewesen sein. Dann hätten sie miteinander und nicht gegeneinander fahren müssen, um häufigere Rundengewinne zu ermöglichen. Stattdessen waren nach 30 Minuten ganze zwei Runden aufgeholt worden. Und das war eindeutig zu wenig. Denn Bach / Siedler wehrten sich nach Leibeskräften. Blaha / Hochmann die als Gesamt-Vorletzte mit einer Runde Rückstand in das Rennen gegangen waren, hatten diese eine Runde aufgeholt, so dass zur Halbzeit zwei Teams in der Nullrunde waren.
Die zweite Jagd verlief etwas ruhiger als die erste. Die Top-Teams hatten offenbar die Aussichtslosigkeit ihrer Position erkannt und einen Gang zurückgeschaltet. Auffälligstes Team des Abends waren die Russen Kolesnikov / Shmidt. Sie waren zuvor von Patrick Sercu als "große Enttäuschung" gerügt und von einigen Fahrern wegen ihrer unorthodoxen - und mitunter auch gefährlichen - Fahrweise belächelt worden. Sie waren mit drei Runden Rückstand ins Rennen gegangen und nutzten ihre Chance. Nach insgesamt sechs Rundengewinnen waren sie im Finale neben den Tschechen Blaha / Hochmann die Einzigen in der Nullrunde. Den Endspurt gewann Jiri Hochmann gegen Sergej Kolesnikov. Risi Marvulli und Bartko / Keisse hatten in dieser Stunde auch nur sechs Rundengewinne geschafft und blieben damit auf dem letzten Platz.
Die eigentlichen Gewinner waren aber zwei andere Teams. Lampater / Grasmann fuhren sehr offensiv und nahmen ihren drei Konkurrenten ums Podium eine Runde ab. Und auch Andi Beikirch zeigte sich an seinem vorletzten Abend in Bremen immer wieder im Wind. Beikirch / Müller konnten im Duell um Platz fünf Mohs / Barth eine Runde abluchsen und haben jetzt die besseren , um auch am Ende als "best of the rest" in den Ergebnislisten zu stehen.
Am Nachmittag hatte ich mit Andi Beikirch zusammen gesessen und mir seine Erinnerungen an Siege, Niederlagen und Stürze erzählen lassen. In den Anfangsjahren sah es gar nicht nach einer erfolgreichen Karriere aus. Fünf Wintern war nur im Mittelfeld mitgerollt. "Ich brauchte diese lange Zeit, um meinen Körper für diese Belastungen aufzubauen und um vor allem die taktischen Kniffe zu erlernen, die notwendig sind, um nach sechs Tagen ums Podium mitfahren zu können." Das habe er das "große Glück" gehabt, für einige Jahre mit Andreas Kappes ein festes Team bilden zu können: "Wir haben uns auf allen Ebenen gut verstanden, sind auch privat bestens miteinander ausgekommen." Dass dabei die Rollenverteilung klar vergeben war, störte Beikirch nie: "Ich bin ein ruhiger Typ und mag es nicht, im Rampenlicht zu stehen. Wenn es hieß "Andy zum Interview", dann war es mir sehr recht, wenn immer Andy Kappes gemeint war." Andreas Beikirch hat 120 Sechstagerennen absolviert, davon vier gewonnen (Noumea, Dortmund, Stuttgart, Bremen), war 10x Zweiter und 20x Dritter. "Ich bin mit meiner Karriere sehr zufrieden und würde fast alles wieder genauso machen." Auch wenn er heute wieder 19 wäre? Er zögert: "Nein, dann nicht. Ich habe von guten Jahren profitiert. Heute würde ich meinem Sohn davon abraten, Radprofi zu werden." Die unvermeintliche Frage nach der beruflichen Zukunft: "Die hat bei mir schon begonnen. Ich habe im Sommer bei Derby-Cycle in Cloppenburg angefangen und werde für die Focus-Räder tätig sein, die u.a. das Team Milram fährt."
Zunächst aber musste Andy Beikirch doch noch einmal im Rampenlicht stehen. Die übliche Verabschiedung auf der Bahn hat er schon oft miterlebt und nun stand er selbst im Spot. Andreas Kappes war gekommen und würdigte seinen Freund und Partner. Auch Gerd Dörich war dabei - die drei hatten 2004 zusammen in Stuttgart gewonnen.
Nun muss auch Andy Beikirch ans Mikrophon. Viele Worte sind seine Sache nicht. "Ich bin stolz darauf, 15 Jahre in Folge hier in Bremen dabei gewesen zu sein", ruft er ins Publikum, "und das ich einmal hier gewonnen habe!!! Dafür schmeiß ich 60 andere Rennen weg…." Zu lang anhaltendem Applaus fährt er gleich zwei Ehrenrunden und genießt offensichtlich jeden Augenblick.
Unverhofft wird auch Patrick Sercu geehrt. Er ist zum 25.Male Sportlicher Leiter in Bremen. Veranstalter Frank Minder spricht von einem Freund und Partner. "Wir haben schon vor langen Jahren beschlossen, wir hören mal gemeinsam auf. Ohne Patrick geht es nicht und ohne Patrick will ich nicht." Wann das sein wird blieb offen. Angesichts der an allen Tagen überraschend gut gefüllten Halle hatte Minder schon am Samstag euphorisch angekündigt, er werde auch in hundert Jahren noch Sechstagerennen in Bremen veranstalten.
Schließlich wurde auch noch ein bisschen Rad gefahren. Marvulli verlor das Finale der Einzelausscheidung gegen Keisse, die sechs Punkte für den zweiten Platz reichten aber aus, um die 300-Punkte-Hürde zu überspringen. Der Lohn war eine weitere Bonusrunde und die Führung im Gesamtklassement.
Im darauf folgenden Dernyrennen unterlag Bartko Risi denkbar knapp und haute vor Enttäuschung auf den Lenker. Aber Bartko / Keisse hatten jetzt auch ihre dritte Bonusrunde und waren in die Nullrunde gerutscht, lagen aber immer ein paar Pünktchen hinter ihren Schweizer Rivalen zurück - am Ende des Abends waren es derer sieben.
Erik Mohs hatte zwar die Jagd verpennt, war aber in den Zeitfahren wieder hellwach. Das kurze Zeitfahren über eine Runde gewinnt er sowieso jeden Abend. Im langen Zeitfahren konnte er erstmals Franco Marvulli das Nachsehen geben.
Am Ende des Abends lagen drei Teams in der Nullrunde. Risi / Marvulli führen knapp vor Bartko / Keisse. Beide sind die heißesten Favoriten auf den Sieg. Als Dritte haben van Bon / Stam gute hundert Punkte Rückstand. Nach Punkten können sie nicht mehr gewinnen. Sie müssten eine weitere Runde gutmachen. Auch der Podiumsplatz ist in Gefahr. Lampater / Grasmann sind durch den heutigen Rundengewinn wieder dran. In fehlen noch 27 Punkte zur dritten Bonusrunde. Damit wären die Bayern auf Platz drei. Für Spannung ist in jedem Fall gesorgt.

19.1.2010 - Die Wetcup-Saison der Straßenfahrer startete unter der Sonne Australiens mit der "Tour Down Under" über sechs Etappen. Die erste Etappe über 141 km entschied der Deutsche André Greipel (Columbia) im Massensprint für sich. Greg Henderson wurde Fünfter. Graeme Brown kam auf Platz sieben. - Quelle: cyclingnews.com

Kojen-Geflüster vom dritten und vierten Tag in Bremen

Wenn schon mal ein Russe im Peleton mitradelt und der auch noch Schmidt heißt, dann liegt es nahe, sich mit ihm über den gemeinsamen Familiennamen zu unterhalten. Der Name ist in Rußland eher ungewöhnlich, erklärt mit Alexej Shmidt. Er sei sich ziemlich sicher, dass Urahnen von ihm aus Deutschland stammen. Allerdings muß das lange her sein, denn Eltern, Großeltern und Urgroßeltern seien in Rußland geboren. Nun ja, Katharina die Große war im 18.Jahrhundert nur eine von vielen Immigranten aus Deutschland. Bleibt noch die Frage nach der richtigen Schreibweise seines Namens in lateinischen Buchstaben. Ihm sei das egal, schmunzelt er, jeder schreibt es anders. Oft steht "Chmidt" in den Ergebnislisten, hier in Bremen liest er "Schmidt" an der Anzeigentafel. "In meinem Pass steht Shmidt", versichert er mir. Also werden wir uns zukünftig daran halten.
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Ebenso wie die Russen Sergej Kolesnikov und Alexey Shmidt sind auch die drei Tschechen Martin Blaha, Jiri Hochmann und Vojtech Hacecky zum ersten Mal in der Hansestadt. Jiri Hochmann wollte gern ein Erinnerungsfoto von der steilen Kurve mit nach Hause nehmen und versuchte, auf allen vieren die Kurve hochzukraxeln. Vergeblich. Er rutschte sofort wieder runter. Ob es schwierig für ihn war, sich auf die kurze 166-Meter-Bahn einzustellen, will ich von ihm wissen. "Wir trainieren in Tschechien auf Bahnen, die sind sogar nur 150 Meter lang. Allerdings sind die fast kreisrund und die Kurven sind längst nicht so steil. Mit diesen Kurven hatte ich an den ersten Abende schon ziemliche Probleme."
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Auch Sebastian Donadio hat daheim einiges aus Bremen zu berichten. Damit ihm das auch jeder glaubt, läuft er in den Pausen umher und filmt das Geschehen in den Kojen und an der Bahn mit seinem Handy. Gleichzeitig kommentiert und moderierte es seine Aufnahmen. Früher gab es nach Reisen Dia-Abende für die Familie, heutzutage gibt es Handy-TV.
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"Wo gehobelt wird fallen Späne" heißt ein altes deutsches Sprichwort. Bislang habe ich mich immer gefragt, warum einige Radfahrer ihr Rad "Hobel" nennen. Als ich beobachtete, dass nach jeder Jagd zwei Zimmerleute die Kurven fegen, und dass da ein beträchtlicher Haufen an Spänen zusammenkommt, wurde mir der Zusammenhang klar. Wenn die Räder in vollem Tempo um die Kuren knallen, dann fallen sozusagen als Abrieb immer einige Späne vom Holz. Und damit diese keine Reifenschäden verursachen, werden die Kurven regelmäßig gefegt. Und überall dort, wo sich eine kleine Ritze zwischen den Holzlatten auftut, wird sie sofort mit Kitt verfüllt. Denn: Wo Rad gefahren wird, da fallen Späne.


18.1.2010 - Holländer lassen nicht locker: Erneute Führung in Bremen

Die bange Frage des Morgens war: Kann das Dach das Wasser halten? Sagen wir es mal so: Bedingt. In der Nacht hatte man an der gefährdeten Stelle in der Zielkurve eine Plane über die Bahn gespannt, um jedes Risiko für die Fahrer auszuschalten. Aber ein zweites Loch hatte sich aufgetan. Deshalb war zunächst ein Block in den Zuschauerrängen gesperrt. Genau jener Block, durch den das Pressezentrum zu erreichen ist, so dass die Journalisten über Stuhlreihen klettern mussten, um an die Informationen zu gelangen.
Der Sonntag Mittag begann erwartungsgemäß mit einer Bonusrunde für Lampater / Grasmann, die dadurch ihren Rückstand auf eine Runde verkürzen konnten und auf Platz drei vorrückten.
Das Rundenrekordfahren wurde wiederum eine Beute von Erik Mohs, der bislang alle Wettbewerbe gewinnen konnte. Tristan Marguet als Zweiter schaffte heute ebenfalls die 166 Meter unter 9 Sekunden und rückt dem "Mohsi" Tag zu Tag mehr auf die Pelle.
In der Fahrerbesprechung am Donnerstag Nachmittag hatte Rennleiter Patrick Sercu die Fahrer aufgefordert, Spektakuläres für das Publikum zu zeigen und lapidar angefügt: "Den jüngeren Fahrern erkläre ich jetzt noch mal, was eine Doublette ist." Bislang war noch keine Doublette zu sehen. In der ersten Jagd des Tages wollte es der Altmeister vormachen. Bruno Risi fuhr nach einem Rundengewinn direkt am Feld vorbei und begab sich direkt wieder auf die Flucht. Aber Leif Lampater stiefelte nach und gönnte dem Publikum diese spektakuläre Aktion nicht. Das Tempo bei dieser Jagd war etwas gemächlicher als am Abend zuvor, daher gab es viele Rundengewinne und einen hektischen Rennverlauf. Im Finale hatten sich dann die sechs erstplatzierten Teams in der Nullrunde eingefunden. Damit hatte auch Erik Mohs erstmalig die Chance, sich gegen Marvulli, Keisse, Lampater und van Bon zu beweisen. Mit der Glocke wurde er von Marcel Barth ins Finale gezogen und schon auf de Gegengerade flog er an den Gegnern vorbei und holte sich den Sieg in dieser Jagd mit großem Vorsprung.
Anschließend saßen Vater und Sohn Barth in der Fahrerkoje zusammen und strahlten beide um die Wette. Thomas Barth war noch zu DDR-Zeiten ein erfolgreicher Straßenfahrer (Vierter der Olympischen Spiele 1980, Sieger der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 1986), absolvierte 1991 sein einziges Sechstagerennen - in Bremen - und kennt daher die Tücken der Bahn: "Marcel hat alles richtig gemacht. Er hat im Finale eine Ablösung ausgelassen und ist acht Runden durchgefahren, um Erik ein paar Sekunden mehr zum Verschnaufen zu geben. Und dann hat die letzte Ablösung genau gepasst."
Jens-Erik Madsen war mit einer Erkältung nach Bremen gekommen und war schon am Donnerstag nahe daran, das Rennen aufzugeben. Möglichweise war das nicht die einzige Erklärung für die verhaltene Fahrweise der beiden Dänen, die Rennleiter Patrick Sercu öffentlich rügte. Am heutigen Sonntag war erstmals "Danish dynamite" zu sehen. Nach der Mannschaftsauscheidung gab es noch einmal Blumen beim ersten Derny-Lauf. Unüberhörbar waren viele Fans aus Dänemark in der Halle.
Im zweiten Dernyrennen machte Iljo Keisse seinem Schrittmacher Michel Vaarten - der gleichzeitig auch sein belgischer Nationaltrainer ist - ein schönes Geburtstagsgeschenk zu dessen 53.Geburtstag. In der Zielgeraden schoben sich die beiden noch an Danny Stam vorbei. Bei der Siegerehrung bekam Vaarten vom Veranstalter Frank Minder eine riesige Flasche Schampus in die Hand gedrückt. Die Ehrenrunde konnten die beiden Belgier gerade noch zu Ende bringen, dann gab der Reifen des Hinterrades von Keisse mit lautem Zisch den Geist auf.
Oft wird gefragt: Wie lange dauert eigentlich ein Rundengewinn? Das hängt natürlich in erster Linie vom Tempo des Feldes ab. Auch davon, ob ein Solist auf der Reise ist, oder ob sich während der Flucht mehrere Teams in der Führung abwechseln können. Auf der kurzen Bahn in Bremen schaffen es die Spitzenteams zumeist, eine Solo-Flucht in 80 bis 100 Sekunden zum Erfolg zu führen. Die schwächeren Teams sind zwei bis zweieinhalb Minuten unterwegs. In der zweiten Jagd des Tages schafften Risi / Marvulli einen Rundengewinn in exakt einer Minute. Das war Spektakulär! Zuvor schon hatten Bartko und Keisse die lang erwartete erste Doublette herausgefahren. Auch das war Spektakulär! Damit lagen die Schwarzen in dieser Jagd lange Zeit in Führung. Doch heute hatte sich Alexander Aeschbach etwas vorgenommen. Immer wieder schickte Aeschbi den jungen Tristan Marguet auf die Reise. Mit sieben anderen Teams lagen sie in der Nullrunde. Noch waren fünf Minuten zu fahren. Da zog der Aeschbi an und rief dem Tristan bei der nächsten Ablösung noch ein paar deutliche Worte hinterher. Wenn diese Solo-Flucht gelänge, wären die Schweizer die alleinigen Leader dieser Jagd! Tristan raste los wie die Feuerwehr. Die Spitzenteams im Feld verhielten sich ruhig. Nur Erik Mohs und Marcel Barth stiefelten hinterher. Sie lagen zwei Runden zurück und hatten noch eine Runde zu ihren Kontrahenten um den fünften Gesamtplatz (Müller / Beikirch) aufzuholen. Zu zweit sollte der Rundengewinn doch etwas leichter fallen. Nach fast zwei Minuten war der Windschatten des Feldes schon in der Nase. Doch da trat vorne Bruno Risi an. Das war nicht die feine Schweizer Art! Bartko setzte sofort nach und das Feld zog mit. Auf einmal war wieder ein Riesenloch vor den beiden Ausreißern. Marguet blies die Backen auf wie früher Louis Armstrong beim Trompeten. Das Tempo im Feld blieb enorm hoch. Fast drei Minuten waren die bedien Ausreißer-Teams unterwegs, bis dann doch der Dee-Jay das Muhen einer Kuh als Zeichen für den Rundengewinn einer Schweizer Mannachaft durch die Halle schallen lassen konnte.
Aeschbach / Marguet waren nun allein in der Nullrunde und hatten den Sieg vor Augen. Doch Tristan war platt. "Mausetot", wie es der Chefsprecher Christian Soll nannte. Er brauchte eine Pause. Aeschbi rollte derweil im Feld mit. Sie mussten ja nur noch heil ins Ziel kommen.
Danny Stam, der alte Fuchs, weiß ganz genau, wie trügerisch solche Momente sein können. Das Rennen scheint gelaufen. Im Feld nimmt man die Beine hoch. Danny flüstert bei der Ablösung seinem Partner etwas zu. Leon van Bo geht aus dem Sattel und fliegt davon. Die Zeit ist knapp. Keine zwei Minuten mehr. Aber keiner im Feld kann oder will mehr dagegenhalten. Nach 66 Sekunden sind die Holländer einmal rum. Die letzten zehn Runden werden angeläutet. Nun kämpfen zwei Teams um den Sieg. Da muss Tristan doch noch einmal ran. In der letzten Runde geht es gegen Leon van Bon. Dem nimmt er im Rundenrekordfahren locker eine halbe Sekunde ab. Und er hat die günstigere Innenbahn. Aber Leon hat die Routine aus 16 Profijahren. Auf der Zielgeraden zieht er vorbei und hat noch Zeit, in Tour de France-Manier jubelnd beide Hände nach oben zu strecken.
Für die beiden Holländer war dieser Sieg eine Punktlandung. Mit den 20 Punkten für den Sieg in der Jagd haben sie nun genau 200 Punkte erreicht und bekamen dafür ihre zweite Bonusrunde gutgeschrieben. Daher führen sie nach der 4.Nacht und liegen als einziges Team in der Nullrunde. Als Zweite und Dritte haben Risi / Marvulli und Bartko / Keisse zwar deutlich mehr Punkte auf dem Konto, haben aber Runde Rückstand. Die Viertplatzierten Lampater / Grasmann mussten ihre Ambitionen auf den Sieg heute wohl begraben. Sie liegen zwei Runden zurück und haben mittlerweile auch punktemäßig den Anschluss verpasst. "Ja mei", erklärt mir Christian Grasmann mit einem Achselzucken, "wir sind beide mit einer Bronchitis nach Bremen gekommen. An den ersten drei Tagen haben wir auf dem Rad nichts davon gemerkt. Aber heute kam der Hammer. Da ging nix mehr."
Am Sonntag Abend stand die traditionelle Sponsoren-Gala auf dem Programm. Thema Nummer eins unter den Sportler war das Handicap-Rennen, das selten im Programm eines Sechstagerennens enthalten ist. Am Montag Abend gehen Sebastian Siedler / Christian Bach als die bislang Letzten im Gesamtklassement mit einer Null in die Jagden. Alle anderen Teams bekamen von Patrick Sercu Rundenrückstände aufgebrummt, die es erst mal aufzuholen gilt, bevor man den Sieg in der Jagd ins Visier nehmen kann. Pikanterie am Rande: Risi / Marvulli und Bartko / Keisse müssen sechs Runden aufholen. Die momentan Führenden van Bon / Stam ebenso wie Lampater / Grasmann nur deren fünf. Ein spannender Abend ist also garantiert.

18.1.2010 - Robert Bengsch, Henning Bommel und Marcel Kalz starten für die deutsche Bahn-Nationalmannschaft in Argentinien bei der "Tour de San Luis" über 7 Etappen. Bei der ersten Etappe über 168 km wurde Henning Bommel Zehnter. Es siegte der Italiener Francesco Chicchi vor dem Argentinier Edgardo Simon. - Quelle: cyclingnews.com

18.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Gerrit Voorting wird 87, Bernard Bouvard wird 86, Günther Ziegler wird 77, Emil Zimmermann wird 66, Bernard Vallet wird 56, Peter van Petegem wird 40 und Sebastian Siedler wird 32 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

17.1.2010 - Dachschaden beendet vorzeitig die dritte Nacht von Bremen

Der dritte Wettkampftag in Bremen ging vorzeitig zu Ende. Da Schmelzwasser vom Dach direkt auf die Bahn tropfte, wurde das laufende 500m-Zeitfahren abgebrochen. Die abschließende zweite Jagd wurde nicht mehr ausgetragen. Robert Bartko / Iljo Keisse gehen als führendes Duo in den Sonntag. Bruno Risi / Franco Marvulli liegen drei Punkte zurück. Mit einer Runde Rückstand liegen Leon van Bon / Danny Stam auf Platz drei. Als Vierte haben Leif Lampater / Christian Grasmann bereits zwei Runden Rückstand. Allerdings stehen die beiden Bayern kurz vor ihrer zweiten Bonusrunde, mit der sie am Sonntag auf Platz drei vorrücken werden.
Der Samstag in Bremen ist für die Fahrer stets ein langer Arbeitstag, denn zusätzlich zum üblichen Rennprogramm am Abend gibt es einen dreistündigen Kindernachmittag, an dem zwar keine Jagd gefahren wird, aber in mehreren Einzelwettbewerben Punkte zu verdienen sind. Allerdings ist es Tradition, dass sich die führenden Mannschaften beim Kindernachmittag zurückhalten und den Teams, die bislang noch nichts gewonnen haben, die Gelegenheit zu einer Ehrenrunde geben. So ging die Mannschaftsausscheidung an die Tschechen Blaha & Hochmann. Die Einzelausscheidung konnte Jens-Erik Madsen für sich entscheiden. Die beiden bei den Kindern besonders beliebten Dernyrennen wurden von Christian Bach und Leif Lampater gewonnen.
Am Gesamtstand hatte sich durch den Kindernachmittag nichts verändert. Die beiden Holländer van Bon / Stam waren weiterhin das einzige Team in der Nullrunde. Risi / Marvulli, Bartko / Keisse und Lampater / Grasmann hatten eine Runde Rückstand und lagen nach Punkten dicht beieinander
Nach drei Stunden Pause saßen die 24 Akteure wieder im Sattel. Bei den ersten Wertungssprints zeigten sich Müller / Beikirch, die sich bislang von Tag zu Tag steigern konnten. Die Mannschaftsauscheidung ging an Bartko / Keisse. Erik Mohs gewann beide Rundenrekordfahren und hat damit alle vier bisherigen Wettbewerbe für sich entscheiden können.
Bei der unfreiwillig einzigen Jagd des Abends gingen die Fahrer von Beginn an ein hohes Tempo. Dennoch gelangen viele Attacken und acht Minuten vor Schluss lagen noch sieben Teams in der Nullrunde. Da ging plötzlich Iljo Keisse auf und davon und vollendete den Rundengewinn mit seinem Pantersprung. Sprecher Christian Stoll war völlig aus dem Häuschen und seine Stimme überschlug sich nochmals vor Begeisterung, als Bruno Risi zum Konter ansetzte. Auch er schaffte den Rundengewinn und nun war es an den Holländern und an den Bayern, noch einmal nachzuziehen. Christian Grasmann zögerte, er zögerte einen Moment zu lang und vielleicht haben die "roten Teufel" in diesem Moment schon die Sixdays verloren. Bartko/Keisse und Risi/Marvulli fuhren am Ende des Feldes. Van Bon / Stam waren eingeklemmt. Das wäre eine Chance gewesen, noch einmal allein herumzukommen.
Noch drei Minuten. Leon van Bon hatte sich nach vorn gearbeitet und suchte seine letzte Chance. Jetzt war es Lampater, der nachsetzte. Rasch hatten sie fast eine halbe Runde Vorsprung, da löste sich Risi aus dem Feld und jagte hinterher. Bartko spannte sich vor das Peleton und hielt das Tempo hoch. Die Ausreißer wurden zurückgeholt. Die 45 Minuten waren vorbei. Das Finale war ein Zweikampf zwischen den Weißen und den Schwarzen, zwischen den Schweizern und Bartko / Keisse. Noch zehn Runden. Noch Neun. Noch Acht. Iljo Keisse trat an. Risi war überrumpelt. Keisse wechselte zu Bartko. Bartko kommt trotz seiner Körpergröße mit der engen Bremer Bahn bestens zurecht, hat hier schon zwei Mal gewonnen. Und er kann als Verfolger das Tempo hochhalten. Marvulli versuchte dagegen zu halten. Dass sein Kopf bei hohem Tempo mächtig wackelt, das kommt öfter vor. Aber das der ganze Körper auf dem Rad hin- und herschlingert, dass man sich sorgt, wie er den Lenker noch gerade halten kann, das zeigte, dass er voll am Anschlag war. Noch drei Runden. Die Schweizer holen auf, aber schaffen sie es noch? Noch zwei Runden. Der Coup der Schwarzen scheint zu gelingen. Das Feld fliegt völlig auseinander. Marvulli wechselt auf Risi. Risi saugt sich heran. Wechsel von Keisse auf Bartko. Die Glocke. Risi ist dran. In der Zielkurve liegen die beiden Schulter an Schulter. Risi schiebt sich vorbei. Als der Schuss fällt, sind es vielleicht fünf Zentimeter Vorsprung.
Wer kommt schon auf die Idee, einen Endspurt acht Runden vor Schluss anzuziehen? Acht Runden, dass sind in Bremen 1,3 km!!... Eine Schnapsidee? "Nee, nee, das hatten wir so abgesprochen, dass wir einen langen Sprint fahren", versicherte mir Robert Bartko nach der Jagd. "Ab und zu muss man mal was Ungewöhnliches riskieren, um für die Gegner unberechenbar zu bleiben. Und es hätte ja fast geklappt. Iljo ist nur eine Runde zu früh losgefahren. Aber egal. Die Jagd haben wir verloren, aber an Respekt haben wir gewonnen."
Nach der Jagd stand Liz Mitchell auf der Bühne und sang die großen Hits von Boney M. Die Halle war auch an diesem Abend wieder gut gefüllt. Die Stimmung war prächtig. In den Fahrerkojen hingegen war es still. Nach der Jagd waren alle platt. "Ich wusste genau: Jetzt musst du noch einmal gehen. Aber ich konnte nicht", erzählte mir Christian Grasmann, "das Tempo war von Anfang bis Ende enorm hoch. Es gab kaum eine Gelegenheit zum Verschnaufen."
Da kam es wohl vielen Fahrern ganz gelegen, dass das Publikum Liz Mitchell drei Zugaben abverlangte. Sogar Veranstalter Frank Minder stand plötzlich auf der Bühne, bekam ein Mikrophon in die Hand gedrückt und sang den Refrain lauthals mit. Er hat alles richtig gemacht. Hat auf die Schwierigkeiten reagiert, hat trotz rückläufiger Sponsorengelder privates Geld investiert, um attraktive Show-Acts in der Halle 1 zu präsentieren. Das Publikum dankt es mit ausgelassener Party-Stimmung. Die Fahrer können es verschmerzen, dass nach der Show von Liz Mitchell ein gutes Drittel der Zuschauer die Halle wieder verlässt, um sich den Attraktivitäten der Nebenhallen zu widmen.
Mit den Punkten dieser Jagd hatten Risi / Marvulli ihre zweite Bonusrunde erreicht und lagen nun eine Runde vor Bartko / Keisse und van Bon / Stam und sogar zwei Runden vor Lampater / Grasmann. Doch Bartko / Keisse konnten in den nachfolgenden Einzelwettbewerben mehrfach punkten, schafften mit dem Sieg in einem Derny-Rennen auch ihre zweite Bonusrunde und eroberten die Führung.
Und dann fiel der erste Tropfen auf die Bahn.
In Bremen hat es in den letzten drei Wochen so viel geschneit wie in den letzten zwanzig Jahren nicht. Und am Nachmittag hatte es zu tauen begonnen. Das Dach der Halle hatte schon vor Tagen Schwächen offenbart. Seit Beginn der Sixdays hingen zwei große blaue Planen direkt unter dem Dach. Genau am Ausgang der Zielkurve, da, wo es jetzt zu tropfen anfing. Das lange Zeitfahren wurde unterbrochen. Techniker kletterten unter das Dach, um das Malheur zu untersuchen.
Zunächst wollte keiner glauben, dass jetzt ein bisschen Wasser zum Problem werden sollte. Schließlich ist das Regnen mal in Bremen erfunden worden. Eine halbe Stunde lang wurde hektisch nach Abhilfe gesucht. Eine Showband versuchte derweil, das Publikum bei Laune zu halten. Doch dann entschieden Frank Minder und Rennleiter Patrick Sercu, im Sinne der Fahrer keinerlei Risiko einzugehen und erklärten den Wettkampfabend für beendet.
Klaus & Klaus kamen etwas früher als geplant auf die Bühne und staunten nicht schlecht, dass sich dort alle Fahrer versammelt hatten. Gemeinsam sangen und schunkelten sie "An der Nordseeküste" - Da ist es manchmal etwas nasser als anderswo…
Viel Zeit zum reparieren des Daches bleibt nicht, denn am Sonntag beginnt der erste Wettbewerb schon um 11.50 Uhr. Immerhin entstehen keine zusätzlichen Kosten durch den Schaden. Das Dach ist erst 2005 neu auf die Halle gesetzt worden. Da ist also noch Garantie drauf…

Kojen-Geflüster vom zweiten Abend in Bremen

Robert Bartko spürt keine Nachwirkungen mehr von seinem schweren Sturz beim Münchner Sechstagerennen: "Ich hatte großes Glück. Die Röntgenaufnahmen in München zeigten keinerlei Hinweis auf einen Bruch. Mein Hausarzt hatte mir trotzdem eine Pause empfohlen, aber ich wollte seine Warnungen nicht hören. Ich wollte unbedingt in Gent starten. Ich habe mich vier Abende lang gequält, doch dann waren die Schmerzen bei den Ablösungen so groß, dass ich aufgeben musste. Und danach wurde erst festgestellt, dass in München fünf Rippen gebrochen waren. Normalerweise kommt man mit so was auf die Intensivstation, weil die große Gefahr besteht, dass sich eine der Bruchstellen in die Lunge bohrt." Und wie hat sich Bartko auskuriert? "Ich war vier Wochen in der Wärme von Mallorca und habe auf der Straße nur Ausdauer trainiert, um die Form zu halten. Das ging ohne Schmerzen. Aber Sprints und Intervalle waren nicht drin." Jetzt ist alles wieder okay und Bartko will seinen dritten Sieg in Bremen.
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Gesund ist auch Sebastian Siedler, obwohl die Hallensprecher ihm immer wieder eine Erkältung zu Gute halten wollen. Denn Siedler und Christian Bach fahren dem Feld hinterher, haben nach zwei Nächten schon elf Runden Rückstand. "Ich bin kerngesund und habe keine Ausrede", stellt Siedler richtig. Nach den Jagden sitzt Siedler mit versteinerter Mine in seiner Koje und will eigentlich mit niemandem sprechen. Ich frage dennoch nach und Siedler gibt mir einen Einblick in seine Gefühle: "Ich bin total enttäuscht. Ich war nach dem Rennen in Zürich auf Malle und dachte, ich sei optimal vorbereitet. Ich war dann sogar noch einmal in Frankfurt/Oder auf der Bahn, um mich mit starrer Nabe einzurollen. Aber jetzt läuft es überhaupt nicht." Eigentlich sollte Siedler in Bremen mit Andreas Müller starten, mit dem zusammen er in München Sechster geworden war. Doch kurzfristig kam er mit Christian Bach in ein Team. Siedler und Bach fahren zum ersten Mal zusammen und offensichtlich hapert es noch an der Abstimmung. Ist Sebastian sauer auf seinen Partner? "Wieso denn, Christian hat doch gute Form. Er war Vierter in Zürich und ich Sechster. Allerdings ist er bei der Polizei und bekam nicht frei, um sich auch in der Sonne vorzubereiten. Und bei dem Schnee war ja zu Hause kaum Training möglich." Aufgegeben hat Siedler die Sixdays in Bremen allerdings noch nicht: "So möchte ich mich nicht präsentieren."
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Andreas Beikirch und Andreas Müller sind seit zwei Jahren nicht mehr zusammen gefahren. Da gab es am ersten Abend noch das eine oder andere kleine Mißverständnis. Nach dem zweiten Abend liegen die beiden mit drei Runden Rückstand auf Platz fünf. Eigentlich ein Grund zur vollsten Zufriedenheit. Doch Andi Müller wiegelt ab: "Man kann es so oder so sehen. Es ist wie mit dem zur Hälfte gefüllten Glas. Der Optimist sagt, es sei halb voll und der Pessimist sagt, es sei halb leer." Ist Andi Optimist oder Pessimist? Er lächelt verschmitzt: "Er gibt noch eine dritte Variante - der Realist weiss, dass das Glas größer ist als der Inhalt." Wer es noch nicht wußte: Andreas Müller ist der Philosoph im Peleton.
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Alexander Aeschbach fährt viel und gerne Rad. Im Moment noch mehr als sonst. Auch die kleinen Besorgungen im Alltag erledigt er auf zwei Rädern. Denn Aeschbi liebt nicht nur auf der Bahn die Geschwindigkeit. Im August, an einem Dienstag war es, da wollte er zum Bahnrennen nach Zürich-Oerlikon. Er war spät dran und die Autobahn war rappelvoll. Da hat man ihn beim Drängeln erwischt und der Lappen war für vier Wochen weg. Allerdings konnte er sich den Zeitpunkt selbst aussuchen. Nun fährt er drei Sechstagerennen am Stück: Bremen, Berlin, Kopenhagen. So lässt sich die autolose Zeit verschmerzen…
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Interviews mit den Fahrern finden üblicherweise am Nachmittag zwischen Massage und Essen statt. Nicht so bei Christian Grasmann. Er ist Frühaufsteher und lädt mich um 9.30 Uhr zum Frühstücken ins Hotel ein. Gutgelaunt erwartet er meine Fragen. Meine erste ist: Schläfst Du wenig bei Sechstagerennen? "I wo, ich habe keinerlei Probleme mit dem Schlafen. Ich geh aufs Zimmer, dusche, leg mich ins Bett und bin schon eingeschlafen. Dann bin ich morgens topfit und kann in Ruhe Emails und Telefonate erledigen."
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Von gutem Schlaf kann Andreas Müller nur träumen. Kürzlich hatte er in einem Interview bei www.sixdaysinfo.de davon berichtet, dass er während der Sechstagerennen selten vor drei Uhr zur Ruhe kommt: "Ich bin noch so aufgedreht. Es ist ja nicht nur die sportliche Anstrengung. Die Stimmung in der Halle, die laute Musik..." Auch gestern erging es ihm nicht anders: "Ich habe mir noch einen Spielfilm angeschaut, um mich abzulenken. Zum Glück habe ich keinen Internet-Anschluss auf dem Zimmer. Sonst wäre es noch später geworden…"
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Während ich mich mit Christian unterhalten, kommen nach und nach Alexander Aeschbach, Marcel Barth, Erik Mohs und schließlich auch Andreas Müller an unseren Tisch. "Es hat sich herumgesprochen, dass das Frühstück im Maritim-Hotel besonders gut ist", erläutert mir Aeschbi, "dafür stehe ich gern eine halbe Stunde früher auf als sonst." Wer lang schläft, muss in der Fahrerküche frühstücken, für deren Hauptmahlzeiten die Sportler des Lobes voll sind: "In der Fahrerküche gibt es eine sehr abwechslungsreiche Menükarte. Leichte Kost, die auch noch sehr gut schmeckt." Wie, keine Berge von Nudeln? "Wir sind doch nicht bei der Tour de France", erklärt mir Christian, "die Pausen abgezogen sitzen wir vielleicht zweieinhalb Stunden im Sattel. Dafür brauchen wir keine zusätzlichen Kohlehydrate. Wichtiger ist die vollwertige Ernährung." Während der Sechstagerennen gibt es die Hauptmahlzeit am späten Nachmittag. Spätestens drei Stunden vor dem Start sollte der Teller leer sein.
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Im Gespräch entpuppt sich Christian Grasmann als Ernährungsexperte: "Ich achte immer darauf, dass ich mich ausgewogen ernähre. Das ist die Grundlage für jede Leistung." Er achtet auch sehr darauf, woher das Essen stammt: "Mein Onkel hat eine Landwirtschaft und ich habe selbst in den letzten Jahren auf einem Bauernhof gelebt, Wann immer es geht, beziehe ich meine Lebensmittel direkt von dort. Ich esse gern und viel Fleisch und gerade deshalb möchte ich wissen, wo das Fleisch herkommt und wie die Tiere ernährt wurden." Abgepackte Ware aus dem Supermarkt findet man also nicht in Christians Kühlschrank und Junk Food ist sowieso tabu: "Ich vergifte mich doch nicht."
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Familiären Zuspruch bekommt Leif Lampater am Wochenende. Seine Schwester, seine Freundin Steffi, deren Zwillingsschwester und eine Freundin kamen fürs Wochenende aus München eingeflogen. Überwiegt bei Leif die Freude oder wird er abgelenkt? "Ich freue mich immer, wenn sie da ist, aber wir werden uns nicht so oft sehen. Sie kommt nicht in den Pausen zur Fahrerkoje, da brauche ich meine Konzentration." Und nach dem Rennen? Leif grinst mich an: "Ich teile das Zimmer ja mit Christian Grasmann und das bleibt auch am Wochenende so. Und abends wird die Zimmertür abgeschlossen…" Wer´s glaubt... Allerdings gilt das Interesse der jungen Damen nicht ausschließlich dem Sechstagerennen. Am heutigen Samstag gehen sie erstmal ausgiebig shoppen…
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Aufatmen bei den Journalisten. Schönste, beste und größte Sechstagerennen der Welt gibt es in andere Städten auch. Das wissen wir wohl. Aber das schönste, beste und größte Pressezentrum der Welt gibt es nur bei uns in Bremen. Hier finden wir optimale Arbeitsbedingungen vor, bekommen unmittelbar nach dem Zielsprint die Ergebnisse in die Hand gedrückt und können Texte und Fotos via Internet sofort weiterleiten. An dieser Stelle mein Dank an die Pressechefin Annette Lemm und ihr Team, die jede Interviewanfrage und jeden Fotowunsch möglich machen. Zu dieser Rundumbetreung gehört auch eine üppige Versorgung mit Speis und Trank. Am Eröffnungsabend sind die meisten Journalisten akkreditiert. Dann gibt es Frikadellen. An den anderen Abenden bekommen die Fachjournalisten panierte Schnitzel angeboten. Dies ist seit vielen Jahren so und gehört zu den Bremer Sixdays wie der Roland zum Rathaus. Daher war die Irritation groß, als gestern wieder "nur" Frikadellen auf dem Buffett lagen. Noch so eine Sparmaßnahme von Frank Minder? Nein, es gab eine einfache Erklärung. Das Pressezentrum ist umgezogen. Statt wie früher im Foyer auf halbem Wege zwischen der Bahn und den Toiletten ist es jetzt in der Halle unter dem Dach in einer Besucherloge untergebracht. Der fantastische Überblick über das Renngeschehen hat allerdings seinen Preis. Um dorthin zu gelangen, muss eine Vielzahl von Stufen bewältigt werden. Daher kommen weniger Kollegen als sonst auf ein kurzes Päuschen vorbei. Und am Donnerstag sind viele Frikadellen übrig geblieben, die am Freitag noch weg mussten. Spät am Abend lagen dann auch die panierten Schnitzel aus und alles war gut.
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Die Fotografen mit ihren schweren Fototaschen kommen schnaufend und schweren Schrittes die Stufen zum Pressezentrum heraufgestampft. Ganz anders eine Kollegin der schreibenden Zunft. Fröhlich lächelnd legt sie die gefühlt 500 Stufen im Laufschritt zurück: "Das ist wie Bauch Beine Po gratis. Jetzt kann ich mir ohne schlechtes Gewissen eine Bulette gönnen…"


17.1.2010 - Willy Altig feiert heute seinen 75.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

16.1.2010 - Stam / van Bon übernehmen die Führung in Bremen

Mit dem Gewinn der zweiten Jagd und einem Rundengewinn gegenüber den Konkurrenten konnten sich Danny Stam und Leon van Bon zum Abschluss der zweiten Nacht an die Spitze der Gesamtwertung setzen. Mit einer Runde Rückstand folgen Risi / Marvulli, Bartko / Keisse und Lampater / Grasmann auf den nächsten Plätzen.
Es ist keine Überraschung, dass die beiden 37jährigen Holländer nach Punkten mit ihren Mitkonkurrenten um den Sieg nicht mithalten können. Sie haben keine Chance, in den beiden Zeitfahren pro Abend in die Punkte zu fahren. Dieses Manko konnten sie zu Beginn der zweiten Nacht ausgleichen, indem sie die beiden ersten Prüfungen - Wertungssprint und Mannschaftsausscheidung - für sich entschieden.
Im Rundenrekordfahren verfehlte Erik Mohs seine Bestzeit von gestern knapp, blieb aber mit 8,912 Sek. als einziger Fahrer unter 9 Sekunden. Tristan Marguet, der schon in Zürich die kurzen Zeitfahren stark gefahren ist, wurde Zweiter vor Marvulli, Keisse und Lampater.
Die insgesamt sieben Fahrer, die zum ersten Mal auf der technisch anspruchsvollen kurzen Bahn in der Bremen-Arena fahren, kamen heute wesentlich besser damit zurecht als noch am Eröffnungsabend. Von oben aus den Rängen beobachtet, drehte das Feld nun wesentlich harmonischer seine Runden und das Tempo wurde insgesamt deutlich angezogen. Dennoch verlief die erste Jagd sehr hektisch und unübersichtlich. Mehrfach wurden Ausreißer vom Feld wieder eingeholt. Mindestens fünf Teams verpassten eine Ablösung. Leif Lampater und Christian Grasmann - von den Sprechern wegen ihrer roten Trikots von Radio Bremen die "Roten Teufel" benannt - fuhren wie gestern konsequent am Hinterrad ihrer Schweizer Konkurrenten Risi / Marvulli. Beim Frühstück hatte mir Christian Grasmann diese Taktik erläutert: "Trotz seiner 41 Jahre hat Bruno Risi immer noch den schnellsten Antritt im Feld. Er kann auf den ersten Metern einer Attacke enorm beschleunigen. Dieser explosionsartige Antritt ist seine große Stärke. Ich glaube, Leif ist der einzige, der ähnliche Fähigkeiten hat und Brunos Attacken mitgehen kann. Wenn das klappt, dass wir kontern und mit ausreißen können, dann kommen wir schneller und kräftesparender um die Runde rum, als wenn wir mit Bartko oder Stam oder irgend jemand anders zusammen rumfahren." Die Schweizer haben diese Taktik natürlich längst durchschaut - und deshalb verrate ich hier auch kein Geheimnis - und setzten ihre Angriffe zumeist dann, wenn Leif gerade pausierte. So auch fünf Minuten vor Ende der ersten Jagd. Bruno flog aus dem Feld heraus und Grasmann konnte nicht kontern. Die beiden Schweizer schlossen zu Bartko / Keisse in die Nullrunde auf, verpennten aber dann das Finale. Zwei Runden vor Schluss hingen sie im hinteren Feld fest und waren noch nicht für den Endspurt präpariert. Ein alter Fuchs wie Robert Bartko erkennt natürlich eine solche Chance. Er zog frühzeitig einen langen Spurt an und fuhr mit großem Vorsprung den Sieg nach Hause.
Bartko / Keisse und Risi / Marvulli hatten sich damit die gestern verlorene Runde zurückgeholt. Zudem erreichten beide Teams und auch Lampater / Grasmann die 100-Punkte-Marke und bekamen ihre erste Bonusrunde. Somit waren diese drei Paarungen in der Nullrunde und lagen auch nach Punkten dichtauf. Die beiden Holländer folgten mit einer Runde Rückstand auf Rang vier.
Dass wirklich um jeden einzelnen Punkt gefightet wurde, zeigte das Finale des zweiten Derny-Laufes. Robert Bartko wollte unbedingt gewinnen und sein Schrittmacher gab in der letzten Runde Vollgas, um noch am Bruno Risi vorbei zu kommen. Bartko verlor den Kontakt zur Rolle und stampfte mit einen guten Meter Abstand seinem Motorrad hinterher - und gewann trotzdem den Lauf. Das war ein Kraftakt.
Pech hatten Lampater / Grasmann im langen Zeitfahren. Sie hatten gut beschleunigt, waren mit hohem Tempo über die Startlinie gerast, schafften ein optimale Ablösung und die Uhr blieb bei 27,935 stehen. Eine Fabelzeit! Doch die Jury hatte ihre Zweifel an der Zeitmessung. Die Zeit wurde auf 28,690 korrigiert. Die Bayern rutschten auf Platz drei. Sieger wurde wie gestern Franco Marvulli in 28,474 Sekunden für die 500 Meter.
Vor der zweiten Jagd lagen die beiden Andis - Andreas Müller und Andreas Beikirch - im Gesamtklassement auf Rang sechs. Mülli war dennoch nicht zufrieden: "Wir haben in den bisherigen Jagden mehrfach Attacken nicht zu Ende gebracht und wurden wieder eingeholt. Das können wir uns kräftemäßig nicht leisten. Wenn wir einen Angriff starten, dann muss er sitzen. Am Ende der Jagden war ich völlig leer gefahren und konnte nur noch mitfahren." Offenbar hatten die beiden die Pause während des Auftritts von DJ Ötzi gut zur Erholung nutzen können, denn in der abschließenden Jagd über 40 Minuten überraschten sie mit einer offensiven Fahrweise, attackierten früh und blieben ständig in der Nullrunde.
Das Tempo im Feld war von Beginn an gleich bleibend hoch, so dass sich kaum eines der schwächeren Teams einen Angriff traute. Und wer dennoch allen Mut zusammennahm und ausriss, der musste sich länger als üblich ums Oval quälen, bis er den Schwanz des Feldes zu packen bekam.
Die drei Teams Risi / Marvulli, Bartko / Keisse und Lampater / Grasmann belauerten sich gegenseitig und haben Stam / van Bon offenbar wegen des Rundenrückstandes nicht mehr auf der Rechnung für das Podium. Aber diese Rechnung ging nicht auf. Fünf Minuten vor Ende stahl sich Danny Stam davon und die Holländer schlossen zu Müller / Beikirch in die Nullrunde auf. Bartko versuchte zu kontern, wurde aber von Risi zurückgeholt. So wurde der Sprint zu einem Zweikampf, den Leon van Bon um Reifenstärke vor Andreas Müller für sich entscheiden konnte. Mit den 20 Punkten für den Sieg in dieser Jagd erreichten auch die Holländer eine Bonusrunde und führen damit das Klassement vor dem langen Samstag als einziges Team in der Nullrunde an.
Veranstalter Frank Minder hatte übrigens heute gute Laune und lief den ganzen Abend mit einem Lächeln im Gesicht herum. Der Grund war offensichtlich: Mit 17.300 Besuchern am Eröffnungsabend und 27.500 Besuchern am Freitag steuern die Bremer Sixdays wieder auf ein Ergebnis von über 120.000 Besuchern zu. Gegen alle Schwierigkeiten im Vorfeld der Veranstaltung durch den kurzzeitigen Ausstieg dreier Hauptsponsoren hatte Minder auf die Abstimmung mit den Füßen gesetzt. Seine Pressesprecherin Annette Lemm hatte in den letzten Wochen die Journalisten fast täglich per Email mit Infos und Hintergrundberichten gefüttert und auch die Medienpartner Weser Kurier und Radio Bremen hatten mit großformatigen Anzeigen, Werbespots und Reportagen kräftig die Werbetrommel gerührt. Offenbar mit Erfolg. Von Krise spricht in Bremen momenatn niemand mehr.

16.1.2010 - Léo van Thielen feiert heute seinen 57.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

15.1.2010 - Was macht eigentlich Andy Kappes?

Vor zwei Jahren verabschiedete sich Andreas Kappes beim Bremer Sechstagerennen vom Publikum seiner Heimatstadt. Nach über 20 Jahren war es für ihn nicht ganz einfach, in ein Leben nach dem Sport hineinzufinden. In einem Fernsehbericht von Radio Bremen schildert Andy, wie es ihm in den letzten zwei Jahren ergangen ist. Am Sonntag wird Andy als Gast beim Bremer Sechstagerennen erwartet.

Kojen-Geflüster vom ersten Abend in Bremen

Die Sturzserie in Rotterdam war am ersten Abend unter den Fahrern noch ein vieldiskutiertes Thema. Mehrfach waren Reifenschäden die Sturzursache, so dass einige Materialfehler vermuteten. Einige der jungen holländischen Fahrer hätten wohl sehr schmale Reifen verwendet, die für Weltcuprennen, aber nicht für eine Dauerbelastung an sechs Abenden geeignet sind. Franco Marvulli berichtete zudem, die Bahn sei ungewöhnlich rutschig gewesen. Die Sieger Danny Stam und Iljo Keisse zahlten ihren Preis für den Triumph. Die Sturzfolgen am linken Bein von Danny Stam sind unübersehbar. Es schillert in allen Regenbogenfarben. Auch Iljo Keisse kam nicht topfit nach Bremen. Er hat sich "einen Wolf gefahren" und hat heftige Sitzbeschwerden. Und Leon van Bon verriet mir seine Taktik, wie er heil um die Runden kam: "Mir war das unheimlich mit den vielen Stürzen. Zweimal hat es direkt hinter mir geknallt. Ich bin dann so oft es ging vorn im Feld gefahren, damit mir nichts passiert. Deshalb bin ich total platt."
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TV-Moderatorin Barbara Schöneberger hatte spontan zugesagt, als sie gefragt wurde, ob sie den Startschuß beim Bremer Sechstagerennen abgeben wolle. "Ich konnte mir das nicht vorstellen, dass es Männer gibt, die freiwillig sechs Tage lang im Kreis rumfahren", verriet sie den Journalisten bei einer Pressekonferenz am Nachmittag, "und da hab ich mir gesagt, du musst da hin und dir das anschauen. Warum machen die das? Bringt denen das Spaß? Mir hat Sport noch nie Spaß gemacht. Mir tut immer alles weh..."
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Wegen der ungewöhnlichen Schneefälle in diesem Winter verlief die Vorbereitung für die meisten Fahrer alles andere als optimal, weil ein Straßentraining kaum möglich war. "Die Fahrer, die in Rotterdam dabei waren, sind eindeutig im Vorteil", erzählte mir Alexander Aeschbach, "wegen der Schneefälle konnte ich kaum auf der Straße trainieren und habe die letzten zwei Wochen überwiegend auf der Rolle zugebracht." Leif Lampater war zwar in Rotterdam dabei, konnte aber in der Woche davor nicht aufs Rad. Er versuchte sich stattdessen im Skilanglauf und hat sich dabei eine Bronchitis eingefangen: "Ich bin das die ganze Woche nicht los geworden. Beim Fahren merk ich das nicht so. Aber in den Pause sitze ich in der Koje und bin ganz schön am Keuchen."
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Christian Grasmann hat eine andere Vorbereitung auf das Rennen in Bremen gewählt: "Ich bin umgezogen. Da war ich wenigstens im Warmen und konnte mich den ganzen Tag austoben: Wände streichen, Kühlschrank schleppen, Schränke aufbauen. Als alles fertig war, tat wirklich jeder Muskel weh und ich konnte mich drei Tage nicht bewegen..." Auch eine Möglichkeit.
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Sebastián Donadío setzt Akzente. Nicht nur auf der Bahn, sondern auch auf seinen Namen. "Bei uns wird jeweils am Wortende betont", klärt er mich auf, "und deshalb gehört auf das A und das I ein Akzent." Wird ab jetzt berücksichtigt...
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Auffällig war die Fahrweise der amtierenen Vizeeuropameister Kolesnikov / Chmidt. Sie kamen noch nicht mit der engen Bremer Bahn zurecht und fuhren in der Jagd recht steif um die engen Kurven. Oder wie es Marcel Barth diplomatisch ausdrückte: "Die beiden Russen hatten eine recht individuelle Interpretation der Ideallinie."
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Dass auch beim Bremer Sechstagerennen trotz der erwarteten 120 000 Zuschauer gespart werden muss, wird bei den Siegerehrungen offensichtlich. Früher erhielten die Sieger stets einen üppigen Blumenstrauß. In diesem Jahr gibt es nur eine Rose mit ein wenig Grünzeug drumrum. Böse Zungen behaupteten gar, Veranstalter Frank Minder würde die Blumen in den Fahrerkojen wieder einsammeln. Ich bin der Sache nachgegangen und kann dies dementieren…


15.1.2010 - Lampater / Grasmann führen nach der ersten Nacht in Bremen

Die Bremer Bahn ist mit 166 m nicht nur die kürzeste Bahn im Sechstagezirkus, sondern auch die mit den engsten und steilsten Kurven. Entsprechend hoch sind die Fliehkräfte, die auf die Fahrer einwirken. Deshalb lassen es die Fahrer am ersten Abend traditionell etwas ruhiger angehen, um sich auf die ungewöhnlichen Wettkampfbedingungen einzustellen.
In diesem Jahr sind zudem sieben Bremen-Debütanten im Feld der zwölf Zweierteams. Sebastián Donadío (Argentinien), Jens-Erik Madsen (Dänemark), Martin Blaha, Jiri Hochmann, Vojtech Hacecky (alle Tschechien) und die beiden Russen Sergej Kolesnikov und Alexej Chmidt kannten die Besonderheiten der Bremer Bahn bislang nur vom Hörensagen.
Vielen Fahrern war es deshalb wohl sehr recht, dass nicht vom Start weg "volle Pulle" gefahren wurde. Und dennoch: Nachdem die TV-Moderatorinnen Barbara Schöneberger und Sonya Kraus die 24 Fahrer auf die Reise geschickt hatten, zeigten die favorisierten Teams gleich im zweiten Wettbewerbs des Abends, der mit Punkten hoch dotierten Mannschaftsausscheidung, wer Chef im Ring ist und machten das Finale unter sich aus. Einmütig gelten Bruno Risi / Franco Marvulli als große Favoriten auf den Gesamtsieg. Robert Bartko / Iljo Keisse - die nach Keisses "Dopingpause" erstmals wieder ein Sechstagerennen zusammen fahren - werden als größte Widersacher gehandelt. Die holländischen Oldies Danny Stam / Leon van Bon und die Vereinsmannschaft des RSV Irschenberg mit Leif Lampater / Christian Grasmann gehören zu den weiteren Favoriten auf die Podiumsplätze. Und genau in dieser Reihenfolge wurden die Punkte der Mannschaftsausscheidung verteilt.
Das nachfolgende Rundenrekordfahren wurde wie zumeist in den letzten drei Jahren eine leichte Beute für Erik Mohs. Er blieb als einziger unter 9 Sekunden, doch seine Zeit von 8,785 Sek. für die 166 Meter wird an den nächsten Abenden bestimmt noch unterboten. Wenn auch vielleicht nur von ihm selbst. Leif Lampater, Iljo Keisse und Tristan Marquet auf den nächsten Plätzen lagen deutlich zurück. Franco Marvulli verpasste eine Spitzenzeit durch eine verpatzte Ablösung.
Am Eröffnungsabend wurde nur eine Jagd über 45 Minuten gefahren. In den ersten fünf Minuten passierte gar nichts, dann eröffnete Christian Grasmann die Rundenjagd mit einer Attacke. Die kurze Bahn lädt zu einer Vielzahl von Rundengewinnen ein. Diesmal waren es insgesamt 47 - für Bremer Verhältnisse eine bescheidene Anzahl. Lampater / Grasmann fuhren die Jagd sehr offensiv. Sie klebten konsequent am Hinterrad von Risi und Marvulli und attackierten auf Ansage, wenn die beiden Schweizer aus der Führung gingen. Zudem zeigten Risi / Marvulli ungewohnte Abstimmungsschwierigkeiten. Zunächst wurde auf einer Flucht fast eine Ablösung verpasst, so dass sie das Tempo herausnehmen mussten, später haben sie zwei Mal ungeschickt attackiert und wurden vom Feld wieder eingeholt. So etwas kostet Körner.
In der ersten Rennhälfte machte der Argentinier Sebastián Donadío positiv auf sich aufmerksam. Ein um andere Mal attackierte er und scheuchte seinen jungen Partner Vojtech Hacecky in die Jagd. Lange Zeit hielten sich die beiden in der Nullrunde. Doch zum Rennende ging dem jungen Tschechen - der in Bremen erst sein drittes Sechstagerennen fährt und zudem mit 22 Jahren der jüngste Teilnehmer ist - die Puste aus und er fuhr die letzten Runden mit sichtbar angespanntem Gesicht am Ende des Feldes.
Fünf Minuten vor Ende der Jagd hatten Lampater / Grasmann das richtige Gespür für den richtigen Moment und attackierten, als sich die Kontrahenten gerade auf eine Pause geeinigt hatten. Der vermutlich schnellste Rundengewinn des Abends brachte dem Team Bayern mit geringem Aufwand die alleinige Führung. Lediglich van Bon / Stam vermochten noch zu kontern und ebenfalls in die Nullrunde zu fahren. Im Finale um den Sieg in der Jagd und die Führung in der Gesamtwertung fuhren Leif Lampater und Leon van Bon die letzten beiden Runden Schulter an Schulter. Lampater hatte schließlich die Nase vorn und siegte mit einer halben Vorderradlänge. Risi / Marvulli und Bartko / Keisse folgten mit einer Runde Rückstand. Alle anderen Teams hatten sich mindestens zwei Runden eingefangen.
Damit war die wichtigste Entscheidung des Abends gefallen. Doch weitere Wettbewerbe standen noch auf dem Programm. Im 500 m Zeitfahren hatten Lampater / Grasmann früh eine Bestzeit vorgelegt, die lange Bestand hatte und erst vom letzten Team unterboten wurde. Franco Marvulli hämmerte eine Zeit von 28,439 Sek. auf die Bahn und freute sich bei der Siegerehrung wie ein Schneekönig. Bekanntermaßen sind dem Züricher Siege in den langen Zeitfahren besonders wichtig. Seine Freude konnte Franco sogar noch toppen, indem er sich im anschließenden Derny-Wettbewerb wiederum Blume und Ehrenrunde sicherte.
Als Lampater / Grasmann als Gesamtführende nach der ersten Nacht geehrt wurden, waren die meisten Fahrer schon auf ihren Zimmern. Für die Zuschauer war die Nacht aber noch lange nicht zu Ende. Wie in jedem Jahr seit über 20 Jahren kamen Klaus & Klaus auf die Bühne und sangen von der Nordseeküste, dem Pferd auf dem Flur und natürlich auch die Werder Bremen-Hymne. Sie singen in jedem Jahr dieselben Lieder, die Halle ist so voll wie den ganzen Abend nicht und alle singen mit, schunkeln und recken die Feuerzeuge in die Höhe. Ich weiß, wer das nicht erlebt hat, glaubt es nicht. Aber es ist so. Und wenn auf der Bahn das Licht ausgemacht wird, geht die Party in den vier Nebenhallen noch weiter bis morgens um vier. Bremen ist eben in vielfacher Hinsicht ein ungewöhnliches Sechstagerennen…

14.1.2010 - Endgültiges Aus für die Sixdays in München

Seit langen wurde es vermutet, jetzt ist es offiziell. Das 45. Münchner Sechstagerennen im November war das letzte. Die Zuschauerzahlen waren in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Die letzte Veranstaltung hatte dem Veranstalter ein Minus von 300 000 Euro eingebrockt. Nun warf er das Handtuch. Ein neuer Veranstalter ist nicht in Sicht und die Olympiapark GmbH hat kein Interesse, das Rennen in Eigenregie weiterzuführen, zumal stattdessen mit Konzerten sicheres Geld zu verdienen ist. Der langjährige Rennleiter Sigi Renz will nun versuchen, eine kleinere Halle und neue Sponsoren zu finden.

14.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Gerben Karstens und Luigi Zuccotti werden 68 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

13.1.2010 - Keisse / Stam setzten sich in Rotterdam durch

Iljo Keisse und Danny Stam konnten am Finalabend ihre Führung gegen alle Angriffe der Konkurrenten verteidigen und siegten mit 11 Punkten Vorsprung vor Bruno Risi / Franco Marvulli.

Mit einer Runde Rückstand konnten sich die sturzgeschwächten Dänen
Alex Rasmussen / Michael Mørkøv noch aufs Podium retten. Knapp dahinter landeten Leif Lampater / Leon van Bon und Peter Schep / Theo Bos auf den Plätzen vier und fünf.
Mit diesem Triumph konnte sich Danny Stam zum vierten Mal in die Siegerliste von Rotterdam eintragen. Für Keisse war es der zweite Sieg in Rotterdam und der erste nach seiner Doping-Pause. Bruno Risi hingegen landete bei seiner sechsten Teilnahme zum vierten Mal auf dem zweiten Platz. Damit bleibt Rotterdam das einzige namhafte Sechstagerennen, dass Bruno Risi nie gewinnen konnte. - Das Endergebnis von Rotterdam

13.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Hans Kaune wird 89, Jos Pronk wird 27 und Alexandr Pliuschin wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

12.1.2010 - Umstellungen im Fahrerfeld von Bremen

Die Sturzserie in Rotterdam bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Fahrerfeld in Bremen. Jeff Vermeulen, der in Rotterdam bereits am ersten Abend stürzte und sich eine schwere Rippenprellung zuzog, wird in Bremen definitiv nicht starten können. Auch Danny Stam klagt über ähnliche Beschwerden. Er will in Bremen allerdings dabei sein. Ob er dann voll belastbar sein wird, ist momentan nicht absehbar.
Der Sportliche Leiter Patrick Sercu hat daraufhin einige Veränderungen im Fahrerfeld vorgenommen. Robert Bartko soll nun mit Iljo Keisse zusammen starten. Für Bartko ist Keisse nun schon der dritte Partner-in-spe für den Rundenwirbel in Bremen. Ursprünglich wollte er mit Danilo Hondo fahren, was auch eine Option für das nachfolgende Rennen in Berlin hätte sein können. Doch Hondos Straßenteam Lampre veränderte kurzfristig die Terminplanung für die Saisonvorbereitung, so dass Hondo die Sixdays absagen musste. Dann sollte mit Jeff Vermeulen ein endschneller Mann die Sprintpunkte für den Ausdauerspezialisten Bartko einfahren. "In Rotterdam aneinander gewöhnen und in Bremen um den Sieg fahren" war die Strategie. Der Sturz von Vermeulen machte einen Strich durch diese Rechnung. Keisse ist für Bartko aber keineswegs die dritte Wahl. Denn nun kommt ein Team erstmals wieder zusammen, dass bis zum Dopingbefund von Keisse im Dezember 2008 drei Winter lang als festes Duo unterwegs war und gemeinsam sieben Siege in fünfzehn Rennen einfahren konnte.
Danny Stam wird nun mit Leon van Bon statt mit Keisse starten. Diese Paarung nimmt Danny den Druck, um das Podium fahren zu müssen. Wahrscheinlicher ist ein Ergebnis zwischen Platz vier und sechs. Andreas Beikirch wird nun mit Andreas Müller statt mit van Bon ein Team bilden, was seine Chance auf einen guten Abschied bei seinem 15. und letzten Start in Bremen keineswegs schmälert. Auch hier die Prognose: Platz vier bis sechs. Sebastian Siedler wird nun mit Christian Bach statt mit Müller in einer Mannschaft sein. Beide sind in Zürich (allerdings mit anderen Partnern) ein starkes Rennen gefahren, so dass auch von diesem Team eine Platzierung zwischen vier und sechs zu erwarten ist. Letzter in der Kette der Verschiebungen ist Sebastian Donadio, der statt mit Bach nun mit dem neuverpflichteten Tschechen Vojtech Hacecky das gleiche Trikot tragen wird. Für Hacecky ist es erst das dritte Sechstagerennen. Er kommt zum Lernen nach Bremen. Donadio wird´s egal sein. Seine bisherigen Saisonplatzierungen lassen vermuten, dass der Argentinier momentan seiner Form der vergangenen Jahre hinterher fährt. Dennoch ist seine erstmalige Einladung nach Bremen schon jetzt ein Gewinn. Das Publikum kann sich auf einen der letzten Show-Man im Sattel freuen. Der 38jährige Rechtsanwalt beherrscht nicht nur sein Rennrad, sondern kann mit Mikrophon und Gitarre ebenso exzellent umgehen.

12.1.2010 - Am fünften und vorletzten Abend des Sechstagerennens in Rotterdam rückten die Favoriten auf den Gesamtsieg noch enger zusammen. Keisse / Stam punkteten fleissig und konnten den Kontrahenten in der ersten Jagd eine Runde abnehmen, so dass sie jetzt knapp in Führung liegen. Nur zwei Punkte zurück folgen Risi / Marvulli auf Platz zwei. Mit einer Runde Rückstand aber nur sieben Punkten weniger als die Führenden haben die momentan Drittplatzierten Lampater / van Bon plötzlich wieder gute Chancen, noch ganz nach vorn zu fahren. Abgerutscht auf Platz vier sind Rasmussen / Mørkøv. Nach seinem schweren Sturz und der Neutralisation am vierten Wettkampftag konnte Michael Mørkøv zwar ins Renngeschehen zurückkehren, doch die Blessuren zeigten Wirkung. Das dänische Duo musste sich für die Jagden schonen und hat in den Einzelwettbewerben nur wenige Punkte sammeln können. Die Fünftplatzierten Schep / Bos stehen kurz vor ihrer zweiten Bonusrunde und können auch noch in den Kampf um das Podium eingreifen.
Glücklicherweise verlief der fünfte Abend in Rotterdam ohne weitere Stürze - allerdings nur bei den Profis. Das UIV-Nachwuchsrennen fand ein kurioses vorzeitiges Ende. Einer der Fahrer musste sich in voller Fahrt übergeben und löste damit einen Massensturz aus. Die Bahn musste erst einmal gründlich gereinigt werden, so dass eine Fortsetzung des Rennes unmöglich war.

12.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Michel Coulon wird 63, Vincent Lavenu wird 54, Theodor Czerny wird 53 und Guido Bontempi wird 60 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.1.2010 - Vor 85 Jahren wurde Emile Carrara geboren

Milo Carrara wurde am 11.1.1925 - heute vor 85 Jahren - in Argenteuil vor den Toren von Paris geboren. Sein erstes Sechstagerennen fuhr er 1947 in Paris. Zunächst sah es nicht nach einer erfolgreichen Karriere aus, denn bei seinen ersten fünf Sechstagerennen musste er vorzeitig aufgeben. Doch dann platzte der Knoten. 1949 gewann er die Sixjours in Saint Etienne.
Von 61 Sechstagerennen konnte "Milo" zehn gewinnen - darunter viel Mal in Berlin - und wurde dadurch zum bis heute erfolgreichsten französischen Sechstagefahrer.
Sein Sohn Pascal Carrara wurde ebenfalls Radsportprofi und war in den 80er und 90er Jahren ein eifriger Sechstagefahrer, konnte aber nicht an die Erfolge des Vaters anknüpfen. Emile Carrara starb am 15.5.1992 in Kopenhagen. Er wurde 67 Jahre alt.

11.1.2010 - Am Sonntag nachmittag, dem vierten Wettkampftag des Sechstagerennens in Rotterdam, konnten Risi / Marvulli ihre Führung weiter ausbauen. Sie liegen jetzt allein in der Nullrunde. Auf Platz zwei werden noch Alex Rasmussen / Michael Mørkøv geführt, obwohl Mørkøv aufgrund der Sturzfolgen vom Vorabend pausierte und durch Robert Bartko ersetzt wurde. Als Dritte haben Iljo Keisse / Danny Stam ebenfalls eine Runde Rückstand.
Auch der Sonntag verlief nicht ohne Sturz. Im Derny-Rennen kamen Michael Vingerling und Jens Mouris zu Fall. Auch Mouris musste vorläufig neutralisiert werden.

11.1.2010 - Werner Betz feiert heute seinen 57.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

10.1.2010 - Sturzserie in Rotterdam

Das Sechstagerennen in Rotterdam steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Eine Serie von Stürzen brachte den Programmablauf mehrfach durcheinander. Am ersten Abend stürzte Jeff Vermeulen in der Jagd, wurde vorübergehend neutralisiert, kehrte gestern mit Rippenprellungen als Teilzeitfahrer zu einigen Wettbewerben zurück, musste aber inzwischen aufgeben. Sein Partner Robert Bartko fährt seitdem die Jagden mit wechselnden Partnern, da auch weitere Fahrer nach Stürzen vorübergehend pausierten.
Am zweiten Abend erwischte es Peter Schep im Dernyrennen. In der zweiten Jagd kam es gar zu einem Massensturz. Iljo Keisse, Danny Stam, Marc Hester und Ismaël Kip waren betroffen. Rennleiter Patrick Sercu brach daraufhin die Jagd ab.
Am dritten Abend mussten Theo Bos und die Führenden im Klassement Alex Rasmussen und Michael Mørkøv in der ersten Jagd auf die Bretter. Mørkøv erwischte es am schlimmsten. Er verlor kurz das Bewußtsein und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde eine Gehirnerschütterung festgestellt. Alex Rasmussen setzte den Wettbewerb an der Seite von Robert Bartko fort.
Neue Spitzenreiter sind nun Risi / Marvulli rundengleich vor Rasmussen / Mørkøv und Keisse / Stam. Als Vierte mit einer Runde Rückstand haben Lampater / van Bon noch Chancen aufs Treppchen.

10.1.2010 - Roger Kluge ist momentan mit dem Team Milram im Trainingslager. In einem Interview mit Radsportnews.com äußerte er sich zu seinen Plänen für die Straßensaison.

10.1.2010 - Radsportlegende Ferdinand Kübler - der als erster Schweizer die Tour de France gewinnen konnte - wurde mit einem LifeTime Award ausgezeichnet. Die Laudatio hielt FIFA-Präsident Sepp Blatter. - Quelle: Blick.ch - aktuelles Interview mit Ferdy Kübler

10.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Vic Browne wird 68, Bernard Thevenet wird 62, Hans Neumayer wird 54, Maurizio Bidinost wird 51, Benjamin Baumgartner wird 27 und Jiri Hochmann wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

9.1.2010 - Nach der zweiten Nacht des Sechstagerennens in Rotterdam führen dank einer Bonusrunde weiterhin Rasmussen / Mørkøv. Mit einer Runde Rückstand folgen Risi / Marvulli und Keisse / Stam auf den Plätzen zwei und drei. Drei weitere Teams folgen mit zwei Runden Rückstand.

9.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Willy Jacobs wird 65 und Michael Marcussen wird 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

8.1.2010 - Nach der ersten Nacht des Sechstagerennens in Rotterdam führen die dänischen Weltmeister Rasmussen / Mørkøv souverän mit Rundenvorsprung und der höchsten Punktzahl aller Teams. Fünf Teams folgen mit einer Runde Rückstand. Abgeschlagen auf Platz sieben liegt Robert Bartko, dessen junger Partner Jeff Vermeulen kurz vor Ende der ersten Jagd stürzte und vorübergehend neutralisiert werden musste.

8.1.2010 - Willy de Geest feiert heute seinen 63.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

7.1.2010 - Heute starten die Sixdays in Rotterdam

Mit dem Startschuss von Bernard Hinault startet heute das 28.Rotterdamer Sechstagerennen und damit auch das erste Sechstagrennen des neuen Jahres. Der Sportliche Leiter Patrick Sercu hat ein Starterfeld zusammengestellt, das überwiegend aus holländischen Fahrern besteht. Die Favoriten kommen jedoch aus dem Ausland.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der bisherigen Sechstagerennen und der Siege):
Alex Rasmussen (23/4) / Michael Mørkøv (22/4)
Peter Schep (38/2) / Theo Bos (1)
Iljo Keisse (56/11) / Danny Stam (92/14)
Bruno Risi (184/60) / Franco Marvulli (88/28)
Robert Bartko (55/14) / Jeff Vermeulen (8)
Kenny van Hummel / Andreas Beikirch (119/4)
Kenny De Ketele (27/1) / Pim Ligthart (9/1)
Leif Lampater (42/6) / Leon van Bon (20/1)
Nick Stöpler (3) / Michael Vingerling (3)
Arno Van Der Zwet (3) / Gert-Jan Jonkman (8)
Sebastian Donadio (21/2) / Marc Hester (46)
Jos Pronk (18) / Matthé Pronk (29)
Jens Mouris (17) / Bobby Traksel (10)
Michel Kreder (1) / Raymond Kreder (1)
Roy Pieters (3) / Ismaël Kip (3)
Das Rennen in Rotterdam ist das einzige, dass Bruno Risi noch nie gewinnen konnte. Er wird seine letzte Chance nutzen wollen. Vorjahressieger Danny Stam hingegen will seinen vierten Sieg in Rotterdam. Auch Robert Bartko, Iljo Keisse, Leif Lampater und Peter Schep konnten sich bereits in die Siegerliste von Rotterdam eintragen. Rekordgewinner in Rotterdam ist Danny Clark mit sieben Erfolgen. - zur Homepage des Veranstalters

6.1.2010 - Luke Roberts belegte bei den Australischen Straßenmeisterschaften im Einzelzeitfahren den dritten Platz. Es siegte Cameron Meyer vor John Anderson. - Quelle: Radsport-news.com

6.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Luigi Arienti wird 72, Gerrie van Gerwen wird 57, René Foucachon wird 44, Sven Krauss wird 27 und Matteo Montaguti wird 26 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

5.1.2010 - Starterfeld für die Sixdays in Bremen

Der Sportliche Leiter Patrick Sercu hat heute das Starterfeld für das 46.Bremer Sechstagerennen (14.-19.1.2010) bekanntgegeben. Wie in Bremen üblich wurden 12 Fahrerpaare nominiert, die in diesem Jahr aus neun Nationen stammen.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der bisherigen Sechstagerennen und der Siege):
Bruno Risi (185/60) / Franco Marvulli (89/28)
Iljo Keisse (57/11) / Danny Stam (93/14)
Robert Bartko (56/14) / Jeff Vermeulen (9)
Leif Lampater (43/6) / Christian Grasmann (40)
Jens-Erik Madsen (15) / Marc Hester (47)
Martin Blaha (14) / Jiri Hochmann (8)
Sergej Kolesnikov (-) / Alexej Chmidt (5)
Erik Mohs (16) / Marcel Barth (6)
Alexander Aeschbach (80/7) / Tristan Marguet (7/1)
Andreas Müller (58) / Sebastian Siedler (17)
Andreas Beikirch (120/4) / Leon van Bon (21/1)
Sebastian Donadio (22/2) / Christian Bach (24) - zur Homepage des Veranstalters

5.1.2010 - Radio Bremen TV sendete heute im "Sportblitz" einen Beitrag über Andreas Kappes und sein heutiges Leben zwei Jahre nach Beendigung seiner Radsportkarriere. - hier geht es zum Link

5.1.2010 - Erik Mohs fährt auch in diesem Sommer für das Team Nutrixxion. Er verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr. - Quelle: Radsport-News.de

5.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Gabriel Borra wird 73, Gérard Simonnot wird 57 und Sebastian Donadio wird 38 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

4.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Guido Messina wird 79, Jimmi Madsen wird 41, Frank Høj wird 37, Danilo Hondo wird 36 und Yaroslav Popovych wird 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

3.1.2010 - Vor 75 Jahren wurde Friedhelm Fischerkeller geboren

Friedhelm Fischerkeller war ne echte Kölsche Jong. Am 3.1.1935 - heute vor 75 Jahren - wurde er in der Domstadt geboren. Als Amateur war er 1957 und 1958 Deutscher Straßenmeister und wechselte 24jährig ins Profilager. Im ersten Profijahr wurde er Sechster der Tour de Suisse und Siebter der Weltmeisterschaft. Eine große Karriere schien vor ihm zu liegen, als er 1961 den Giro und die Tour bestritt und die Deutschland-Tour (vor Hannes Junkermann) gewinnen konnte. Doch an diesen größten Erfolg seiner Karriere konnte er in den Folgejahren nicht mehr anknüpfen. Schon 1963 beendete er seine Profilaufbahn. Vielleicht lag es daran, dass er es nicht geschafft hatte, bei einem großen Team unterzukommen. In fünf Profijahren fuhr er für 14 verschiedene Rennställe.
In jenen Jahren gehörte es für einen Straßenfahrer dazu, sich im Winter bei den Sixdays die Form für die Frühjahrsrennen zu holen. Friedhelm Fischerkeller bestritt neun Sechstagerennen. Ein sechster Platz in seiner Heimatstadt Köln 1960 zusammen mit Lucien Gillen war dabei seine beste Platzierung. Nach Beendigung seiner Profikarriere liess sich Fischerkeller re-amateurisieren und versuchte, auf der Bahn neue Erfolge zu finden. Ein dritter Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Madison 1964 mit Willy Altig war die letzte Platzierung seiner Karriere.
Friedhelm Fischerkeller starb am 28.1.2008 in seiner Heimatstadt Köln. Er wurde 73 Jahre alt.

3.1.2010 - Vor 30 Jahren starb Lucien Buysse

Schon öfters war an dieser Stelle von der belgischen Radsportfamilie Buysse zu lesen, die zwischen den Weltkriegen die einheimische Radsportszene dominierte und auch vielen Sechstagerennen den Stempel aufdrückte. Heute erinnern wir an Lucien Buysse, den jüngeren Bruder von Marcel Buysse. Die Familie stammt aus dem kleinen Dorf Wontergem, heute zur Samtgemeinde Deinze gehörig, etwa 30 km westlich von Gent im Landesteil Ostflandern gelegen. Hier wurde Lucien Buysse am 11.9.1892 geboren. "Den Kleinen" Buysse wurde als 20jähriger Profi und stand zunächst im Schatten seines älteren Bruders. Doch nach dem 1.Weltkrieg stellten sich auch bei ihm die Erfolge ein. An die Sprint-Qualitäten seines Bruders Marcel kam Lucien nicht heran, aber er fand seine Stärken am Berg. Die Tour de France absolvierte er acht Mal. Nach einem dritten Platz 1924 und einem zweiten Platz 1925 gelang ihm 1926 der Sieg bei der mit 5745 km längsten Schleife aller Zeiten. In jenen Jahren waren Etappen wie die von Metz nach Dünkirchen über 433 km keine Seltenheit. Nach einer Gesamtfahrzeit von 238 Stunden hatte Buysse einen Vorsprung von 1 Stunde und 22 Minuten auf den Franzosen Nicolas Frantz, der die Tour dann in den beiden folgenden Jahren dominierte. Von 126 Startern kamen nur 41 ins Ziel. Der letzte des Klassements hatte einen Rückstand von 26 Stunden, saß als mehr als einen Tag länger im Sattel als der Sieger.
Bei Sechstagerennen fühlte sich Lucien Buysse weniger zu Hause als sein Bruder Marcel oder sein Neffe Albert Buysse. Lucien startete bei 11 Sixdays, hauptsächlich in Belgien, und konnte das Rennen in Gent 1923 zusammen mit Victor Standaert gewinnen.
Lucien Buysse starb am 3.1.1980 - heute vor 30 Jahren - in seinem Heimatort Deinze. Er wurde 87 Jahre alt. In seinem Heimatort erinnert heute ein Denkmal an den Sieger der Tour de France von 1926.

3.1.2010 - Herman Stevens feiert heute seinen 65.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

2.1.2010 - Vor 50 Jahren starb Fausto Coppi

Am 50. Todestag der italienischen Radsportlegende Fausto Coppi haben in seiner Geburtsstadt Castellania über tausend Fans teilgenommen, darunter auch viele ehemalige Radsportler wie Ex-Weltmeister Francesco Moser.

"Il Campionissimo", wie Coppi in Italien genannt wurde, kam am 15.9.1919 in Castellania zur Welt. Seinen ersten großen Erfolg feierte er 1940, als er im Alter von 21 Jahren erstmals den Giro d'Italia gewinnen konnte. 1942 verbesserte er den Stundenweltrekord auf 45,871 km. Durch den zweiten Weltkrieg schien seine Karriere beendet, doch ab 1946 schaffte Coppi jene Erfolge, die ihn zur Legende machten: 5x Sieger des Giro d´Italia (1940/1947/1949/1952/1953), 2x Sieger der Tour de France 1949+1952 und Weltmeister 1953 im Strassenrennen.
Coppi war wohl der kompletteste Radprofi seiner Jahre. Dank seiner Kletterkünste und seiner Zeitfahrqualitäten triumphierte er bei den großen Rundfahrten. Er siegte aber auch bei Eintagesrennen wie Mailand-San Remo. Und auch auf der Bahn war Fausto Coppi erfolgreich: Er wurde 2x Weltmeister in der Einzelverfolgung (1947+1949). Nur im Winter machte er Pause. Nur fünf Sechstagerennen sahen ihn am Start. Einmal, zusammen mit Argentiniens Radsportlegende Jorge Batiz in Buenos Aires 1958 konnte er gewinnen.
Um seinen frühen Tod im Alter von 40 Jahren ranken sich nach wie vor viele Gerüchte. Fausto Coppi war im Dezember 1959 auf einer Safari in Burkina Faso gewesen und starb wenige Tage nach seiner Rückkehr in Italien an Malaria. War er vergiftet worden? Wurde er Opfer einer Eifersuchtsintrige? Bis heute liefert das Leben und die Karriere von Fausto Coppi viel Stoff für die italienischen Boulavard-Blätter. - Quelle: Laola.at

2.1.2010 - Nicky Cocquyt wurde in Gent Belgischer Meister im Omnium. Zweiter wurde Ingmar De Poortere vor Moreno De Pauw und Steve Schets. Titelverteidiger Tim Mertens landete auf dem fünften Platz. - Quelle: Sporza.be

2.1.2010 - Heute feiern Geburtstag: Leijn Loevesijn wird 61, Ottavio Dazzan und Stefano Giuliani werden 52, Acacio da Silva wird 49 und Roger Beuchat wird 38 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

30.12.2009 - Alex Rasmussen / Michael Mørkøv holten sich in Kopenhagen überlegen den dänischen Meistertitel im Madison. Mit zwei Runden Rückstand folgten Sebastian Lander / Michael Færk Christensen auf Platz zwei vor Jesper Mørkøv / Marc Hester, Christian Ranneries / Philip Nielsen und Michael Berling / Michael S. Larsen. - Quelle: Cyclingworld.dk

30.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Eddy Reyniers wird 63, und Stan Tourne wird 54 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

30.12.2009 - feiert heute seinen 63.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

28.12.2009 - Hans Ledermann feiert heute seinen 52.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

27.12.2009 - Rolf Wolfshohl feiert heute seinen 71.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

25.12.2009 - Jacques Bellenger feiert heute seinen 82.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

24.12.2009 - Vorschau auf das Bremer Sechstagerennen

Barbara Schöneberger und Sonya Kraus werden am 14.Januar den Startschuss beim 46.Bremer Sechstagerennen abgeben. Damit die Bude voll wird, sponsort der Weser Kurier den Eröffnungsabend und verkauft im Pressehaus (Martinistraße) die Eintrittskarten zum halben Preis.
Als neue sportliche Attraktion wartet auf die Fahrer eine Handicap-Jagd, in die zurückliegende Teams mit Rundenvorsprung geschickt werden. Und die Sixdays-Fans von außerhalb können sich freuen, dass alle Wettbewerbe live im Internet übertragen werden.
Um das Starterfeld macht Veranstalter Frank Minder bislang noch ein Geheimnis und ließ nur durchblicken, dass der Sportliche Leiter Patrick Sercu nach den Rennen von Zürich und Apeldoorn noch einige Veränderungen vorgenommen habe und noch nicht alle Verträge unterschrieben seien. Von Fahrerseite war zu erfahren, dass Franco Marvulli zusammen mit Bruno Risi endlich seinen ersten Sieg in Bremen schaffen möchte, dass Vorjahressieger Leif Lampater zusammen mit Christian Grasmann seinen Titel verteidigt, dass Danilo Hondo zum ersten Mal in Bremen an den Start geht und dass Andreas Beikirch und Christian Lademann sich vom Bremer Publikum verabschieden werden. Auch Iljo Keisse, Cees Stam und Andreas Müller werden dabei sein. Alex Rasmussen, Michael Mørkøv und Roger Kluge hingegen fehlen auch in diesem Jahr. Das komplette Starterfeld wird am 5.Januar bekannt gegeben. - zur Homepage des Veranstalters

24.12.2009 - Seit 1925 wurde in der Dortmunder Westfalenhalle der Weihnachtspreis für Steher ausgetragen - lediglich unterbrochen durch die Kriegjahre. Doch in diesem Jahr wurde er wegen fehlender Sponsoren abgesagt. Ein Abschied für immer? Andreas Beikirch erinnert sich in der WAZ an seine Weihnachtsfeste hinter knatternden Motoren.

24.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Marcel Logerot wird 81, Kim-Gunnar Svendsen wird 54, Daniel Pandelé wird 48, Michel Cornelisse wird 44 und Jamie Kelly wird 42 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Victor Pernac wird 88, Jan Breur wird 58, Jens Heppner wird 45, Andreas Kappes wird 44 und Robert Bartko wird 34 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.12.2009 - Bartko / van Bon / Ligthart die ersten Sieger von Apeldoorn

Das Sechstagerennen in Apeldoorn sah zu Beginn der Finaljagd drei Teams an der Spitze nach Punkten fast gleichauf. Allerdings hatten Robert Bartko / Leon van Bon / Pim Ligthart als Dritte mit einer Runde Rückstand die schlechtesten Karten. Doch als dieses Trio zu Beginn der Jagd dem Feld eine Runde abnehmen konnte, waren sie plötzlich an der Spitze und konnten alle Angriffe der Konkurrenz abwehren.

Drei Teams lagen nach dem Schlussspurt in einer Runde.
Peter Schep / Danny Stam / Tim Veldt lagen als Zweite nur fünf Punkte zurück und Iljo Keisse / Marcel Barth / Jens Mouris waren als Dritte auch nur weitere elf Punkte dahinter.
Hart umkämpft war auch der vierte Platz. Hier setzte sich das junge holländische Team Gert-Jan Jonkman / Nick Stöpler / Michel Vingerling dank einer zusätzlichen Bonusrunde sicher durch. Die stärker eingeschätzten Marc Hester / Jos Pronk / Matthé Pronk - als Vierte gestartet - wurden von Tag zu Tag schwächer, verloren im Finale noch einmal vier Plätze und landeten auf Platz elf.
Für Leon van Bon und Pim Ligthart war es der erste Sechstagesieg. Insbesondere der 37jährige van Bon, der nach einer langen und erfolgreichen Karriere auf der Straße erst im dritten Winter Sechstagerennen fährt, wurde in seiner Heimatstadt Apeldoorn besonders gefeiert. Robert Bartko bekam ganz oben auf dem Podium doppelte Glückwünsche: Er feierte mit diesem Sieg in seinen 34.Geburtstag hinein. - Das Endergebnis von Apeldoorn

22.12.2009 - Nach dem fünften Tag von Apeldoorn haben die Holländer Schep / Stam / Veldt dank einer Bonusrunde erstmals die Führung übernommen. Zweite sind jetzt - nur drei Punkte zurück - Keisse / Barth / Mouris. Die bislang Führenden Bartko / van Bon / Ligthart schwächelten, büssten eine Runde und ihren Punktevorsprung ein und rutschten auf den dritten Platz.

22.12.2009 - Der Australier Allan Davis wechselt vom Team Quick Step zu Astana. Der 29jährige Sprintspezialist hatte im Januar die Tour Down Under gewonnen, blieb dann aber den Rest des Jahres ohne Sieg. Auch beim Giro und bei der Vuelta blieb er ohne Etappenerfolg. Davis war bereits 2006 kurzzeitig bei Astana unter Vertag. - Quelle: Wielernews.nl

22.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Max Charroin wird 85, Jacques Bossis wird 57, Scott McGrory wird 40, Jean-Michel Tessier wird 32 und Leif Lampater wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.12.2009 - Vor 111 Jahren wurde Jules Verschelden geboren

Jules Verschelden wurde am 21.12.1898 im belgischen Nazareth geboren, einem kleinen Dorf südwestlich von Gent. Jules Verschelden ist vermutlich selbst in seiner belgischen Heimat nur Sechstage-Historikern bekannt. Seine Karriere als Radprofi hat nur wenige Spuren hinterlassen. Er hat keine Meisterschaften gewonnen, er hatte keinerlei Erfolge bei Straßenrennen. Bleibt nur der Blick auf seine 12 Sechstagerennen, die er zwischen 1924 und 1931 absolvierte. Sechs Mal stand er auf dem Treppchen, zumeist mit seinem Standardpartner Alois Persijn. In Gent 1924 und in Berlin 1925 konnten sich die beiden Belgier in die Siegerliste eintragen und dadurch wurde der Name von Jules Verschelden unsterblich - jedenfalls für Sechstage-Historiker.
Jules Verschelden starb am 21.3.1978 in Deinze, dem Nachbardorf von Nazareth. Er wurde 79 Jahre alt.

21.12.2009 - Glenn O'Shea und Cameron Meyer holten sich in Melbourne den Australischen Meistertitel im Madison vor James Langedyk / Sean Finning und Myron Simpson / Aaron Gate. Jack Bobridge / Graeme Brown wurden Sechste. - Quelle: Cyclingnews.com

21.12.2009 - Bei den dänischen Bahnmeisterschaften in Kopenhagen gewann Rasmus Quaade vor Jens-Erik Madsen den Titel in der Einzelverfolgung. Im Scratch gewann Daniel Kreutzfeldt vor Christian Ranneries. Das 1000m Zeitfahren entschied Jens-Erik Madsen vor Philip Nielsen für sich. Im Punktefahren siegte Daniel Kreutzfeldt vor Christian Ranneries und Michael Berling. - Quelle: Cyclingworld.dk

21.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Ian Chapman wird 70, Jean-Christophe Bloy wird 40, Fernando Antogna wird 33 und Iljo Keisse wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.12.2009 - Endlich: Risi / Marvulli siegen in Zürich

Der Hallensprecher hat es förmlich herbeigeschrien: In der Schweiz will man Schweizer siegen sehen! Bruno Risi und Franco Marvulli taten ihm und dem Publikum in der Halle den Gefallen und siegten mit Rundenvorsprung vor Leif Lampater / Christian Grasmann.

Doch vorher hatten Risi und Marvulli mehr Schweiss auf die Bahn tropfen lassen, als ihnen lieb war. Insbesondere Lampater / Grasmann, aber auch die schweizer Konkurrenten
Alexander Aeschbach / Tristan Marguet sorgten an allen sechs Abenden dafür, dass das Abschiedsrennen von Bruno Risi keine Spazierfahrt wurde. Der Final-Sonntagnachmittag begann gut für die beiden Favoriten. Marvulli holte sich im Rundenrekordfahren den Bahnrekord von Marguet zurück, verlor aber im Autosprint gegen den 22jährigen Landsmann. Da jedoch auch Lampater / Grasmann in den Einzelwettbewerben fleissig punkteten, konnten Risi / Marvulli kein Punktepolster ansammeln. Mit knappen 18 Punkten Vorsprung gingen sie in die abschliessende Jagd über 50 Kilometer. Die Deutschen wussten, dass sie Marvulli im Sprint kaum werden schlagen können, und versuchten immer wieder, aus dem Feld auszureissen und den Kontrahenten eine Runde abzunehmen. Schnell zeigte sich, dass Risi nicht seinen besten Tag hatte. Ein ums andere Mal musste Marvulli die Löcher stopfen und den Deutschen hinterherstiefeln. Die Entscheidung fiel 40 Runden vor Schluß: Danilo Hondo / Christian Bach hatten eine Attacke gestartet und Christian Grasmann ging hinterher. Die beiden deutschen Teams hatten schon eine halbe Runde Vorsprung und fast schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch im Feld hielten die Schweizer zusammen. Aeschbach / Marguet spannten sich vor das Feld und sorgten für ein hohes Tempo. Als das Hinterrad der Deutschen wieder auftauchte, spielte Risi seine ganze Routine aus. Er kontrollierte das Tempo im Feld und sorgte dafür, dass die Deutschen nicht zu früh wieder eingeholt wurden. Vorn verpulverten Lampater / Grasmann derweil ihre letzten Kräfte. Grasmann resignierte zuerst, doch Lampater wollte sich mit der Niederlage noch nicht abfinden und attackierte erneut. Doch das Rennen war entschieden. Dass Risi / Marvulli dann noch zu einem Gegenangriff ansetzten und sich drei Runden vor Schluß noch eine Runde holten, hatte nur noch Wert für die Statistiker.
Für Bruno Risi war sein 60ster Sechstagesieg vor allem ein Sieg des Willens und der Taktik. Kräftemäßig war er sichtbar am Ende und im Interview mit sport.ch war kaum eine Freude spürbar, dafür eine große Erleichterung, dass der vorprogrammierte Sieg nicht doch noch in die Rennhose gegangen war. Wesentlich euphorischer zeigte sich Franco Marvulli im Interview. Er verglich den persönlichen Stellenwert eines Sieges in seiner Heimatstadt mit dem einer Weltmeisterschaft und sparte nicht mit Komplimenten für seinen Freund und Landsmann Alexander Aeschbach. Falls die Veranstalter es zuließen, könne er sich gut vorstellen, im nächsten Winter mit dem Aeschbi ein schweizer Team zu bilden. - Das Endergebnis von Zürich

20.12.2009 - Beim Sechstagerennen von Apeldoorn brachte der vierte Tag keine Veränderungen im Klassement. Zwar konnten sich die Zweit- und Drittplatzierten Schep / Stam / Veldt und Keisse / Barth / Mouris über eine Bonusrunde freuen, doch in der zweiten Jagd konnten Bartko / van Bon / Ligthart mit Rundenvorsprung gewinnen und dadurch auch ihre Führungsposition mit der höchsten Punktzahl aller Teams behaupten.
Als Vierte führen Jonkman / Stöpler / Vingerling mit zwei Runden Rückstand ein großes Mittelfeld an, in dem an den beiden verbleibenden Abenden noch viele Positionsveränderungen möglich sind. Lediglich die nordamerikanische Mannschaft Barlevav / De Franceschi / Simes hat sich mit nunmehr 16 Runden Rückstand den letzten Platz bereits vorzeitig gesichert.

20.12.2009 - Auch im fernen Bremen konnte man das Sechstagerennen von Zürich optimal verfolgen. Zum einen gab es eine Live-Übertragung im Internet bei "20 Minuten online", zum anderen berichtete auch sport.ch ausführlich über das einzige Sechstagerennen in der Schweiz. Franco Marvulli schrieb in einem täglichen Blog über das Rennen aus seiner Sicht. (Vorbericht - 1.Tag - 2.Tag - 3.Tag - 4.Tag - 5.Tag - 6.Tag). Außerdem gab es noch jede Menge kurze Videos mit Interviews mit Max Hürzeler, mit Alexander Aeschbach, mit Bruno Risi, mit Franco Marvulli, mit Leif Lampater und Christian Grasmann, mit Tristan Marguet und mit Danilo Hondo.

20.12.2009 - In der dritten Nacht von Apeldoorn sammelten Bartko / van Bon / Ligthart fleissig Punkte und haben als erstes Team die 200-Punkte-Marke erreicht. Durch die dadurch erzielte Bonusrunde rutschten sie in die Nullrunde und übernahmen die Führung vor den Holländern Schep / Stam / Veldt. Auch die bislang führenden Keisse / Barth / Mouris liegen noch in der Nullrunde, hatten aber gestern in den Einzelwettbewerben einen Durchhänger. Deutlich besser lief es bei Jonkman / Stöpler / Vingerling, die auf Platz vier vorfahren konnten.

20.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Rik van Looy wird 76, Daniel Rebillard wird 61, Arno Küttel wird 46, Patrick van Roosbroeck wird 40, Alexander Fedenko wird 39, Carlos Da Cruz wird 35 und Michael Rogers wird 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.12.2009 - Kurioses Steherrennen in Zürich

Steherrennen sind in der Schweiz von jeher sehr populär und Schweizer Radsportler waren in dieser Disziplin schon immer sehr erfolgreich: Auch der Sportliche Leiter des Züricher Sechstagerennen, Max Hürzeler, war 1987 Weltmeister in dieser Disziplin, worauf der Hallensprecher bei jeder passenden Gelegenheit hinweist.
Traditionell wird beim Züricher Sechstagerennen auch eine Sixdays-Wertung für Steher ausgetragen. Zweimal am Abend - jeweils nach den Jagden - knattern die Spezialisten hinter den dicken Motoren über die 200m-Bahn. Dank der Live-Übertragung bei "20 Minuten online" können wir auch im fernen Bremen die spektakulären Rennen in Zürich verfolgen, fachkundig kommentiert von Kurt Betschart.
Gestern abend fand das erste Steherrennen ein kurioses Finale: Kurz vor Schluss lagen die drei führenden Fahrer Peter Jörg, Giuseppe Atzeni und Mario Birrer übereinander in der Bahn. Mehrere Runden lang rasten die drei Schweizer nebeneinander durch das Oval, ohne dass einer der Drei auch nur einen Millimeter Vorsprung herausfahren konnte. Doch ihre Schrittmacher hatten offenbar das Tempo überzogen, denn plötzlich verloren alle drei fast gleichzeitig die Rolle. Lachender Vierter war Bruno Menzi, der verdutzt an den Konkurrenten vorbeizog und dadurch seinen ersten Stehersieg feiern konnte.
Die Jagden des gestrigen Abends wurden von Zweikampf der beiden führenden Teams dominiert. Lampater / Grasmann attackierten mehrfach, doch Risi / Marvulli konnten jeweils kontern. Obwohl die Schweizer zwei Ablösungen verpassten, waren sie im richtigen Moment hellwach und konnten beide Jagden für sich entscheiden. Dank ihrer zweiten Bonusrunde liegen sie nach der vierten Nacht mit einer Runde Vorsprung in Führung vor den beiden Deutschen, die allerdings kurz vor ihrer zweiten Bonusrunde stehen und heute abend in die Nullrunde aufschliessen werden. Im Schatten des Führungsduos wahrten Aeschbach / Marguet ihre Chancen. Sie haben momentan zwei Runden Rückstand, stehen aber auch kurz vor ihrer zweiten Bonusrunde. Für Spannung ist also gesorgt.

19.12.2009 - In der zweiten Nacht von Apeldoorn haben Keisse / Barth / Mouris ihre Führung nur knapp behauptet. Die erste Jagd konnten Bartko / van Bon / Ligthart gewinnen und dabei einer der beiden Verlustrunden von gestern wieder wettmachen. Dadurch rückten sie auf Platz drei vor. Die zweite Jagd ging dann an die Zweitplatzierten Schep / Stam / Veldt, die zudem in die Nullrunde aufschlossen und nur noch 16 Punkte hinter den Spitzenreitern liegen. Sehr stark fuhr gestern abend auch das Team Havik / Knaven / Mohs, die sich auf Platz vier vorarbeiteten, aber deutlich weniger Punkte als das Führungstrio auf dem Konto haben. Hingegen haben sowohl Blaha / Hacecky / Hochmann ebenso wie Hester / Jos Pronk / Matthé Pronk an Boden verloren und sind auf die Plätze fünf und sechs abgerutscht. Am Ende des Tableaus hat die junge nordamerikanische Mannschaft Barlevav / De Franceschi / Simes noch keinen einzigen Punkt ergattert und zudem mit sechs Runden Rückstand bereits den Anschluss ans Mittelfeld verpasst.

19.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Jürgen Schneider wird 60, Benny Schepmans wird 56 und Jens Lehmann wird 42 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

18.12.2009 - Überraschungen in Apeldoorn

Großes Durcheinander am ersten Abend beim ersten Sechstagerennen im holländischen Apeldoorn. 39 Fahrer in 13 Dreierteams drängelten sich auf der Bahn, auf der 2011 die Weltmeisterschaften stattfinden werden. Hollands Tour de France-Held Kenny van Hummel gab den Startschuss zu einem Eröffnungsabend voller Überraschungen. Das belgisch-deutsch-holländische Trio Keisse / Barth / Mouris, in dem Marcel Barth kurzfristig für Kenny De Ketele eingesprungen war, kam am besten aus den Startlöchern, gewann beide Jagden vor den Holländern Schep / Stam / Veldt und den Tschechen Blaha / Hacecky / Hochmann und führt nach der ersten Nacht als einzige Mannschaft in der Nullrunde. Überraschend war der starke Auftritt der jungen Tschechen, die den dritten Platz knapp vor Hester / Jos Pronk / Matthé Pronk behaupten konnte. Überraschend war auch der verhaltende Auftakt von Robert Bartko, der zusammen mit Leon van Bon und Pim Ligthart viele Punkte einsammelte, aber auch zwei Verlustrunden hinnehmen musste und momentan nur auf Platz fünf liegt.

18.12.2009 - In der dritten Nacht von Zürich haben sich Risi / Marvulli wieder an die Spitze des Klassements gesetzt. Erst vier Runden vor Schluss der großen Jagd konnten sich die Schweizer die gestern verlorene Runde zurückerobern. Somit führen sie nun zur Halbzeit des Rennens mit 16 Punkten Vorsprung vor Lampater / Grasmann. Mit einer Runde Rückstand haben Aeschbach / Marguet das Podium weiterhin fest im Blick. Auf Platz vier folgen Hondo / Bach, die die kleine Jagd gewinnen konnten und den Rückstand von vier auf drei Runden verkürzten. Als Fünfte haben Müller / Sven Krauss ihren Rückstand von vier Runden halten können, während die Argentinier Perez / Sebastian Donadio zwei weitere Verlustrunden kasierten und auf Platz sieben abrutschten.

18.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Alfredo Esmatges wird 49 und Joseph Huysmans wird 68 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

17.12.2009 - Sechstagerennen in Apeldoorn mit Dreierteams

Wer über Osnabrück nach Amsterdam fährt, kommt an Apeldoorn vorbei. In der nächsten Woche haben Radsportfans einen guten Anlaß, nicht vorbei sondern dahin zu fahren. In Apeldoorn findet zum ersten Mal ein Sechstagerennen statt und die Veranstalter haben sich Ungewöhnliches ausgedacht: Zum einen wird in Apeldoorn in Dreierteams gefahren. Zum anderen werden viele junge Fahrer am Start sein. Elf der 33 Fahrer geben ihr Sixdays-Debut, für elf weitere ist dies ihr zweiter oder dritter Start. Diese Nachwuchsförderung freut vor allem Hollands Bondscoach Robert Slippens, denn der Großteil der Teilnehmer sind Holländer.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der bisherigen Sechstagerennen und der Siege):
Peter Schep (37/2) / Danny Stam (91/14) / Tim Veldt (2)
Robert Bartko (54/13) / Leon van Bon (19) / Pim Ligthart (8)
Patrick Kos (1) / Bouke Kuiper (-) / Sipke Zijlstra (-)
Yoeri Havik (-) / Servais Knaven (4) / Erik Mohs (15)
Dennis Kreder (-) / Michel Kreder (-) / Raymond Kreder (-)
Lucasz Bujko (-) / Dawid Glowacki (-) / Piotr Kasperkiewicz (-)
Gert-Jan Jonkman (7) / Nick Stöpler (2) / Michael Vingerling (2)
Iljo Keisse (55/11) / Marcel Barth (5) / Jens Mouris (16)
Ismaël Kip (2) / Roy Pieters (2) / Arno Van Der Zwet (2)
Melvin Boskamp (-) / Bobby Traksel (9) / Lieuwe Westra (-)
Marc Hester (45) / Jos Pronk (17) / Matthé Pronk (28)
Martin Blaha (13) / Vojtech Hacecky (1) / Jiri Hochmann (7)
Eric Barlevav (1) / Daniele De Franceschi (1) / Jack Simes IV (2)
Die Favoriten sind schnell ausgemacht: Nachdem Kenny De Ketele krankheitsbedingt absagen musste und kurzfristig durch Marcel Barth ersetzt wird, sind die Chancen von Iljo Keiise geschrumpft, den Holländern Schep/Stam/Veldt Paroli bieten zu können. Bartko/van Bon/Ligthart haben nun auch gute Karten, sich im Kampf um die Spitze einzumischen - aber nur, wenn Robert Bartko seine Sturz-Verletzungen vom Münchener Rennen inzwischen vollständig auskuriert hat. Aufgrund ihrer Erfahrung sollten Marc Hester mit den beiden Pronk-Brüdern im vorderen Mittelfeld landen können, auch wenn die drei bei den bisherigen Saisonrennen eine Top-Form noch vermissen liessen. - zur Homepage des Veranstalters

17.12.2009 - Sven Krauss hat den Größten...

Oberschenkelumfang! Die Schweizer - bekannt für ihren unkonventionellen Humor - lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um zwischen den Wettbewerben für Gaudi zu sorgen. Gestern stand das Oberschenkel-Messen auf dem Programm und in dieser Disziplin hatte Sven Krauss mit stolzen 63,2 cm eindeutig die Nase vorn. Aber auch die Nächstplatzierten Christian Grasmann (57,4 cm), Franco Marvulli (56,2 cm) und Leif Lampater (55,8 cm) radeln nicht mit Streichhölzern ums Oval. Muskulöse Radfahrerbeine sind gewiss ein Blickfang für die weiblichen Fans. Und wir wissen endlich, warum die Züricher ihr Hallenstadion nur "Wädli-Tempel" nennen.

17.12.2009 - In Zürich stemmen sich Lampater / Grasmann vehement gegen den vom Veranstalter vorprogrammierten Sieg der Lokalmatadoren Risi / Marvulli. In der zweiten Jagd des zweiten Abends konnten die beiden Deutschen den Konkurrenten eine Runde abnehmen und liegen nun allein in der Nullrunde. Aeschbach / Marguet haben als Drittplatzierte zwei Runden Rückstand, werden aber heute abend die Bonusrunde erreichen, die das Führungsduo heute schon gutgeschriegen bekam. Alle anderen Teams haben bereits mindestens vier Runden Rückstand. Mit schon 14 Runden Rückstand tragen Tauler / Colla dem Feld die rote Laterne hinterher. Der Argentinier Angel Dario Colla, amtierender Vizeweltmeister und Weltcup-Sieger vom vergangenen Wochenende im Scratch, scheint sich auf letzte Plätze bei Sechstagerennen zu abonnieren.

17.12.2009 - Die UCI bestätigte, dass der für Olympia 2012 neu kreierte Omnium-Wettbewerb aus sechs Einzeldiziplinen bestehen soll: aus einem Zeitfahren über 250 Meter mit fliegendem Start, einem Punktefahren über 30 Kilometer, einer Einzelverfolgung über vier Kilometer, einem Scratch-Rennen über 15 Kilometer, einem Zeitfahren über 1000 Meter sowie als Finale einem Ausscheidungsfahren mit den bestplazierten 24 Athleten. - Quelle: Rad-net

17.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Nico Been wird 64, Moreno Argentin wird 49 und Thomas Armstrong wird 43 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

16.12.2009 - Nach der ersten Nacht des Züricher Sechstagerennens ist bereits die erste Vorentscheidung gefallen. Nur Bruno Risi / Franco Marvulli, Leif Lampater / Christian Grasmann und Alexander Aeschbach / Tristan Marguet befinden sich noch in der Nullrunde und werden erwartungsgemäß die Podiumsplätze unter sich verteilen. Alle anderen Teams haben bereits mindestens zwei Runden Rückstand.

16.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Willy Cleemput wird 88, Patrick Cluzaud wird 57, Cesare Cipollini wird 51, Charly Mottet wird 47, Kurt Onclin wird 43, Spencer Wingrave wird 40 und Edgardo Simon wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

15.12.2009 - Zahlen und Fakten zum Sechstagerennen in Zürich

1954 endete das erste Sechstagerennen in Zürich mit einem Sieg der Schweizer Hugo Koblet / Armin von Büren. In den bisherigen 52 Rennen gab es 42 Siegerpaare mit einheimischer Beteiligung. In der Siegerliste von Zürich taucht der Name von Bruno Risi zehn Mal auf. Publikumslieblinge vergangener Jahre waren Fritz Pfenninger (7 Siege), Kurt Betschart (7 Siege) Urs Freuler (6 Siege) Daniel Gisiger (4 Siege) Jean Roth (2 Siege) Armin von Büren (2 Siege) und Walter Bucher (2 Siege).
Den deutlichsten Sieg schafften Daniel Gisiger und Jörg Müller. Im Jahr 1988 nahmen sie der Konkurrenz zwei Runden ab. Das knappste Ergebnis stammt von 1998: Vier Teams lagen am Ende noch in der Nullrunde und die Sieger Risi / Betschart hatten einen Vorsprung von mageren vier Punkten.
Und welcher Fahrer stand in Zürich am häufigsten in Zürich am Start? Nein, das war nicht Bruno Risi, dem die ausgefallenen Rennen 2002-2006 diesen Rekord vermasselten und der deshalb nur auf 15 Teilnahmen kommt. Häufiger dabei war der heutige Sportliche Leiter Urs Freuler (18 Starts). Rekordteilnehmer ist allerdings Klaus Bugdahl, der zwischen 1957 und 1977 zwanzig Mal in Zürich seine Runden drehte.
Einen Rekord der besonderen Art stellte der Schweizer Max Wirth auf: Der inzwischen 79jährige Radprofi hinterließ kaum Spuren in seiner Karriere, hat aber zwischen 1956 und und 1969 genau 15 Sechstagerennen bestritten und diese allesamt und ausschliesslich in seiner Heimatstadt Zürich.
Von den 26 Teilnehmern des diesjährigen Sechstagerennens haben bislang lediglich Bruno Risi und Franco Marvulli ganz oben auf dem Treppchen von Zürich gestanden. Und wer in Zürich zweifelt daran, dass es am Sonntag abend wieder genauso sein wird?

15.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Domingo Perurena wird 66 und Martin Havik wird 54 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

14.12.2009 - Risis Abschieds-Party in Zürich

Mit Verlaub: Beim Blick auf die Startliste des morgen beginnenden Sechstagerennens von Zürich läßt sich ein bissiger Kommentar kaum verkneifen, hier sei wohl eine große Abschiedsparty von Bruno Risi mit eher bescheidenem sportlichen Rahmenprogramm geplant. Außer dem Topteam Risi / Marvulli fehlen die meisten Spitzenfahrer der Saison. Ohne Stam, Schep, Bartko, Kluge, Keisse, de Ketele, Rasmussen, Morkov werden Leif Lampater / Christian Grasmann wohl die härtesten Widersacher der schweizer Lokalmatadoren sein.
Eine unbekannte Größe sind die Überraschungssieger von Cremona 2009, Walter Perez und Sebastian Donadio. Die Argentinier haben in diesem Winter noch keine Sixdays bestritten, sind aber immer gut in Form, wenn es darauf ankommt.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der bisherigen Sechstagerennen und der Siege):
Bruno Risi (183/59) / Franco Marvulli (87/27)
Leif Lampater (41/6) / Christian Grasmann (39)
Walter Perez (24/2) / Sebastian Donadio (20/2)
Andreas Müller (57) / Sven Krauss (2)
Danilo Hondo (8) / Christian Bach (23)
Alois Kankovsky (18) / Petr Lazar (24)
Michael S. Larsen (15) / Jesper Mørkøv (3)
Antonio Tauler (2) / Angel Dario Colla (7)
Alexander Aeschbach (79/7) / Tristan Marguet (6/1)
Maxime Bally (8) / Loic Perizzolo (1)
Nolan Hoffmann (1) / Dean Edwards (5)
Daniel Holloway (7) / Sebastian Siedler (16)
Angelo Ciccone (27) / Fabio Masotti (25) - zur Homepage des Veranstalters

14.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Edgard Sorgeloos wird 79, Yves Daniel wird 54, Andreas Clavadetscher wird 49 und Ivan Quaranta wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Impressionen aus Cali

Andreas Müller schickte ein paar Eindrücke vom Weltcup in Cali per Email: "Die Rennen hier sind jetzt vorbei, es war eine sehr schöne Zeit! Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, muss wohl an der Sonne liegen. Oder auch daran dass ich ein bissl Spanisch spreche, dass hilft natürlich auch sehr gut weiter. Heute bin ich im Scratch-Rennen Vierter geworden, dafür gab es wichtige Punkte für die WM-Quali, sportlich hat sich die Reise also gelohnt. War übrigens eine halboffene Bahn, also mit Wind, aber ohne Sonnenbrand." Zusammen mit Alexander Aeschbach, Franco Marvulli, Iljo Keisse, Walter Perez, Angel Dario Colla, Dean Edwards und Daniel Holloway fliegt Müller von Cali aus direkt nach Zürich, wo am Dienstag das Sechstagerennen beginnt.


13.12.2009 - Deutsche Fahrer überraschen beim Weltcup

Das kleine deutsche Team konnte sich beim dritten Weltcup-Wochenende in Cali (Kolumbien) eindrucksvoll in Szene setzen und kam mit mehreren Podiumsplätzen nach Hause.

Obwohl sich viele Spitzenfahrer die weite Anreise nach Südamerika erspart haben, waren gerade die Ausdauerdisziplinen gut besetzt. Mehrere Sechstagefahrer nutzen das rennfreie Wochenende, um sich durch gute Platzierungen Weltcuppunkte und damit die Qualifikation für die Weltmeisterschaften Ende März in Kopenhagen zu sichern.
Im Punktefahren konnte sich Marcel Barth den dritten Platz sichern. Es gewann der Grieche Ioannis Tamouridis vor Iljo Keisse. Zachary Bell wurde Vierter. Milan Kadlec, Morgan Kneisky, Walter Perez und Andreas Müller kamen auf den Plätzen 9 bis 12 ein. Mit einer Runde Rückstand landeten Sergey Lagkuti (15.), Lucasz Bujko (18.) und Jame Carney (21.) auf den hinteren Plätzen.
Die Einzelverfolgung ging in Abwesenheit der derzeit Besten an den Ukrainer Vitaly Popkov, der im Finale den Einheimischen Juan Esteban Arrango deutlich besiegte. Im kleinen Finale setzte sich der Litauer Gedimas Bagdonas vor dem Russen Valery Kaikov durch. Milan Kadlec wurde Sechster. Kilian Moser wurde Achter. Platz elf und 17 Sekunden Rückstand auf den Sieger für Fabian Schaar waren eindeutig zu wenig. Die Einzelverfolgung bleibt das Sorgenkind für das deutsche Team. Die Belgier - Platz zwölf für Ingmar De Poortere - stehen auch nicht besser da.
Am zweiten Tag konnte das junge deutsche Team mit Erik Mohs / Marcel Barth im Madison der Konkurrenz eine Runde abnehmen und den Wettbewerb souverän für sich entscheiden. Marcel Barth hatte bereits bei seinem Weltcup-Debut im Februar mit Robert Bartko gewinnen können und schaffte nun seinen zweiten Weltcup-Sieg. Platz zwei und drei waren mit den Russen Ershov / Kaikov und den Kolumbianern Carlos Ospina / Carlos Uran durchaus eine Überraschung. Die favorisierten Top-Teams Iljo Keisse / Steve Schets und Franco Marvulli / Alexander Aeschbach leissen sich zwei Runden abbehmen und kamen nur auf die Plätze vier und fünf. Ebenfalls zwei Runden Rückstand hatten Gerardo Fernando / Walter Perez, Julien Duval / Morgan Kneisky und Sergej Kolesnikov / Alexej Chmidt auf den Plätzen sechs bis acht. Die Neuntplatzierten Guy East / Daniel Holloway hatten bereits drei Runden Rückstadt. Pech hatten die Österreicher Andreas Müller / Georg Tazreiter. Tazreiter war mit einer Magenverstimmung nach Kolumbien gekommen und konnte das hohe Tempo (54 km/h) nicht halten. Nach der Hälfte des Rennens gaben die beiden auf und müssen nun beim letzten Weltcup noch um die WM-Qualifikation zittern.
Am Finaltag brachte der Scratch-Wettbewerb noch einmal einen zweiten Platz für Erik Mohs hinter dem Argentinier Angel Dario Colla. Der Columbianer Leonardo Duque wurde Dritter vor Andreas Müller, der damit seine WM-Qualifikation in der Tasche hat und seine Bronzemedaille der letzten WM verteidigen kann. Auf den Plätzen fünf bis sieben landeten Iljo Keisse, Carlos Uran und Jame Carney. Auch Lucasz Bujko (9.), Dean Edwards (10.), Milan Kadlec (11.), Mykhaylo Radionov (12.), Zachary Bell (13.), Guy East (17.), Morgan Kneisky (19.) und Ioannis Tamouridis sammelten noch das eine oder andere Qualifikationspünktchen.
Auch die Mannschaftsverfolgung litt unter der Abwesenheit der besten Teams. So konnte Kolumbien (mit Arrango) einen Hemsieg feiern und Russland, Spanien und Frankreich (mit Vivien Brisse) hinter sich lassen. Belgien wurde mit De Ketele / Keisse / De Poortere / Schets nur Siebter. Argentinien wurde Achter (mit Edgardo Simon) und Kanada wurde Zehnter (mit Zachary Bell). Mit einem elften Platz konnten die Schweizer Marvulli / Aeschbach / Moser / Thiery keineswegs zufrieden sein. Das deutsche und das österreichische Team waren nicht am Start.
Mit insgesamt acht Podiumsplätzen schaffte die deutsche Mannschaft den Sieg in der Nationenwertung. Am Schlusstag gewann Christin Muche im Keirin und Robert Förstemann, Mathias Stumpf und Maximilian Levy wurden Zweite im Teamsprint. Tags zuvor belegten Robert Förstemann und Maximilian Levy Platz zwei und drei im Sprint und Charlotte Becker wurde Dritte im Punktefahren. - Quelle: zur Homepage des Veranstalters

13.12.2009 - Die neu errichtete Bahn in Erfurt, auf der in diesem Jahr die Deutschen Bahnmeisterschaften stattfanden, ist als weltweit herausragende Sportstätte prämiert worden. Dieser Architekturpreis wurde gemeinsam vom IOC und der Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) verliehen. In den letzten 20 Jahren sind nur 28 Sportstätten mit dieser Silbernen Plakette worden. - Quelle: Rad-net.de

13.12.2009 - Ein schon etwas älteres Interview, in dem Bruno Risi einen Rückblick auf seine Karriere und einen Ausblick auf das kommende Sechstagerennen in Zürich gibt, ist bei Sport.ch nachzulesen

13.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Hans-Hendrik Oersted wird 55, Roger Ilegems wird 47 und Zbigniew Spruch wird 44 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

12.12.2009 - Vor 111 Jahren wurde Piet van Kempen geboren

Piet van Kempen kam am 12.12.1898 in Ooltgensplaat (Holland) als Pieter Dingeman zur Welt. Zwischen den Weltkriegen war der "Fliegende Holländer" der "König der Sechstage", in den USA hatte er den Spitznamen "Big Pete".
Zwischen 1920 und 1950 fuhr er 110 Sechstagerennen, von denen er 32 gewinnen konnte. Sein Name steht auch in den Siegerlisten von Berlin (1927 und 1930), Stuttgart (1928 und 1929) und Dortmund (1928 und 1932). Nach dem zweiten Weltkrieg fand er nicht wieder in den Sechstagezirkus zurück. Er eröffnete in Brüssel, wo er seit 1918 lebte, ein Café und blieb dem Bahnradsport eng verbunden. Aufsehen erregte er 1955, als er als 56jähriger noch einmal eine Profilizenz löste und einige Sprintrennen in Belgien bestritt.
Noch heute ist Piet van Kempen einer der erfolgreichsten holländischen Sechstagefahrer. Er starb am 5.5.1985 im Alter von 86 Jahren in Brüssel.

12.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Georges Souliac wird 89, Werner Holthöfer wird 87, José Maria Errandonea und Peter Glemser werden 69, Paul Medhurst wird 56, Herminio Diaz wird 45 und Mathieu Ladagnous wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Jacques Cadiou wird 66, Robert van Lancker wird 63, Roland Günther wird 47 und Lazlo Bodrogi wird 33 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

10.12.2009 - Trotz zahlreicher Proteste von nationalen Fachverbänden und prominenten Radsportlern hat das «Executive Board» des Internationalen Olympischen Komittees (IOC) die geplante Veränderung der olympischen Wettbewerbe schon für die kommenden Olympischen Spiele in London 2012 beschlossen. Damit werden Einerverfolgung, Madison und Punktefahren aus dem olympischen Programm gestrichen. Erstmalig soll ein Omnium-Wettbewerb olympisch werden. Bislang war vorgesehen, dass das Omnium ein Fünfkampf wird. Um der Kritik der Fachverbände Rechnung zu tragen, das Omnium sei ein zusätzlicher Wettbewerb für die Sprinter, plant die UCI nun, eine sechste Disziplin hinzuzunehmen, die Ausdauerfähigkeiten erfordert. - Quelle: Cyclingnews

10.12.2009 - Im Vorfeld des Züricher Sechstagerennens beantwortete Bruno Risi dem Internetportal sportal.ch "zehn nicht ganz alltägliche Fragen". - zum Interview

9.12.2009 - Gutes Wetter in Cali

Bei schönstem Sonnenschein und 30 Grad im Schatten bereiten sich die Bahnradsportler in Cali auf die Wettbewerbe des dritten Weltcups am Wochenende vor.
Andreas Müller ist zum ersten Mal in Kolumbien. Er hatte vorab so einiges gehört, dass es dort recht chaotisch und auch nicht ungefährlich sein könnte. Doch die ersten Eindrücke vor Ort waren ganz andere. Hier seine Email:
"Internetanbindung im Hotel in Cali ist vorbildlich, also kein Problem. Überhaupt bisher nur positive Überraschungen hier, sehr gut organisiert und nette Gastgeber. Da nun viele erzählt haben, dass Straßentraining hier nur unter Lebensgefahr möglich ist, habe ich heute gleich mal mit einer 2-Stunden-Runde das Gegenteil bewiesen." . - Quelle: zur Homepage des Veranstalters

9.12.2009 - Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern. Nun ist es amtlich. Die Bremer Nordmilch AG wird als Hauptsponsor beim ProTour-Team Milram zum Ende der Straßensaison 2010 aussteigen. Allerdings kündigte das Unternehmen an, im Falle eines Weiterbestehens das Team weiter unterstützen zu wollen. - Quelle: Radsport-news

9.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Max Wirth wird 79, Willy Schroeders wird 77, Hector Acosta wird 76, Dave Bonner wird 67, Dieter Giebken wird 50 und Thiery Bourguignon wird 47 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

8.12.2009 - Auch das französische Team Française des Jeux engagiert sich zukünftig für den Umweltschutz: Die Trikots werden eine zusätzliche Tasche bekommen, in die die Rennfahrer die Verpackung der Rennverpflegung stecken sollen, anstatt sie auf die Straße zu werfen. - Quelle: Rad-net

8.12.2009 - Frits Pirard feiert heute seinen 55.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

7.12.2009 - Umweltschutz beim Team Milram

Pünktlich zum Weltklimagipfel in Kopenhagen gab das Team Milram einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz bekannt. In der kommenden Saison werden die Fahrer während der Rennen mit Trinkflaschen versorgt, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und innerhalb von einem bis fünf Jahren in Biogas und Biomasse zerfallen.
Die Natur wird also geschont, wenn die geleerten Trinkflaschen an den Straßenrand geworfen werden. Aber auch die ökologisch unbedenklichen Trinkflaschen bleiben für die Radsportler brandgefährlich: Während der diesjährigen Tour de France kam ein Sportler beinahe zu Fall, als er von der weggeworfenen Flasche eines Kollegen im Gesicht getroffen wurde. - Quelle: Radsport-news

7.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Francis Grauss und Fiorenzo Magni werden 89, Wolfgang Schulze wird 69 und Mauro Richeze wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

6.12.2009 - Iljo Keisse wird in der nächsten Straßensaison für das Pro-Tour-Team Quick Step fahren. Keisse erhielt einen Einjahresvertrag und soll vor allem bei Eintagesrennen in den Finals den Sprinter Tom Boonen unterstützen. Keisse wird aber erst nach den Bahnweltmeisterschaften in Kopenhagen (24.-28.3.2010) seine Straßensaison beginnen. - Quelle: Radsport-news

6.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Leon Sebregts wird 70, Marat Ganeev wird 45 und Gino Primo wird 43 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

5.12.2009 - Was macht eigentlich Christian Lademann?

Seit mehr als zehn Jahren gehört Christian Lademann fest zum Starterfeld der deutschen Sechstagerennen. In 43 Sechstagerennen war er stets ein Garant für zuverlässige Leistungen (kein einziger Ausfall) und Platzierungen im vorderen Mittelfeld. Doch in letzer Zeit ist es still um den 34jährigen geworden. Beim Münchner Sechstagerennen war er nicht am Start. Deshalb habe ich per Email bei Christian nachgefragt, ob er seine Karriere inzwischen beendet hat. Hier seine Antwort:
"Unterdessen habe ich die Möglichkeit gefunden, meine praktischen Erfahrungen für einen deutschen Zweirad-Reifenhersteller einbringen zu können. Dieser bot mir sogar die Freiheit, letztmalig an den Veranstaltungen im Winter teil zu nehmen. So habe ich mich für die 2.Hälfte der Winterbahnsaison bei den zwei verbleibenden deutschen Rennen in Bremen und Berlin beworben und hoffe hier mit einem Startplatz bedacht zu werden. Danach ist dann ganz sicher Schluss, denn um bei diesem Weltklasseneveau mitfahren zu können, ist der Aufwand in der Vorbereitung enorm. Das Trainingslager über Weihnachten-Neujahr ist in jedem Fall gebucht und ich freue mich auf den Abschied."

5.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Matthew Allan wird 35 und Gianni Meersman wird 24 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

3.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Joop Zoetemelk wird 63, Daniel Girard wird 53 und Steve Hegg wird 46 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

2.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Jorge Batiz und Arnould Flecy werden 76, Noel van Clooster wird 66 und Phil Thomas wird 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

1.12.2009 - Proteste gegen eine Änderung der Bahnwettbewerbe bei Olympiaverband

Der belgische Radsportverband hat in offenen Briefen an IOC-Präsident Jacques Rogge und UCI-Präsident Pat McQuaid gegen die Veränderungen des olympischen Bahn-Programms protestiert. Insbesondere richtet sich der Protest auch dagen, dass die geplanten Änderungen schon für London 2012 vorgesehen sind. Viele Sportler, die sich langfristig auf die Spiele vorbereiten, würden dadurch um eine Olympia-Teilnahme gebracht. «Dann werden wir in Zukunft einen Teil der besten Bahnfahrer der Welt nicht mehr bei den Olympischen Spielen am Start sehen», heißt es in dem Schreiben. Statt der geplanten Streichungen von Einzelverfolgung, Punktefahren und Madison schlägt der Radsportverband aus Belgien vor, die Einführung von zusätzlichen Wettbewerben für die Frauen bereits für 2012 aber eine Neustrukturierung für die Männer erst für 2016 zu beschliessen.
Einen ähnlich lautenden Protestbrief hatten zuvor schon die Teilnehmer vom Sechstagerennen in Gent unterschrieben. Dazu sagte Roger Kluge: «Madison und Punktefahren zu streichen, wäre für mich ein herber Schlag. Beide Wettbewerbe sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Bahnprogramms und haben große Tradition.» Kluge hatte 2008 in Peking Olympia-Silber im Punktefahren geholt und war zuvor WM-Zweiter im Madison. - Quelle: Rad-net.de

1.12.2009 - Heute feiern Geburtstag: Raphael Constant wird 61 und Uwe Nepp wird 43 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

30.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Francis Siguenza wird 79, Laurent Jalabert wird 41 und Franck Perque wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

29.11.2009 - Danish Dynamite triumphierte in Gent

In München wurden die Dänen Alex Rasmussen / Michael Mørkøv um drei Punkte geschlagen, in Gent hatten sie nach dem Schlusspurt diese drei Punkte mehr auf dem Konto und konnten dieses prestigeträchtige Rennen für sich entscheiden. Iljo Keisse hatte mit Roger Kluge das Nachsehen und verpasste seinen vierten Sieg in Gent in Folge. Dritte wurden die Schweizer Bruno Risi / Franco Marvulli.

Auch die Viertplatzierten
Leif Lampater / Danny Stam lagen am Ende mit in der Nullrunde. In den Einzelwettbewerben war bereits frühzeitig das Finale eröffnet worden. Die beiden Erstplatzierten konnten genügend Punkte sammeln, um in die Nullrunde aufzuschließen. Risi /Marvulli hingegen fehlten acht Punkte, um durch eine weitere Bonusrunde allein in der Nullrunde liegend als Führende in die Finaljagd gehen zu können. Damit war eine Vorentscheidung getroffen. Weder den Schweizern noch Lampater / Stam gelang es, die beiden punktbesten Teams durch einen zusätzlichen Rundengewinn zu übertölpeln. Auf Platz fünf landeten das neuzusammengestellte Team Kenny De Ketele / Peter Schep. "Best of the rest" wurden Andreas Müller / Leon van Bon, die von Tag zu Tag besser zurechtkamen, die Verletzung von van Bon verkrafteten und sich bis auf Platz sechs vorkämpfen konnten. Letzte blieben die Belgier Steve Schets / Steven de Neef, die am zweiten Abend völlig eingebrochen waren, sich dann aber wieder fingen und erfolgreich Schadensbegrenzung betrieben. - Das Endergebnis von Gent

29.11.2009 - Vier Teams mit Chancen auf den Sieg in Gent

In der fünften Nacht des Genter Sechstagerennens wurden die Karten an der Spitze neu gemischt. Risi / Marvulli fuhren sehr stark, sammelten fleissig Punkte und holten sich bei der ersten Jagd die Führung. Auch Lampater / Stam konnten in der ersten Jagd eine Runde herausholen und liegen nun ebenfalls in der Nullrunde. Mit jeweils einer Runde Rückstand folgen Keisse / Kluge und Rasmussen / Mørkøv auf den Plätzen drei und vier.
Robert Bartko und Jeff Vermeulen mussten indes aufgeben. Bartkos Rippenverletzung von München ist nicht nur schmerzhaft, sondern behindert ihn auch beim Atmen. Bei Vermeulen ging wegen seiner Kniebeschwerden nichts mehr. Peter Schep, der seine Nierensteinbehandlung gut überstanden hat, fährt jetzt mit Kenny De Ketele. Mit drei Runden Rückstand werden sie aber nicht mehr in den Kampf ums Podium eingreifen können.
Vor der heutigen Finale ergibt sich folgende Ausgangsposition: Die beiden punktbesten Mannschaften Keisse/Kluge und Rassmussen/Mørkøv könnten mit Glück bis zum Beginn der Finaljagd noch jeweils eine Bonusrunde erreichen. Dann wären auch sie in der Nullrunde und würden als Führende in die Finaljagd gehen. Risi/Marvulli werden das zu verhindern suchen und müssen sich daher schon in den Einzelwettbewerben mächtig ins Zeug legen, um den Konkurrenten die Punkte wegzuschnappen. Lampater/Stam liegen an die 100 Punkte hinter den drei anderen Teams zurück. Über die Punkte werden sie nichts gewinnen können. Sie werden sich daher in den Einzelwettbewerben schonen und dann in der Jagd alle Kraft auf einen zusätzlichen Rundengewinn konzentrieren.
Bei aller Spannung um die Verteilung der Podiumsplätze soll eines nicht unerwähnt bleiben: Die Letzten Steven de Neef und Steve Schets haben zwei weitere Runden auf die Vorletzten Ingmar De Poortere / Nicky Cocquyt gutgemacht.

29.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Lodewijk van den Bosch wird 75, Urs Zimmermann wird 50 und Jame Carney wird 41 und Chris Newton wird 36 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

28.11.2009 - Sechstagekalender: Auch Hasselt abgesagt

Ich bin ja durchaus selbstkritisch ob meiner belgischen Sprachkenntnisse... Also diese Meldung mit Vorbehalt: Die Homepage des Sechstagerennens von Hasselt vermeldet, dass die Sixdays in Hasselt, die vom 16.-21.2.2010 geplant waren, aus finanziellen Gründen abgesagt wurden. - Quelle: Homepage des Sechstagerennens von Hasselt

28.11.2009 - KORREKTUR: Einer belgischen Agenturmeldung hatte ich entnommen, dass der 38jährige Steven de Neef seine Karriere benden will. Das las auch Andreas Müller und schickte mir aus Gent eine Email: "Nachdem ich bei Dir gelesen hatte, das Steven de Neef seine Karriere beendet, musste ich doch gleich mal bei ihm nachfragen. Also er war etwas verwundert, weil er seinen Vertrag bei seinem Straßenteam für nächstes Jahr schon verlängert hat!" Steven fährt also auch im nächsten Sommer für das Team Jong Vlaanderen. Vielen Dank, Andreas für die Info!

28.11.2009 - Gedrängel an der Spitze in Gent

In der vierten Nacht des Genter Sechstagerennens rückten die Favoriten im Gesamtklassement dichter zusammen. Vier Paare liegen noch in der Nullrunde. Keisse / Kluge führen weiterhin. Rasmussen / Mørkøv haben sich nach ihrem gestrigen Durchhänger wieder gefangen und sind nun mit nur neun Punkten Rückstand Zweite. Als Dritte folgen Risi / Marvulli. Normalerweise gehört Franco Marvulli zu den punktstärksten Fahrern, in Gent aber liegen die Schweizer nach Punkten schon deutlich zurück. Als Vierte haben Bartko / De Ketele die wenigsten Punkte des Führungsquartetts. Robert Bartko wurde zwischenzeitlich neutralisiert. Als Folge seines Sturzes in München machen ihm die geprellten Rippen immer noch zu schaffen. Als Fünfte schnuppern Lampater / Stam mit einer Runde Rückstand wieder am Podium. Sie konnten eine Runde gutmachen und werden heute abend eine weitere Bonusrunde in Empfang nehmen können.
Peter Schep, der gestern zur Behandlung eines Nierensteins im Krankenhaus war, ist offenbar wieder fit. Stattdessen musste sein Partner Jeff Vermeulen bei beiden Jagden aussetzen. Ihn quälen Schmerzen im Knie. Dennoch sorgte das mitunter schwerdurchschaubare Reglement dafür, dass den beiden pausierenden Holländern eine Runde gutgeschrieben wurde. Sie rangieren jetzt als "best of the rest" auf Platz sechs.
Einige Verschiebungen gab es auch auf den hinteren Plätzen. Den Vizeweltmeister Leigh Howard / Glenn O'Shea geht ein wenig die Puste aus. Leigh Howard klagt zudem über Sitzbeschwerden. Die Australier rutschen von Platz sieben auf Platz neun. Steven de Neef / Steve Schets haben sich offenbar gefangen, kassierten diesmal nur fünf Verlustrunden und machten dadurch drei Runden auf die Vorletzten Ingmar De Poortere / Nicky Cocquyt gut.

28.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Guy Lapébie wird 93, Arne-Kjal Jonsson wird 78, Dirk Looyen wird 51 und Götz Heine und Stephen Roche werden 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

27.11.2009 - Führungswechsel zur Halbzeit in Gent

In der dritten Nacht des Genter Sechstagerennens hatten die beiden Dänen Rasmussen / Mørkøv einen Durchhänger und verloren dadurch ihre Führungsposition. Sie büßten eine Runde auf die Konkurrenten ein und hängen nun auch nach Punkten hinter den neuen Leadern Keisse / Kluge zurück. Risi / Marvulli sind als Zweite ebenfalls noch in der Nullrunde. Neben den Dänen haben auch Bartko / De Ketele als Vierte eine Verlustrunde, liegen aber nach Punkten deutlich zurück. Mit schon zwei Runden Rückstand haben Lampater / Stam wohl keine Chance mehr auf den Sieg, selbst ein Podiumsplatz dürfte nur mit viel Glück noch erreichbar sein.
Im UIV-Cup domnieren weiterhin die beiden Australier Alex Carver / Scott Law. Ihr Trainer wurde vom Publikum mit großem Beifall begrüßt. Matthew Gilmore, der 2006 wegen einer Knieverletzung seine Karriere frühzeitig beginnen musste, betreut seit zwei Jahren als Nationaltrainer die australische Bahn-Junioren.
Der französische Scratch-Weltmeister Morgan Kneisky hat sich mittlerweile auf Platz zwei vorgearbeitet.

Kojen-Geflüster vom Sechstagerennen in Gent

Belgische Agenturen meldeten gestern, dass sich Leon van Bon mit Magenproblemen ums Lattenoval quält. Zugegebenermaßen sind meine belgischen Sprachkentnisse äußerst dürftig. Deshalb fragte ich per SMS bei seinem Partner Andreas Müller nach.
Frage: Ich habe gehört, Dein Partner hat gesundheitliche Probleme. Ist das ein Handicap für Euch?
Andreas Müller: Ja, Leon ist nicht ganz fit. Das eine Bein blockiert ein bissl, Ursache ist wohl im Rücken zu finden. Aber er so ein alter Haudegen kämpft sich schon durch, ich habe da gar keine Befürchtungen. Und da wir eh nicht zum Favoritenkreis gehört haben, hält sich das Handicap auch in Grenzen.
Frage: In einer Nacht 14 Verlustrunden für Steven de Neef / Steve Schets sind happig. Hast Du was gehört, ob da womöglich ein Virus die Beine schwächt?
Andreas Müller: Ob es bei Neef/Schets ein Virus ist glaube ich nicht. Nach einigen vielversprechenden Starts bei Zukunftsrennen kämpft Steve Schets schon seit über zwei Jahren mit unerklärlichen starken Formeinbrüchen. Vom technisch-taktischen her ist er ein Riesentalent, aber ansonsten weiss wohl niemand so richtig woran es liegt, dass manchmal gar nicht läuft.

Vielen Dank an Andreas Müller für diese Nachrichten direkt aus der Koje...

P.S. In der dritten Nacht von konnten Leon van Bon / Andreas Müller einen Platz gutmachen und liegen derzeit mit 10 Runden Rückstand auf Platz acht. De Neef / Schets kassierten weitere 12 Verlustrunden.


27.11.2009 - Der französische Radprofi Florent Brard hat seine Karriere beendet, nachdem sein Vertrag beim Team Cofidis nicht verlängert wurde. Der 33jährige war 2001 Französischer Meister im Einzelzeitfahren und fuhr 2001 und 2008 die Tour de France. Außerdem bestritt er drei Sechstagerennen. - Quelle: Cyclingnews

27.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Albert Herger wird 67, Sigi Müller wird 64, Alain de Roo wird 54, Ian Banbury wird 52 und Sammie Moreels wird 44 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

26.11.2009 - Spitze in Gent unverändert

Auch nach der zweiten Nacht des Genter Sechstagerennens liegen noch vier Teams in der Nullrunde. Die Dänen Rasmussen / Mørkøv führen unverändert vor Keisse / Kluge, Risi / Marvulli und Bartko / De Ketele. Mit einer Runde Rückstand folgen Lampater / Stam auf Platz fünf.
Allerdings ist abzusehen, dass das Klassement heute abend durcheinandergewirbelt wird. Die ersten drei Teams haben bereits die 100-Punkte-Grenze überschritten und bekamen dafür eine Bonusrunde gutgeschrieben. Lampater/Stam stehen kurz vor einer Bonusrunde und werden dann in die Nullrunde aufrücken. Und auch Bartko/De Ketele werden im Laufe des Abends eine Bonusrunde erreichen können und wären dann - allein in der Nullrunde - in Führung.
Weit entfernt von solchen Ambitionen sind die beiden Belgier Steven de Neef und Steve Schets. In der zweiten Nacht kassierten sie 14 (!) Verlustrunden und liegen mit nunmehr 23 Runden Rückstand auf dem letzten Platz. Steve Schets ist mit seinen 25 Jahren und nach 18 Sechstagerennen nun wahrlich kein Anfänger mehr. Als U23-Fahrer bildete er mit Kenny de Ketele ein festes Team und fuhr im UIV-Cup alles in Grund und Boden. Mit dem Übergang in den Profibereich trennten sich jedoch leistungsmäßig die Wege. Schets musste sich an hintere Platzierungen gewöhnen. Ganz so schlimm wie in Gent 2007 wird es aber für ihn wohl nicht werden. Damals hatte Steve Schets als Letzter 82 Runden Rückstand angesammelt - 34 Verlustrunden mehr als die Vorletzten.

26.11.2009 - Danilo Hondo bangt um sein großes Ziel Tour de France, nachdem seinem neuen Team Lampre von der UCI die ProTour-Lizenz vorerst verweigert wurde. - Quelle: Radport-News

26.11.2009 - Der Mannschaftsvierer mit Robert Bengsch, Henning Bommel, Marcel Kalz und Stefan Schäfer bereitet sich bis zum 6.Dezember im Höhentrainingslager in St. Moritz mit Skating-Skiern auf den nächsten Weltcup-Wettbewerb in Cali (10.-12.Dezember) vor. Auch Cali liegt in etwa 1000m Höhe und stellt daher insbesondere die Ausdauersportler vor besondere Herausforderungen. - Quelle: Rad-net

26.11.2009 - Roger Rosiers feiert heute seinen 63.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

25.11.2009 - Andreas Müller feiert seinen 30.Geburtstag

Viel Zeit zum Feiern des runden Geburtstags wird der Wahl-Österreicher Andreas Müller heute nicht haben. Er fährt zur Zeit beim Sechstagerennen in Gent und liegt nach der ersten Nacht zusammen mit Leon van Bon auf Platz neun.

Andreas Müller wurde am 25.11.1979 in Berlin geboren und er ist Berliner aus Leidenschaft. Wie kommt es dann, dass ein "Icke" bei seinen Erfolgen die österreichische Hymne zu hören bekommt? Ein Rückblick auf seine Karriere liefert die Erklärung: Müller war drei Mal Deutscher Meister im Punktefahren und hat zusammen mit seinem Berliner "Landsmann" Guido Fulst mehrere Weltcup-Rennen und eine Deutsche Meisterschaft gewonnen. Müller wird von den Sechstageveranstaltern ob seiner engagierten und zuverlässigen Fahrweise hoch geschätzt. In 57 Sechstagerennen ist er nur drei Mal nicht ins Ziel gekommen, und das lag jeweils an Verletzungen seiner Partner. Aber trotz aller Erfolge wurde Müller in den Medien kaum wahrgenommen. Große Töne spucken und Werbung in eigener Sache machen ist seine Sache nicht. Beim BDR fehlte es ihm immer an Anerkennung. "Wenn Du dich bei einer Weltmeisterschaft um Nummern und Startzeiten selber kümmern musst, dann fragst Du dich ernsthaft, ob dich der Verband überhaupt in der Nationalmannschaft haben will", erzählte mir "Mü" unlängst in einem Interview. Die Österreicher wollten ihn. Sie sprachen ihn im Sommer 2007 an und machten ihn auf eine Regeländerung aufmerksam, die einen Verbandswechsel ab 1.1.2008 ermöglichte. Müller hat nicht lange überlegt: "Das Konzept hat mich überzeugt. Sie wollten mit mir als erfahrenen Fahrer ein junges Team für die Olympiade 2012 aufbauen. Eine Olympiateilnahme war schon immer mein Traum." Wie es Müllers Art ist, vollzog sich der Wechsel still und unauffällig. Keine Interviews, keine Vorwürfe, keine Ankündigungen. Selbst die Sechstageveranstalter hat Müller nicht darüber informiert, dass fortan eine österreichische Flagge aufzuhängen wäre. Erst als Müller im Sommer 2008 bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften drei Titel abräumte, rieb sich die Fachwelt erstaunt die Augen. Und bei der WM 2009 in Polen schaffte Müller im rot-weiss-roten Trikot mit der Bronzemedaille im Scratch seinen bis dahin größten sportlichen Triumph.
Wir wünschen Andreas heute in Gent zwischen Massagebank und Nudeln ein bißchen Zeit zum Feiern. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

25.11.2009 - Volle Pulle in Gent

Wenn ein Team nach der ersten Nacht bereits neun Runden Rückstand hat, dann weist das darauf hin, dass vom Startschuss an auf Attacke gefahren wurde. Beim Sechstagerennen in Gent liegen noch vier Teams in der Nullrunde. Die Dänen Alex Rasmussen / Michael Mørkøv führen mit deutlichem Punktvorsprung vor Iljo Keisse / Roger Kluge, Bruno Risi / Franco Marvulli und Robert Bartko / Kenny De Ketele. Mit einer Runde Rückstand folgen Leif Lampater / Danny Stam auf Platz fünf. Für die Dritten von Amsterdam wird es wegen der chronischen Punkteschwäche von Danny Stam sehr schwer werden, in den Kampf um das Podium einzugreifen.
Im UIV-Cup domnieren die beiden Australier Alex Carver / Scott Law. Am ersten Abend nehmen sie dem Rest des Feldes bereits zwei Runden ab. Unter den Geschlagenen fährt auch der französische Scratch-Weltmeister Morgan Kneisky, der bei seinem Sechstage-Debut in Grenoble Achter geworden war.
Zu Beginn des Abends wurde der kürzlich verstorbene Radprofi Dimitri de Fauw mit einer Gedenkminute geehrt. De Fauw war in Gent geboren und lebte in dieser Stadt und war daher bei den Genter Sixdays stets der "local hero". Sein Freitod am 6.November wurde in Belgien mit ähnlicher Betroffenheit aufgenommen wie der Freitod des Nationaltorwarts Robert Enke in Deutschland. - Videos bei Sporza.be

25.11.2009 - Sebastian Siedler hat seinen Vertrag beim österreichischen Team Vorarlberg-Corratec um ein weiteres Jahr verlängert. "Ich habe mich bei Vorarlberg-Corratec von Anfang an sehr wohl gefühlt. Dieses Team hat sehr großes Potenzial", wird Siedler auf der Homepage des Teams zitiert. "2009 bin ich erst spät aufgetaut, diesmal will ich es geplanter angehen. Ich will direkt von den Sechstagerennen in Bremen und Berlin bereits auf einem hohen Niveau in die neue Saison starten. Denn ein früher Erfolg würde das ganze Team enorm motivieren. Die Mannschaft hat einiges drauf." Im vergangenen Jahr hat der Sprintspezialist Etappen bei der Türkei- und der Dänemark-Rundfahrt gewonnen.

25.11.2009 - Die Bahnfahrer Fabian Schaar, Marcel Barth und Erik Mohs sind zu einem Lehrgang nach Frankfurt/Oder eingeladen worden. Bis zum 4.Dezember wird dort gemeinsam mit Spezialisten des Institutes für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) insbesondere an der Abstimmung von Fahrern und Material gefeilt. Das FES kümmert sich seit gut 30 Jahren um die Entwicklung der technischen Ausstattung der deutschen Radsportler. Das FES entwickelt Rennräder speziell für das Zeitfahren auf der Straße und für Kurzzeit- und Ausdauerrennen auf der Bahn und fertigt und betreut dieses Material auch. Die drei Fahrer werden anschliessend die deutschen Farben beim Weltcup in Cali (10.-12.Dezember) vertreten. - Quelle: Rad-net

24.11.2009 - Klaus Bugdahl feiert seinen 75.Geburtstag

Mit dem Titel als Deutscher Meister in der Einzelverfolgung wurde Klaus Bugdahl schon als 21jähriger Profi. Wenige Wochen später bestritt er in Berlin 1956 sein erstes Sechstagerennen. Zusammen mit Reginald Arnold wurde er Fünfter. Im Jahr darauf stand er in Berlin als Dritter zum ersten Mal auf dem Treppchen. Nach einem weiteren Jahr feierte er in Berlin 1958 seinen ersten Sechstagesieg. 22 Profijahre später war er mit 229 Sechstagerennen und 37 Siegen der erfolgreichste deutsche Sechstagefahrer aller Zeiten. Ein Rekord - vermutlich für die Ewigkeit.

Klaus Bugdahl wurde am 24.11.1934 in Berlin geboren. Verständlich, dass ihm das Sechstagerennen seiner Heimatstadt stets besonders am Herzen lag. Insgesamt neun Mal konnte Bugdahl sich in die Siegerliste von Berlin und ist damit der Rekordgewinner dieses Rennens. Im Laufe der Jahre ist Bugdahl mit nahezu allen Stars der Bahn zusammen gefahren. Besonders erfolgreich war seine Rennpartnerschaft in den Sechziger Jahren mit dem Schweizer Fritz Pfenninger, mit dem er 1962 Europameister wurde und zudem sechs Sechstagerennen gewinnen konnte. 1966 kam der Europameistertitel mit Sigi Renz hinzu. 1969 hieß der Partner bei seinem dritten Titelgewinn Dieter Kemper. Kemper wurde Bugdahls Stammpartner in den Siebziger Jahren. Zusammen gewannen sie sieben Sixdays.
Obwohl Bugdahl sich frühzeitig auf die Bahn und auf die Sixdays und die Mannschaftsrennen spezialisierte, blieb er auch auf der Straße nicht ohne Erfolge. 1958 wurde er Deutscher Straßenmeister, gewann viele Eintagesrennen und war auch bei Etappenankünften der Deutschland-Tour und der Tour de Suisse ganz vorn mit dabei.
Heute feiert Klaus Bugdahl seinen 75.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

24.11.2009 - Sechstagerennen in Gent mit allen Topfahrern

Wenn heute abend im Kuipke der Starschuß fällt, dann hat auch die 68.Austragung des Genter Sechstagerennen wieder ein Fahrerfeld der Spitzenklasse am Start. Lokalmatador Iljo Keisse gehört nach seinem Doping-Freispruch wieder zu den Favoriten. Er hat die drei letzten Rennen in Gent gewonnen. In diesem Jahr startet er allerdings nicht mit seinem vorjährigen Partner Robert Bartko, sondern mit Roger Kluge. Bartko versucht zusammen mit dem anderen belgischen Top-Fahrer Kenny De Ketele seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Natürlich gehören auch die Schweizer Bruno Risi / Franco Marvulli zu den Favoriten auf das Podium. Marvulli hat in Gent noch nie gewonnen. Risi hat immerhin schon drei Siege mit Kurt Betschart (1993, 1996 und 2002) zu Buche stehen. Auch Danny Stam hat in Gent bereits gewonnen (2004). In diesem Jahr versucht er es zusammen mit Leif Lampater erneut.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der Sechstagerennen und der Siege):
Iljo Keisse (55/11) / Roger Kluge (13/1)
Robert Bartko (54/13) / Kenny De Ketele (27/1)
Bruno Risi (183/59) / Franco Marvulli (87/27)
Leif Lampater (41/6) / Danny Stam (91/14)
Alex Rasmussen (23/3) / Michael Mørkøv (22/3)
Leigh Howard (3) / Glenn O'Shea (3)
Peter Schep (37/2) / Jeff Vermeulen (8)
Andreas Müller (57) / Leon van Bon (19)
Steven de Neef (29) / Steve Schets (18)
Gert-Jan Jonkman (7) / Marc Hester (45)
Ingmar De Poortere (10) / Nicky Cocquyt (5)
Alexander Aeschbach (79/7) / Tristan Marguet (6/1) - Zur Homepage des Veranstalters

24.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Mathias Pfannenmüller wird 89, Klaus Bugdahl wird 75, Ian Hallam wird 61 und Marcel Omloop wird 60 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Frans Mintjens wird 63, Marcel Tinazzi wird 56, Robert Sassone wird 31 und Said Haddou wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

22.11.2009 - Straße nach Robert Dill-Bundi benannt

Knapp 30 Jahre nach dem Olympiasieg von Robert Dill-Bundi in der Einzelverfolgung bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau hat die Schweizer Gemeinde Chippis, in der Dill-Bundi aufgewachsen ist, eine Strasse mit seinem Namen benannt. Dill-Bundi leidet seit über zwei Jahren an einem Tumor und wird mit einer Spezialbehandlung therapiert. Sein Gesundheitszustand hat sich inzwischen soweit stabilisiert, dass er weiterhin seiner Tätigkeit für die UCI nachkommen kann.
Der Olympiasieg 1980 war der größte sportliche Erfolg des Schweizers. Außerdem wurde er 1984 Weltmeister im Keirin und gewann weitere WM-Medaillen in den Verfolgungsdisziplinen. Robert Dill-Bundi fuhr 37 Sechstagerennen, wovon er eines - in Zürich 1982 zusammen mit Urs Freuler - gewinnen konnte. - Quelle: Radsportseiten.net

22.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Roland Meier wird 42, Malcolm Lange wird 36 und Nick Stöpler wird 19 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Pieter van der Plaetsen wird 77, Cees Bal wird 58, Christophe Bastianelli wird 44 und Lyubomyr Polatayko wird 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.11.2009 - Weltcup: Enttäuschung für den Vierer

Die deutschen Verfolger haben beim Weltcup in Melbourne den erhofften Schritt nach vorn verpasst. In der Besetzung Robert Bengsch, Henning Bommel, Marcel Kalz und Stefan Schäfer erreichte der Vierer in 4:10,063 nur einen sechsten Platz. Damit waren die Vier gut eine Sekunde langsamer als beim Weltcup-Auftakt in Manchester, wo ein vierter Platz erreicht werden konnte. Es siegte überraschend Australien vor dem zuletzt dominierenden englischen Vierer. Dritter wurde Neuseeland (mit Marc Ryan). Dänemark (mit Jens-Erik Madsen) und Holland (mit Tim Veldt und Jeff Vermeulen), die in Manchester noch hinter dem deutschen Quartett lagen, wurden Vierte und Fünfte. Die Ukraine (Achter mit Sergey Lagkuti) und Spanien (Neunter mit David Muntaner und Antonio Tauler) lagen hinter dem deutschen Team. Die Schweizer, die in Manchester noch einen neuen Landesrekord aufgestellt hatten, konnten diese Leistung nicht wiederholen und wurden (mit S.Dillier, C.Imhoff, L.Perizzolo und C.Thierry) diesmal Zehnte.
In der Einzelverfolgung wurde Stefan Schäfer Fünfter. Es siegte der Australier Rohan Dennis vor dem Neuseeländer Jesse Sergent und dem Holländer Levi Heimans. Der Schweizer Claudio Imhof wurde Siebter. Mit diesem Resultat kann Schäfer zufrieden sein: In Manchester war er noch Neunter geworden und verbesserte nun seine Zeit um gut eine Sekunde auf 4:28,811.

20.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Walter Schürmann wird 80, José Denoyette wird 72, Jack Simes III wird 67, Cees Stam wird 64, Graeme Miller wird 49, Shawn Wallace wird 48, Daniel Schnider wird 36 und Laurent d´Olivier wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.11.2009 - Auch die B-Probe von Olaf Pollack positiv?

Während der BDR in einer Pressemitteilung die Bestätigung des positiven Dopingbefundes durch die Analyse der B-Probe vermeldete, widersprach Olaf Pollack durch seinen Anwalt dieser Interpretation. Die B-Probe weise eine 50-fache Abweichung von der A-Probe auf und habe damit kein eindeutiges Resultat ergeben. Pollack ließ offen, ob er die nun drohende zweijährige Sperre juristisch anfechten werde. Er hatte im Herbst wegen einer langwierigen Augenerkrankung seine Karriere beendet. - Quelle: Radsport-news

19.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Piet Haan wird 79, Orfeo Pizzoferato wird 58, Richard Virenque wird 40, Mark Claussmeyer wird 35 und Daniel Kreutzfeldt wird 22 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

18.11.2009 - Risi / Marvulli hatten in München knapp die Nase vorn

Spannendes Finale in München: Drei Teams fast gleichauf in der Nullrunde. Am Ende drei Punkte Vorsprung für Bruno Risi / Franco Marvulli vor den Weltmeistern Alex Rasmussen / Michael Mørkøv und den bayrischen Lokalmatadoren Leif Lampater / Christian Grasmann.

Auch
Danny Stam / Peter Schep und das neu formierte Duo Roger Kluge / Kenny De Ketele hatten zu Beginn des Finalabends noch geringe Chancen auf das Treppchen, doch das Spitzentrio fuhr Attacke um Attacke und ließ die Verfolger nicht mehr aufschliessen. "The best of the rest" waren als Sechste Sebastian Siedler und der Wahl-Österreicher Andreas Müller.
Risi, Risi und immer wieder Risi. Zum neunten und letzten Mal konnte sich der 41jährige Schweizer in die Siegerliste von München eintragen. Franco Marvulli feierte im vierten Rennen der Saison seinen dritten Sieg. Und auch der gebürtige Münchner Christian Grasmann war überglücklich, dass er in seinem 39.Sechstagerennen erstmals auf dem "Stockerl" stehen durfte. - Das Endergebnis von München

18.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Ludo van der Elst wird 81, Robert Dill-Bundi wird 51, Lutz Lehmann wird 46, Alessio di Basco wird 45 und Brett Dutton wird 43 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

17.11.2009 - Der Italiener Davide Rebellin - ehemals in Diensten des Teams Gerolsteiner - muss seine Silbermedaille vom olympischen Straßenrennen in Peking 2008 zurückgeben. Rebellin war bei nachträglichen Kontrollen des IOC positiv auf das EPO-Präparat Cera getestet worden und wurde deshalb disqualifiziert. Seine Medaille erhält nun Fabian Cancellara. Der schickt seine Bronzemedaille jetzt an den Russen Alexander Kolobnew.

17.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Marcel Delattre wird 70 und Daniel Lucas Yuste wird 65 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

16.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Pierre Michel wird 80, Kilian Deneef wird 71 und Henk Cornelisse wird 69 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

15.11.2009 - Am vierten Tag des Münchner Sechstagerennens haben sich die Schweizer Risi / Marvulli die Führung zurückerobert. Rundengleich liegen die Lokalmatadoren Lampater / Grasmann auf Platz zwei. Mit einer Runde Rückstand folgen Rasmussen / Mørkøv und Schep / Stam auf den Plätzen drei und vier. Die Fünftplatzierten Kenny De Ketele / Roger Kluge haben zwar momentan zwei Runden Rückstand, stehen aber kurz vor einer Bonusrunde, so dass momentan noch fünf Teams um die Podiumsplätze streiten.

15.11.2009 - Zur Halbzeit des Münchner Sechstagerennens führen die Holländer Schep / Stam mit einer Runde Vorsprung vor Risi / Marvulli, Rasmussen / Mørkøv, Lampater / Grasmann und Kenny De Ketele / Roger Kluge.

15.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Frans Melckenbeeck wird 69, John Vandevelde wird 59 und Leo Van Vliet wird 54 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

14.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Rudi Theissen wird 83, Vittorio Adorni wird 72, Bernard Hinault wird 55 und Zachary Bell wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

13.11.2009 - Stürze beim Münchner Sechstagerennens

Am ersten Abend des Münchner Sechstagerennens stockte Fahrern und Zuschauern gleich mehrmals der Atem. Bereits in der ersten Jagd des Abends mussten mehrere Fahrer zu Boden. Robert Bartko, Sebastian Siedler und Colby Pearce wurden für den Rest des Abends neutralisiert. Bartko wurde sicherheitshalber zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht, ist aber offenbar ohne Bruch davongekommen. Später am Abend stürzte auch noch der Belgier Tim Mertens. Er wurde ebenfalls aus dem Rennen genommen. Hoffentlich können die Vier heute abend ins Renngeschehen zurückkehren.
Die erste Jagd gewannen die Dänen Alex Rasmussen / Michael Mørkøv. Bei der Großen Jagd des Abends konnten sich im dezimierten Feld Leif Lampater / Christian Grasmann durchsetzen. Der gebürtige Münchner Christian Grasmann ist zum sechsten Mal bei seinem Heimrennen am Start, doch zum ersten Mal hat er mit Leif Lampater einen Top-Fahrer an seiner Seite. Diese Chance will Grasmann nutzen, um erstmals vor "seinem" Publikum auf dem Podium zu stehen.
Nach dem ersten Abend liegen noch fünf Teams in der Nullrunde. Rasmussen / Mørkøv führen vor Risi / Marvulli und Lampater / Grasmann, wobei dieses Führungstrio ganze zwei Punkte trennt. Peter Schep / Danny Stam und das Interimsteam Andreas Müller / Roger Kluge liegen nach Punkten schon deutlich zurück.
Alle anderen Teams haben schon zwischen zwei und sechs Runden Rückstand. Lehrgeld bezahlten auch die jungen Australier Leigh Howard / Glenn O'Shea, die im Vorjahr noch die Rennen des UIV-Cups nach Belieben dominiert hatten. An ihre gute Profi-Premiere bei den Sixdays in Hasselt im Frühjahr können sie in München nicht anknüpfen. Schon in der ersten Nacht haben sich die amtierenden Vizeweltmeister im Madison fünf Verlustrunden eingefangen.

13.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Bernd Rohr wird 72, Roger Loysch wird 58 und Lech Piasecki wird 48 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

12.11.2009 - Luca Toni startet das Münchener Sechstagerennen

Fußball-Weltmeister Luca Toni schickt heute das Starterfeld von 15 Teams ins 46.Münchner Sechstagerennen. In diesem Jahr hat der sportliche Leiter Sigi Renz Nationalteams zusammengestellt. Da alle Medaillengewinner der diesjährigen Weltmeisterschaften im Madison am Start sind, können die Münchner Sixdays durchaus als WM-Revanche angesehen werden.
Das komplette Fahrerfeld (in Klammern die Anzahl der Sechstagerennen und der Siege):
Dänemark: Alex Rasmussen (22/3) / Michael Mørkøv (21/3)
Deutschland: Robert Bartko (53/13)/ Roger Kluge (12/1)
Schweiz: Bruno Risi (182/58) / Franco Marvulli (86/26)
Australien: Leigh Howard (2) / Glenn O'Shea (2)
Holland: Danny Stam (90/14) / Peter Schep (36/2)
Bayern: Leif Lampater (40) / Christian Grasmann (39)
Belgien: Kenny De Ketele (26/1) / Tim Mertens (10)
Tschechien: Martin Blaha (13) / Jiri Hochmann (7)
USA: Daniel Holloway (7) / Colby Pearce (8)
Deutschland: Danilo Hondo (8) / Andreas Beikirch (119/4)
Deutschland: Marcel Barth (5) / Karl-Christian König (6)
Deutschland: Christian Bach (23) / Fabian Schaar (3)
Deutschland: Daniel Musiol (8) / Sven Krauss (2)
Deutschland: Benjamin Edmüller (2) / Lars Teutenberg (92)
Exil-Österreich: Sebastian Siedler (16) / Andreas Müller (56).
Fazit: Das muss ich als Bremer neidvoll anerkennen. Ein solch hochklassiges Fahrerfeld wird wohl kein anderes Sechstagerennen bieten können. München wird seinem Ruf als heimliche Weltmeisterschaft wieder einmal gerecht. - Zur Homepage des Veranstalters

12.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Peter Post wird 76, und Frank Corvers wird 40 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.11.2009 - Robert Bartko und Henning Bommel haben ihre Verträge beim LKT-Team Brandenburg bis 2010 verlängert.

11.11.2009 - Stuart O´Grady wurde aus dem Krankenhaus in Valencia entlassen und reiste zu seiner Familie nach Monaco.

11.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Johnny Denul wird 54, Franco Marvulli wird 31 und Mario Lexmüller wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

10.11.2009 - Nicola Minali feiert heute seinen 40.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

9.11.2009 - Danilo Hondo zurück in der ProTour

Danilo Hondo hat einen Einjahresvertrag beim italienischen Rennstall Lampre unterschrieben und kehrt damit in der nächsten Saison nach fünfjähriger Pause in die ProTour zurück. Der 35jährige frühere Telekom- und Gerolsteiner-Profi war 2005 positiv getestet worden, hatte aber Doping stets bestritten. Langwierige Prozesse und eine schließlich akzeptierte Sperre hatten Hondo zwischenzeitlich ins sportliche Aus befördert. In der vergangenen Saison hatte Hondo beim unterklassigen tschechischen Team PSK Whirlpool angeheuert und eine ganze Reihe von guten Ergebnissen erzielt. Dies brachte ihm nun ein Engagement bei Lampre ein, wo er hauptsächlich als Anfahrer für Alessandro Petacchi vorgesehen ist. Bei anspruchsvollen Eintagesrennen soll Hondo auf eigene Rechnung fahren können. Insgeheim träumt er von seiner dritten Teilnahme an der Tour de France (nach 2002 und 2004).
Bei all seinen Erfolgen auf der Straße wird oft vergessen, dass der endschnelle Sprinter ursprünglich von der Bahn kam und 1994 Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung werden konnte. Am Donnerstag wird er zusammen mit Andreas Beikirch beim Münchener Sechstagerennen an den Start gehen. - Interview mit Danilo Hondo

9.11.2009 - Stuart O´Grady nach Kollaps im Krankenhaus

Radprofi Stuart O´Grady wurde nach einem Zusammenbruch in ein Krankenhaus in Valencia eingeliefert. Er war am Sonntag zu Gast beim Motorrad Grand Prix in Valencia und hatte dort als Sozius ein paar Runden mit dem Australischen Motorrad-Star Casey Stoner gedreht. Beim anschliessenden Interview wurde er ohnmächtig. Erst im Krankenhaus kam O´Grady wieder zu Bewußtsein. Er wird einige Tage für Untersuchungen in Krankenhaus verbleiben. Medienberichte vermuten einen epileptischen Anfall als Ursache. - Quelle: Adelaide Now

9.11.2009 - Dietrich Thurau feiert heute seinen 55.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

8.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Robert de Bal wird 80, Jan Raas wird 57, Daniel Mosler wird 39 Adler Capelli wird 36 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

7.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Patrick Murphy wird 76 und Hilton Clarke jr. wird 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

6.11.2009 - Urs Freuler feiert heute seinen 51.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

5.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Giuseppe Ogna wird 76, William Riva wird 61, Christian Goldschagg wird 50 und Eric Barlevav und Jack Simes IV werden 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

4.11.2009 - Marvulli / Roberts setzen sich in Grenoble durch

Am Ende setzte sich wieder einmal die Erfahrung durch: Franco Marvulli / Luke Roberts gewannen das 39.Sechstagerennen in Grenoble. Aus dem Vierkampf zu Beginn des letzten Abends wurde in der abschliessenden Jagd rasch ein Zweikampf. Leon van Bon / Jeff Vermeulen liessen sich nicht abschütteln und gaben sich erst im Schlussspurt geschlagen. Mit 13 Punkten Rückstand wurden sie Zweite.

Iljo Keisse hingegen hatte im Finale keine Chance, den Sieg von 2005 zu wiederholen. Mit seinem jungen Landsmann Gianni Meersman ging er als Führender in den letzten Ritt, hatte am Ende die meisten Punkte auf dem Konto, handelte sich aber eine Verlustrunde ein, so dass er mit dem dritten Platz vorlieb nehmen musste.
Für Luke Roberts war es der erste Sechstagesieg seiner Karriere. Franco Marvulli konnte sich bereits zum fünften Mal in die Siegerliste von Grenoble eintragen und ist damit Rekordgewinner an der Isere. - Das Endergebnis von Grenoble

4.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Palle Lykke wird 73, André Poppe wird 66, Andy Flickinger wird 31 und Bastiaan Giling wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

3.11.2009 - Offenbar beflügelt vom Freispruch in seinem Doping-Verfahren hat Iljo Keisse zusammen mit seinem Partner Gianni Meersman in der ersten Jagd des fünften Abends von Grenoble den Konkurrenten eine Runde abgenommen. Mit der höchsten Punktzahl liegen die beiden Belgier vor dem Finalrabend in Führung. Ebenfalls in der Nullrunde liegen Leon van Bon / Jeff Vermeulen, Franco Marvulli / Luke Roberts und Daniel Kreutzfeldt / Jens-Erik Madsen auf den Plätzen zwei bis vier, wobei die Dänen einen deutlichen Punkterückstand und auch keine Chance auf eine weitere Bonusrunde haben. Dennoch wahrten sie ihre Außenseiterchance auf eine Podiumsplatzierung ebenso wie die Schweizer Alexander Aeschbach / Tristan Marguet, die eine bessere Position verpassten, indem sie eine just gewonnene Bonusrunde in der zweiten Jagd wieder verspielten und nun mit einer Runde Rückstand auf das Führungsquartett in die letzte Nacht gehen.

3.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Ueli Luginbühl wird 68, Peder Pedersen wird 64, Udo Hempel wird 63, Kurt Steinmann wird 47, Armin Meier wird 40, Chris Jenner wird 35, Bobby Traksel wird 28 und Maxime Bouet wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

2.11.2009 - Freispruch für Iljo Keisse

Iljo Keisse wurde von der Disziplinarkommission des belgischen Radsportverband vom Vorwurf des Dopings freigesprochen. Damit hat ein fast elfmonatiges juristisches Ringen für den Sportler ein glückliches Ende gefunden.
Der Belgier war am Schlußabend der Sixdays von Gent 2008 positiv auf Cathin und HCT getestet worden. Cathin ist ein Appetitzügler mit der Nebenwirkung eines Amphetamins und steht deshalb auf der Dopingliste. Hydrochlorothiazide (HCT) sind blutdrucksenkende Mittel, die bei hoher Dosierung als Nebenwirkung stark harntreibend wirken und deshalb als Maskierungsmittel zur Verschleierung von EPO-Doping eingesetzt werden. Keisse hatte stets bestritten, wissentlich unerlaubte Mittel zu sich genommen zu haben. Seine Anwälte hatten den belgischen Verband mit Expertisen und Sachverständigen unter Druck gesetzt, so dass immer neue Verhandlungen und Vertagungen nötig waren. Als Begründung für den Dopingbefund wurde angegeben, dass das Cathin als ein Abbauprodukt des erlaubten Pseudoephedrins und das HCT durch ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel in Keisses Blut gelangt waren. Zudem wurde argumentiert, dass die aufgefundene Menge an HCT derart gering war, dass sie weder leistungssteigernd noch Dopingverschleiernd hätte wirken können. Zudem hatte Keisse angegeben, das Erkältungsmittel "Sinutab Forte" zu sich genommen zu haben, welches Pseudoephedrin enthält. Diese Substanz steht erst ab ab Januar 2010 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.
Schlussendlich konnte der Verband nicht das Gegenteil beweisen. In dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten. Und Zweifel werden bleiben. Ist Keisse wirklich unschuldig oder hatte er nur verflixt gute Anwälte?
Dem Publikum wird´s bald egal sein. Es hat den Sonnyboy schmerzlich vermisst. Nach dem üblichen Procedere der Branche war Keisse sofort nach Bekanntwerden des Dopingbefundes im Dezember 2008 von seinem Rennstall Topsport Vlaanderen suspendiert worden. Im drohte wie üblich eine Sperre von zwei Jahren und die Aberkennung des Sieges beim Genter Sechstagerennen. Da der Verband wegen der juristischen Einwände keine sofortige Sperre verhängen konnte, nutzte Keisse eine Lücke im Reglement und nahm ab Mai als Einzelfahrer wieder an Rennen teil. Insbesondere bei den in Belgien sehr beliebten Rundstreckenrennen hinter Derny-Motorrädern war Keisse sehr erfolgreich und konnte mehrere dieser Rennen gewinnen. Die Veranstalter der Sechstagerennen in Fiorenzuola und Amsterdam holten Keisse zurück auf die Bahn. Mut zum Risiko zeigte der Veranstalter der gerade laufenden Sixdays in Grenoble. Sie engagierten Keisse, obwohl während der sechs Tage der Urteilsspruch zu erwarten war. Wäre das Urteil gegen Keisse ausgefallen, hätte er aus dem Wettbewerb genommen werden müssen. - zur Chronologie des Dopingfalls "Iljo Keisse"

2.11.2009 - Vor fünf Jahren starb Gerrie Knetemann

Das war ein Schock für die holländische Radsportwelt, als ihr Nationaltrainer Gerrie Knetemann von einer Trainingsfahrt nicht zurückkehrte. Knetemann war mit Freunden mit dem Mountainbike unterwegs. Als er einen Kettenschaden an seinem Rad beheben wollte, überraschte ihn ein Herzinfarkt. Knetemann war sofort tot.

Gerrie Knetemann wurde am 6.März 1951 in Amsterdam geboren. Als 23jähriger wurde er Profi und gewann bereits im ersten Profijahr das Amstel Gold Race. In den Folgejahren etablierte er sich als Klassikerjäger und Etappenspezialist. Insgesamt stehen 141 Profisiege in seiner Statistik. Der größte Sieg war der Weltmeistertitel 1978 auf dem Nürburgring. Knetemann fuhr 13 mal die Tour de France (zwischen 1974 und 1988), trug mehrfach das gelbe Trikot und konnte zehn Etappen gewinnen.
Ein schwerer Sturz im Frühjahr 1983 wurde zum Einschnitt in seiner Karriere. Nach monatelanger Pause kehrte er in den Profiradsport zurück, aber an die ganz großen Erfolge konnte er nicht mehr anknüpfen.
Gerrie Knetemann war kein Bahnspezialist, aber er fuhr in jedem Winter einige Sechstagerennen, um die Form zu halten. Seine Sprintstärke konnte er auch auf der Bahn ausspielen. In 45 Sechstagerennen (zwischen 1974 und 1987) konnte er vier Siege erringen; der wertvollste war der Sieg in Gent 1978 zusammen mit Patrick Sercu. 1989 beendete der Mann mit der Brille seine aktive Laufbahn. 1991 wurde Gerrie Knetemann Nationaltrainer der holländischen Straßenfahrer. Er starb am 2.November 2004 - heute vor 5 Jahren. Gerrie Knetemann wurde nur 53 Jahre alt. - Biografie von Gerrie Knetemann bei Wikipedia

2.11.2009 - In der vierten Nacht von Grenoble ist das Favoritenfeld geschrumpft. Die bislang führenden Dimitri de Fauw / Marc Hester kassierten zwei Verlustrunden und stürzten auf Platz sechs ab. Jetzt führen wieder Leon van Bon / Jeff Vermeulen mit 11 Punkten Vorsprung auf Franco Marvulli / Luke Roberts. Dahinter folgen mit einer Runde Rückstand Gianni Meersman / Iljo Keisse und Alexander Aeschbach / Tristan Marguet, wobei die beiden Schweizer kurz vor ihren zweiten Bonusrunde stehen und dadurch heute abend in die Nullrunde aufschliessen werden. Daniel Kreutzfeldt / Jens-Erik Madsen (als Fünfte), Martin Blaha / Jiri Hochmann verabschiedeten sich wohl von ihren Ambitionen auf das Treppchen.

1.11.2009 - Roger Kluge mit Top-Platzierungen beim Weltcup-Auftakt in Manchester

Vom ersten Bahn-Weltcup-Wochenende dieses Winters in Manchester konnte die deutsche Bahnnationalmannschaft zufrieden nach Hause fahren. Sieben Podiumsplätze brachten Platz zwei in der Nationenwertung. Den einzigen Sieg verbuchte Stefan Nimke im 1000m Zeitfahren. Dritte Plätze erreichten Maximilian Levy im Keirin und Robert Forstmann / Stefan Nimke / Tobias Wachter im Team-Sprint.
Bei den Ausdauerfahrern mußte wieder einmal Roger Kluge für die Deutschen die Kohlen aus dem Feuer holen. Im Madison wurden die neuen Europameister Robert Bartko / Roger Kluge Zweite und mussten sich den Belgiern Kenny De Ketele / Tim Mertens nur um einen Punkt geschlagen geben. Die weiteren Platzierungen: 3. Sergey Kolesnikov / Alexej Chmidt (Rußland), 4. Philip Nielsen / Michael Mørkøv (Dänemark), 5. Christophe Riblon / Mathieu Ladagnous (Frankreich), 6. Antonio Tauler / Unai Elorriaga Zubiaur (Spanien), 7. Colby Pearce / Daniel Holloway (USA) 8. Leigh Howard / Glenn O'Shea (Australien), 9. Peter Schep / Danny Stam (Holland), 10. Andreas Graf / Andreas Müller (Österreich), 11. Elia Viviani / Fabrizio Braggion (Italien) und 12. Angelo Ciccone / Alex Buttazzoni (Italien).
Im Finale des Punktefahrens gewann Chris Newton vor Ho Ting Kwok aus Hongkong. Punktgleich landete Roger Kluge auf Platz drei. Mit Peter Schep (5.), Kenny De Ketele (8.), Andreas Müller (9.), Milan Kadlec (10.), Daniel Holloway (12.), Angelo Ciccone (13.), Christophe Riblon (14.), Michael Mørkøv (17.) und Sergey Lagkuti (18.) waren noch eine ganze Reihe weiterer Sechstagefahrer am Start.
Im Scratch gewann der Russe Ivan Kovalev vor dem Polen Lukasz Bujko und dem Ukrainer Sergiy Lagkuti. Roger Kluge kam nicht über einen achten Platz hinaus. Auch andere Sechstagefahrer belegten in diesem Wettbewerb nur mittlere Plätze: Elia Viviani (6.), Chris Newton (7.), Petr Lazar (9.), Matthieu Ladagnous (12.), Fabio Masotti (13.), Angel Dario Colla (15.), Michael Vingerling (16.), Loic Perizzolo (19.), Werner Riebenbauer (20.), Leigh Howard (21.) und Colby Pearce (22.).
In der Einzelverfolgung gewann wiederum ein Engländer: Geraint Thomas verpasste dem Belgier Dominique Cornu die Höchststrafe, indem er ihn zwei Runden vor Schluß einholte. Im kleinen Finale setzte sich Vitaliy Shchedov (Ukriane) gegen David Muntaner (Spanien) durch. Arno Van Der Zwet wurde Sechster. Der deutsche Teilnehmer Stefan Schäfer landete auf Platz neun.
In der Mannschaftsverfolgung waren die Engländer wieder einmal ein Klasse für sich. Im Finale holten sie die Spanier (mit David Muntaner und Antonio Tauler) schon nach 3000m ein und verpassten ihren eigenen Weltrekord nur um eine gute Sekunde. Für deutsche Team (Bartko / Henning Bommel / Kluge / Schäfer) war das Erreichen des kleinen Finales ein Erfolg, auch wenn man sich nach Reifenschaden den Ukrainern geschlagen geben musste. Der Vierer harmonierte in der Qualifikation gut und fuhr die drittbeste Zeit, obwohl Roger Kluge kurzfristig ins Team genommen werden musste, da Robert Bengsch unter heftigen Zahnschmerzen litt. Mit Dänemark (Fünfte, u.a. mit Philip Nielsen), den Niederlanden (Siebte, u.a. mit Gert-Jan Jonkman, Peter Schep, Arno Van Der Zwet), Belgien (Neunte, u.a. mit Tim Mertens), Frankreich (Zehnte, u.a. mit Vivien Brisse) und der Schweiz (Elfte, u.a. Loic Perizzolo) konnten etablierte Radsportnationen abgehängt werden. Österreich (Graf / Müller / Riebenbauer / Singer) enttäuschte mit einem 14. und letzten Platz.
Kritisch beäugt wurden die Frauen-Disziplinen, die demnächst womöglich anstatt von Madison und Punktefahren olympisch werden sollen. Dabei lief es für die deutschen Sportlerinnen ganz gut. Im Team-Sprint wurden Dana Glöss / Miriam Welte Dritte hinter Australien und den Niederlanden. In der Mannschaftsverfolgung mussten sich Lisa Brennauer / Verena Joos / Madeline Sandig nur den starken Engländerinnen geschlagen geben und verpassten als Zweite den deutschen Rekord nur knapp.
Der Bahn-Weltcup wird in diesem Winter nur mit vier Veranstaltungen ausgefahren. Das nächste Weltcup-Wochenende ist vom 19. bis 21. November in Melbourne. Danach folgen Cali (10.-12.Dezember) und Peking (22.-24.1.). - Quelle: Cyclingnews.com

1.11.2009 - Auch zur Halbzeit des Sechstagerennens in Grenoble ist noch keinerlei Vorentscheidung gefallen. Sieben Teams schnuppern noch am Treppchen. Durch Rundengewinne in den beiden Jagden und zusätzliche Bonusrunden ist die Spitze noch enger zusammengerückt. Durch den Gewinn der zweiten Jagd haben Dimitri de Fauw / Marc Hester die Führung übernommen. Dahinter folgen Leon van Bon / Jeff Vermeulen, Franco Marvulli / Luke Roberts und Alexander Aeschbach / Tristan Marguet ebenfalls in der Nullrunde. Mit einer Runde Rückstand folgen Gianni Meersman / Iljo Keisse, Daniel Kreutzfeldt / Jens-Erik Madsen und Martin Blaha / Jiri Hochmann auf den Plätzen fünf bis sieben.

1.11.2009 - Heute feiern Geburtstag: Albert Desmedt wird 90, Leó Proost wird 76, Louis Pfenninger wird 65 und Hendrik Redant wird 47 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

31.10.2009 - Überraschende Führung in Grenoble

Etwas überraschend liegen nach der zweiten Nacht von Grenoble die Holländer Leon van Bon und Jeff Vermeulen in Führung. Rundengleich und mit drei Punkten weniger liegen Franco Marvulli / Luke Roberts auf Platz zwei. Dritte sind die Belgier Gianni Meersman / Iljo Keisse, die zwar die höchste Punktzahl, aber eine Runde Rückstand haben.
Diese drei Teams haben schon die 100-Punkte-Grenze überschritten und bekamen dafür eine Bonusrunde gutgeschrieben. Auf den Plätzen vier bis sieben folgen vier Teams, die zwar momentan mit zwei Verlustrunden notiert sind, die aber nach Punkten heute abend eine Bonusrunde erreichen werden und dadurch wieder auf Tuchfühlung zur Spitze gehen können: Dimitri de Fauw / Marc Hester, Daniel Kreutzfeldt / Jens-Erik Madsen, Alexander Aeschbach / Tristan Marguet und Martin Blaha / Jiri Hochmann. Sieben Teams haben also noch die Chance auf das Podium. Erwartungsgemäß ist der Ausgang dieses Rennens völlig offen. Es gibt keine klaren Favoriten auf den Sieg.
Ebenso erwartungsgemäß fahren die französischen Fahrer hinterher und haben keinerlei Chance auf eine vordere Platzierung. Bereits seit Jahren haben die Franzosen keine guten Sechstagefahrer mehr. Jerome Neuville war der letzte, der einigermaßen mit der Weltspitze mithalten konnte (und dennoch ohne Sechstagesieg blieb), aber er hat seine Karriere im letzten Jahr beendet. Der letzte französische Sieger in Grenoble war Jean-Claude Colotti im Jahre 1994. Vermutlich werden die Franzosen noch einige Jahre warten müssen, bis sie ihre Nationalhymne nach der Finaljagd wieder hören können. Der neue Hoffnungsträger Morgan Kneisky liegt momentan mit fünf Runden Rückstand auf Platz acht. Aber er ist erst 22 Jahre alt und hat noch viele Gelegenheiten, um zu beweisen, dass sein Weltmeistertitel im Frühjahr keine Eintagsfliege war.

30.10.2009 - Weitere Absagen von Sechstagerennen

Ein trauriger Tag für die italienischen Radsportfans: Knapp zwei Wochen vor dem geplanten Start des Sechstagerennens in Mailand hat der Sportliche Leiter Silvio Martinello das Handtuch geworfen und das Rennen aus finanziellen Gründen abgesagt. Auch das für Januar geplante Sechstagerennen in Cremona wurde abgesagt.
Das Sechstagerennen in Mailand fand 1927 zum ersten Mal statt. Bislang gab es 29 Austragungen. In der Siegerliste finden sich Francesco Moser und René Pijnen als Rekordgewinner mit je fünf Erfolgen. Mit Dieter Kemper (1969 und 1970), Horst Oldenburg (1969) und Sigi Renz (1972) konnten auch drei Deutsche triumphieren. Bemerkenswert: Bislang hat noch kein Schweizer in Mailand gewonnen.
Nach einer Pause von zehn Jahren war das Sechstagerennen in Mailand im vergangenen Jahr erstmals wieder ausgetragen worden. In Cremona hatte im vergangenen Februar zum ersten Mal ein "6 giorni" stattgefunden.

30.10.2009 - Nach der ersten Nacht in Grenoble liegen noch fünf Teams in der Nullrunde. Es führen Franco Marvulli / Luke Roberts (63 Punkte) vor Leon van Bon / Jeff Vermeulen (57 Punkte), Gianni Meersman / Iljo Keisse (57 Punkte), Daniel Kreutzfeldt / Jens-Erik Madsen (53 Punkte) und Alexander Aeschbach / Tristan Marguet (38 Punkte). Alle anderen Teams liegen bereits um mindestens eine Runde zurück.

30.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Fred Rompelberg wird 64, Christian Lademann wird 34, Manuel Quinziato wird 30 und Martin Gilbert wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

29.10.2009 - Heute startet das Sechstagerennen in Grenoble

Die "Six jours cyclistes de Grenoble" fanden in den letzten Jahren stets zeitgleich mit dem Dortmunder Sechstagerennen statt. Die Absage ves Dortmunder Rennens zog die Spitzenfahrer dennoch nicht nach Frankreich. Der Grund liegt auf der Hand: In Grenoble werden deutlich niedrigere Startgelder bezahlt. Stattdessen gibt es zusätzliche Geldprämien je nach Ergebnis in den Einzelwettbewerben. "Das führte dazu, dass um Biegen und Brechen um jede Platzierung gefightet wurde," berichtete Alexander Aeschbach, der in Grenoble bereits vier mal gewonnen hat, "und da das Feld zur Hälfte auf völlig unerfahrenen Franzosen bestand, wurde es mitunter ganz schön gefährlich."
Auch in diesem Jahr stellen französische Fahrer das Gros im Peleton. Zum Nachfolger des zurückgetretenden Lokalmatadoren Jerome Neuville soll der junge Scratch-Weltmeister Morgan Kneisky aufgebaut werden. Die erfahrenen Sixdays-Cracks Marvulli, Aeschbach, Keisse und van Bon hat man in verschiedene Teams gesteckt, um ein spannendes Rennen zu garantieren. Dennoch sind diese vier als erste Anwärter auf die Podestplätze anzusehen.
Das Starterfeld (in Klammern die Anzahl der Sechstagerennen und Siege):
Daniel Kreutzfeldt (2) / Jens-Erik Madsen (15)
Franco Marvulli (85/25) / Luke Roberts (14)
Alexander Aeschbach (78/7) / Tristan Marguet (5/1)
Gianni Meersman (1) / Iljo Keisse (54/11)
Leon van Bon (18) / Jeff Vermeulen (7)
Morgan Kneisky (1) / Kevin Fouache (1)
Guy East (2) / Austin Carroll (1)
Martin Blaha (12) / Jiri Hochmann (6)
Dimitri de Fauw (28) / Marc Hester (44)
Sebastien Ivars (3) / Steven de Neef (28)
Florent Ivars (2) / Jonathan Mouchel (6).
Das Sechstagerennen in Grenoble findet seit 1971 statt. In diesem Jahr ist die 39. Austragung. In der Siegerliste finden sich auch zwei Deutsche: Günther Haritz gewann 1976 (mit Bernard Thevenet) und Didi Thurau gewann 1978 (mit Patrick Sercu). Rekordgewinner sind Patrick Sercu, Adriano Baffi und das Schweizer Team Franco Marvulli / Alexander Aeschbach mit jeweils vier Siegen. Die Vorjahressieger Alex Rasmussen / Michael Mørkøv sind diesmal nicht am Start. - Zur Homepage des Veranstalters

29.10.2009 - Fernand Deferm feiert heute seinen 69.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

28.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Niels Fredborg wird 63, Marco Cattaneo wird 52 und David Garbelli wird 28 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

27.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Erich Schneider wird 61, Cees Priem wird 59 und Björn Schröder wird 29 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

26.10.2009 - Vor 120 Jahren wurde Karl Saldow geboren

Karl Saldow war vor und nach dem ersten Weltkrieg einer der erfolgreichsten deutschen Bahnfahrer. Er bestritt 19 Sechstagerennen, von denen er acht gewinnen konnte, darunter vier Mal in seiner Heimatstadt Berlin. Dort wurde er am 26.10.1889 geboren - heute vor 120 Jahren.

Als 21jähriger wurde Saldow Profi. Bereits sein erstes Sechstagerennen in Dresen 1911 konnte er zusammen mit Willy Lorenz gewinnen. Saldows Spezialität waren die Steherrennen. Vier Mal wurde er Deutscher Meister und 1912 gewann er Bronze bei den Europameisterschaften. Karl Saldow starb am 31.5.1961 in Berlin. Er wurde 61 Jahre alt.

26.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Antonio Timoner wird 80, Oswald Declercq wird 75, Bernard Dupuch wird 62 und Gottfried Schmutz wird 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

25.10.2009 - Bartko / Kluge triumphieren in Amsterdam

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Vier Teams hatten am Finalabend noch Chancen auf den Sieg beim 17. Amsterdamer Sechstagerennen. Roger Kluge / Robert Bartko hatten die vermeintlich schlechteste Ausgangsposition und waren dennoch die Sieger. In der einstündigen Finaljagd schafften sie zwei Rundengewinne mehr als die Konkurrenz und hatten am Ende auch die höchste Punktzahl

Bruno Risi / Franco Marvulli und Leif Lampater / Danny Stam belegten die Plätze zwei und drei. Für Iljo Keisse / Kenny De Ketele, die sich am vorletzten Abend bravorös an das Spitzentrio herangekämpft hatten, reichte es am Ende doch nur zu Platz vier.
Für Roger Kluge war es der erste Sechstagesieg seiner Karriere. Bartko hat nunmehr dreizehn Siege auf seinem Konto. In Amsterdam hatte er sich schon 2007 in die Siegerliste eintragen können. - Das Endergebnis von Amsterdam

25.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Maurice Burton wird 54 und Cristiano Citton wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

24.10.2009 - Otto Altweck erneut Weltmeister

Von den Senioren Weltmeisterschaften in Sydney kehrte Otto Altweck mit drei Medaillen zurück. In der Altersklasse Ü70 unterlag Altweck im Finale der Einzelverfolgung dem Amerikaner James Kloss und holte Silber. Auch im Scratch belegte Altweck den zweiten Platz, diesmal hinter dem Neuseeländer Warwick Dalton. Im abschliessenden Punktefahren drehte Altweck den Spieß um und gewann vor Warwick Dalton.
Die Altersklasse Ü65 dominierte Keith Oliver nach Belieben. Er gewann alle drei Titel.

24.10.2009 - In der fünften Nacht des Amsterdamer Sechstagerennens rückten die vier Spitzenpaare enger zusammen. In der ersten Jagd konnten Keisse / De Ketele mit Rundenvorsprung gewinnen. Und Lampater / Stam konnten im Verlaufe des Abends kräftig punkten. Dennoch blieben Risi / Marvulli als einziges Team in der Nullrunde in Führung. Mit einer Runde Rückstand folgen Bartko / Kluge vor Lampater / Stam und Keisse / De Ketele. Am Finalabend haben also noch vier Teams Chancen auf den Sieg. Allerdings mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Bartko / Kluge haben zwar bislang die meisten Punkte gesammelt, aber dennoch die schlechtesten Karten auf den Sieg. Denn nur Lampater / Stam und Keisse / De Ketele haben noch die Chance auf eine Bonusrunde und würden dadurch zu Risi / Marvulli in die Nullrunde aufschliessen. Die beiden Schweizer werden ihre Führungsposition also gegen drei Teams zu verteidigen haben. Vielleicht wird das Amsterdamer Sechstagerennen sprichwörtlich entschieden: Viele Hunde sind des Hasen Tod und die Letzten werden die Ersten sein?

24.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Roger Verplaetse wird 78, Ezio Cardi wird 61, Sante Fossato wird 53 und Volker Diehl wird 46 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.10.2009 - Spannende Entscheidungen beim GP Vienna

Der GP Vienna ist das größte UCI-Bahnmeeting in Österreich und fand an zwei Tagen im Ferry Dusika Stadion in Wien statt. Vor allem die österreichischen Bahnfahrer waren heiss darauf, sich nach guten Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften vor heimischen Publikum zu präsentieren. Die Form stimmte, aber die Siege überließen die Ösis ihren ausländischen Gästen.
Im Punktefahren konnte Andreas Müller zusammen mit Angelo Ciccone und Milan Kadlec dem Feld eine Runde abnehmen. Müller hatte schon den Sieg vor Augen, ließ sich im Finalsprint aber von Ciccone überspurten und belegte punktgleich mit dem Italiener Platz zwei. Fabio Masotti (5.), Loic Perizzolo (6.), Petr Lazar (8.), Werner Riebenbauer (9.) und Alex Buttazzoni (10.) kamen unter die Top Ten.
In der Mannschaftverfolgung war der tschechische Vierer von Dukla Prag (J.Dostal, V.Hacecky, J.Hochmann, M.Kadlec) nicht zu schlagen. Österreichs Vierer (A.Graf, A.Müller, W.Riebenbauer, M.Singer) überraschte mit Platz zwei. Für Deutschland erreichte das Team des RSV Irschenberg (R.Bickel, B.Edmüller, C.Grasmann, T.Sobek) Platz vier. Italien (F.Braggion, A.Buttazzoni, A.Ciccone, F.Masotti) wurde Fünfter.
Im Scratch suchte Andreas Müller wiederum sein Heil in der Flucht und überrundete zusammen mit Petr Lazar und Fabio Masotti das Feld. Den Spurt gewann Lazar vor Müller und Masotti. Josef Zabka (4.), Georg Tazreiter (5.), Loic Perizzolo (8.), Fabrizio Braggion (9.) und Angelo Ciccone (10.) konnten sich unter der ersten Zehn platzieren.
Im Madison triumphierten die Italiener Fabio Masotti / Angelo Ciccone. Andreas Müller / Werner Riebenbauer kamen auf den vierten Platz.

23.10.2009 - Bei den Britischen Bahnmeisterschaften in Manchester gewann Chris Newton die Titel im Scratch und im Punktefahren.

23.10.2009 - Führungswechsel in der vierten Nacht des Amsterdamer Sechstagerennens: Die bislang führenden Bartko / Kluge verloren eine Runde und die Führung. Neue Leader sind jetzt Risi / Marvulli, rundengleich mit Lampater / Stam. Bartko / Kluge rutschten auf Platz drei. Keisse / De Ketele hielten durch Gewinn einer Bonusrunde Anschluß an das Führungstrio. Derweil geht muß Sprint-Weltmeister Theo Bos bei seinem Sechstage-Debut Lehrgeld zahlen. Nach Rekordzeiten in der Zeitfahren der ersten drei Tage musste er sich im Mannschaftszeitfahren Bartko / Kluge geschlagen geben.

22.10.2009 - Bartko / Kluge bleiben in Amsterdam in Führung

Auch nach der dritten Nacht des Sechstagerennens in Amsterdam blieben die Europameister Bartko / Kluge mit der höchsten Punktzahl in Führung. Allerdings haben die beiden folgenden Teams Risi / Marvulli und Lampater / Stam erwartungsgemäß die 100-Punkte-Marke geknackt und liegen dank der Bonusrunde nun rundengleich. In der ersten Jagd des Abends konnten die viertplatzierten Keisse / De Ketele gegenüber dem Führungstrio eine Runde herausholen. Wenn die Belgier heute abend ihre Bonusrunde gewinnen, werden auch sie in der Nullrunde liegen, allerdings mit deutlichem Punkterückstand. Der Kampf ums Podium ist allerdings noch lange nicht entschieden.
Sechstage-Neuling Theo Bos gelingt es als momentan Fünfter zusammen mit seinem routinierten Partner Peter Schep ganz leidlich, Anschluß an die Spitzeteams zu halten. Die Holländer holten gestern zwei Runden auf und haben nur noch zwei Runden Rückstand. Weltklassesprinter Bos begeistert das Publikum durch Fabelzeiten in den Zeitfahr-Wettbewerben. Solange Theo Bos keinen vom Rad schubst, ist er eine echte Bereicherung für die Sechstageszene.
Selbiges kann man von den anderen Youngstern leider nicht behaupten. Die sechs Teams, die mit U23-Fahrern bestückt sind, zeigen sich in den Jagden überfordert und sammeln Verlustrunde um Verlustrunde. Insbesondere die Form des Italieners Elia Viviani wirft Fragen auf. Im vergangenen Winter hatte der U23-Europameister mit starken Rennen in Mailand und Cremona auf sich aufmerksam gemacht, doch in Amsterdam hat er zusammen mit Sebastian Donadio schon zehn Verlustrunden zusammengesammelt und liegt derzeit nur auf Platz elf.

22.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Julien van Oostende wird 78, Steve Heffernan wird 57, Mark Renshaw wird 27 und Maxime Bally wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.10.2009 - Nach der zweiten Nacht des Amsterdamer Sechstagerennens liegen Bartko / Kluge weiterhin in Führung. Das sie als erstes Team 100 Punkte erzielt haben, bekamen sie eine Bonusrunde gutgeschrieben. Mit einer Runde Rückstand folgen Risi / Marvulli und Lampater / Stam auf den Plätzen zwei und drei. Keisse / De Ketele haben als Vierte bereits zwei Runden Rückstand und die niedrigste Punktzahl des Führungsquartetts.

21.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Hans Wenger wird 76, Ronald de Witte 63 und Angelo Fiorentini wird 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.10.2009 - Roger Kluge fährt 2010 für das Team Milram

Roger Kluge hat den nächsten Karriereschritt getan und für die kommende Straßensaison einen Einjahresvertrag beim einzigen deutschen ProTour-Team Milram unterschrieben. In den letzten beiden Jahren war Kluge beim LKT-Team Brandenburg unter Vertrag.
Kluge hat sich die Freigabe für seine Bahnaktivitäten vertraglich zusichern lassen. Mindestens drei Sechstagerennen und eine optimale Vorbereitung auf die Bahn-WM im März sind damit gesichert. Für das Team Milram ist eine solche Sonderegelung nichts Neues: Mit Niki Terpstra und Wim Stroetinga sind bereits zwei Holländer unter Vertrag, die gelegentlich recht erfolgreich auf der Bahn aktiv sind. Und auch Erik Zabel durfte zur Freude der Zuschauer im Winter die Sechstagesaison bestreiten. -Lesen Sie dazu Roger Kluges Stellungnahme auf der Homepage vom LKT-Team Brandenburg

20.10.2009 - Der belgische Radsportverband hat sein Urteil über den Dopingverdacht bei Iljo Keisse nunmehr für den 2.November angekündigt. Keisse wurde in der Schlussnacht des Sechstagerennens in Gent 2008, das er gemeinsam mit Robert Bartko gewonnen hatte, positiv auf Cathin und HCT getestet. Keisse hat Doping stets bestritten und umfangreiche Untersuchungen initiiert, die eine Verunreinigung von Nahrungsergänzungsmittel nachweisen sollten.

20.10.2009 - Nach der ersten Nacht des Amsterdamer Sechstagerennens führen Bartko / Kluge mit Rundenvorsprung vor Risi / Marvulli, Lampater / Stam und Keisse / De Ketele. Alle anderen Teams liegen zwei Runden zurück.

20.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Horst Staudacher wird 70, Frans Kerremans wird 62, Jens Veggerby wird 47, Pascal Robert wird 46 und Loic Perizzolo wird 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.10.2009 - In Amsterdam beginnt die Sechstage-Saison

Der Startschuss ist verhallt. Sechstage-Kaiser Patrick Sercu als Sportlicher Leiter des Amsterdamer Sechstagerennens schickte 15 Fahrerpaare in die Winterbahnsaison. Erwartet wird, dass Bruno Risi / Franco Marvulli, Leif Lampater / Danny Stam und Roger Kluge / Robert Bartko in Amsterdam um die Podiumsplätze streiten werden. Auch Iljo Keisse, der immer noch auf ein Urteil in seinem "Dopingfall" vom Sechstagerennen in Gent wartet, wurde eingeladen und kann zusammen mit dem im letzten Winter stark verbesserten Kenny De Ketele vielleicht für eine Überraschung sorgen. Theo Bos wird an der Seite von Peter Schep sein Sechstagedebut geben. Aart Vierhouten wird sein letztes Rennen fahren und beendet dann seine lange Karriere. Hollands neuer Radsportheld Kenny van Hummel hat sich von den Folgen seines Sturzes bei der Tour de France erholt und wird mit Marc Hester an den Start gehen.
Das komplette Fahrerfeld:
Danny Stam (89 Rennen/14 Siege) / Leif Lampater (39/6)
Robert Bartko (52/12) / Roger Kluge (11)
Bruno Risi (181/58) / Franco Marvulli (84/25)
Theo Bos (1) / Peter Schep (35/2)
Kenny De Ketele (25/1) / Iljo Keisse (53/11)
Kenny Van Hummel (6) / Marc Hester (43)
Leon van Bon (17) / Wim Stroetinga (16)
Aart Vierhouten (15) / Jens Mouris (16)
Bobby Traksel (9) / Tim Veldt (2)
Matthé Pronk (28) / Jos Pronk (17)
Pim Ligthart (8) / Jeff Vermeulen (6)
Gert-Jan Jonkman (6) / Arno Van Der Zwet (2)
Michael Vingerling (2) / Nick Stöpler (2)
Sebastian Donadio (20/2) / Elia Viviani (3)
Roy Pieters (2) / Ismaël Kip (2).
Bereits 1932 wurde in Amsterdam zum ersten Mal ein Sechstagerennen ausgetragen. Allerdings gab es zwischendurch lange Jahre kein Rennen, so dass das diesjährige Rennen erst die 17.Auflage ist. In der Siegerliste von Amsterdam findet sich überwiegend holländische Radsporthelden wie Piet van Kempen, Jan Pijnenburg, Peter Post oder Jan Janssen. Bisheriger Rekordgewinner ist Danny Stam mit vier Siegen. Von den heutigen Startern haben auch Robert Bartko, Iljo Keisse, Peter Schep und Bruno Risi in Amsterdam schon einmal gewinnen können. - Zur Homepage des Veranstalters

19.10.2009 - Contador gewinnt die Weltcup-Gesamtwertung 2009

Tour de France-Sieger Alberto Contador hat die Weltcup-Gesamtwertung 2009 gewonnen. Nach einer langen Saison mit 11 Eintagesrennen, 10 einwöchigen Rundfahrten und den drei großen Landesrundfahrten (Tour, Giro, Vuelta) lag er vor Alejandro Valverde und Olympiasieger Samuel Sanchez. Bester Nicht-Spanier war der Luxemburger Andy Schleck auf Platz vier. Als bester Deutscher konnte sich auf Andreas Klöden auf Platz 13 platzieren.
Die Platzierungen der Fahrer mit Sixdays-Erfahrung: 8. Mark Cavendish, 11. Allan Davis, 23, Fabian Cancellara, 30. Filippo Pozzato, 39. Bradley Wiggins , 43. Michael Rogers, 57. Stuart O´Grady, 68. Martin Elmiger, 112. Greg Henderson, 130. Graeme Brown, 136. Mikhail Ignatyev, 137. Manuel Quinziato, 139. Yaroslav Popovych, 145. Mark Renshaw, 146. Christophe Riblon, 148. Bert Grabsch, 163. Jacopo Guarnieri, 169. Robert Hunter, 193. Niki Terpstra, 216. Markus Zberg, 220. Sébastian Hinault, 228. Thomas Dekker, 236. Gregory Rast, 243. Jens Mouris, 258. Mathieu Ladagnous, 262. Alexei Markov und 266. Matthé Pronk. - Quelle: UCI

19.10.2009 - Was macht eigentlich Erik Zabel? In einem Interview bei Eurosport plaudert Ete über das Jahr Eins nach dem Karriereende, berichtet von seinem Job beim Team Columbia und erläutert seine Aufgaben als Sprint-Trainer von Mark Cavendish.

19.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Raymond Impanis wird 84, Tony Kelliher wird 65 und Guido Winterberg wird 47 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

18.10.2009 - Bartko / Kluge wurden Europameister im Madison

Robert Bartko und Roger Kluge haben sich bei den Bahn-Europameisterschaft im belgischen Gent den Titel im Madison geholt. Die beiden Deutschen konnten in fünf der zehn Wertungen punkten und lagen am Ende knapp vor den rundengleichen Russen Sergej Kolesnikov / Alexej Chmidt und den Holländern Danny Stam / Peter Schep. Die Tschechen Jiri Hochmann / Milan Kadlec und die Schweizer Franco Marvulli / Alexander Aeschbach lagen ebenfalls in der Nullrunde, schrammten aber nach Punkten deutlich an den Medaillen vorbei.

Titelverteidiger Kenny De Ketele (damals mit Iljo Keisse) wurde diesmal zusammen mit Tim Mertens Sechster. Die weiteren Platzierungen: 7. Rafal Ratajczyk / Lukasz Bujko (Polen), 8. Alex Buttazzoni / Angelo Ciccone (Italien), 9. Leif Lampater / Christian Grasmann und 10. Andreas Müller / Georg Tazreiter.
Für Roger Kluge war es die erste Goldmedaille bei einer internationalen Meisterschaft, nachdem er bei WM und Olympia schon mit Silber und Bronze dekoriert wurde. Bartko und Kluge haben erst kürzlich zu einem Madison-Paar zusammengefunden, nachdem ihre Stammpartner Iljo Keisse und Olaf Pollack wegen positiver Dopingbefunde ausgefallen waren. Offenbar harmonieren die beiden auf der Bahn schon ganz gut. Das kommt sicher nicht von ungefähr: Bartko und Kluge fahren beide für das LKT Team Brandenburg und haben beinahe das gesamte Straßenprogramm im Sommer gemeinsam bestritten.
Auch die weiteren deutschen Medaillen bei dieser Europameisterschaft gingen auf das Konto von Bartko und Kluge. Im Ausdauer-Omnium - einem Vierkampf aus Scratch, Ausscheidungsfahren, Punktefahren und Einerverfolgung - holte sich Bartko wie im vergangenen Jahr die Silbermedaille. Nicht zu schlagen war der Pole Rafal Ratajczyk, der drei der vier Einzelwettbewerbe für sich entscheiden konnte. Die Bronzemedaille ging an den Spanier Unai Ellorriaga. Die weiteren Platzierungen: 4. Andreas Müller, 5. Jiri Hochmann, 6. Tim Mertens, 7. Angelo Ciccone, 8. Franco Marvulli, 11. Tim Veldt, 13. Milan Kadlec, 14. Steve Schets, 15. Georg Tazreiter, 16. Philip Nielsen und 20. Elia Viviani. Der Wahl-Österreicher Andreas Müller musste sich nicht lange grämen, die Bronzemedaille um einen läppischen Punkt verpasst zu haben. Da die UCI Punkterennen und Scratch aus dem Omnium als Einzel-Europameisterschaft wertet, darf sich Müller jetzt Europameister im Punktefahren 2009 nennen. Scratch-Europameister wurde der Omnium-Gesamtgewinner Rafal Ratajczyk.
Im Dernyfinale waren der neue Europameister Kenny De Ketele (hinter Michel Vaarten) und der enttrohnte Titelverteidiger Matthé Pronk (hinter Joop Zijlaard) eine Klasse für sich. Sie nahmen dem Rest des Feldes zwei Runden ab. In seinem ersten Meisterschaftsrennen hinterm Motorrad konnte sich Roger Kluge (hinter Peter Bäuerlein) über die Bronzemedaille freuen. Alessandro de Marchi und Andreas Graf folgten auf den Plätzen vier und fünf. Mathieu Ladagnous wurde Achter. Der Deutsche Meister Mario Vonhof hatte kurzfristig auf eine Teilnahme verzichten müssen, da sein Schrittmacher Dieter Durst nicht zur Verfügung stand.
Im Madison-Wettbewerb der U23-Junioren kamen die Titelverteidiger Elia Viviani / Thomas Alberio nur auf Platz zehn. Es siegten die Tschechen Jan Dostal / Vojtech Hacecky vor zwei russischen Paaren. Die Holländer Jeff Vermeulen / Pim Ligthart, im Vorjahr noch mit Silber dekoriert, mussten in diesem Jahr mit Platz vier Vorlieb nehmen. Auf den Plätzen fünf und sechs liefen die Franzosen Morgan Kneisky / Julien Duval und die Schweizer Tristan Marguet / Loic Perizzolo ein. Die beiden deutschen Paare Theo Reinhardt / Thomas Juhas und Tino Thömel / Bastian Faltin kamen auf die Plätze acht und dreizehn. - zur Homepage des Veranstalters

18.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Roland Vögeli wird 50, Guy East wird 22 und Leigh Howard wird 20 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

17.10.2009 - Weltcup-Ausklang in der Lombardei

Der Belgier Philippe Gilbert gewann mit der Lombardei-Rundfahrt das letzte Weltcup-Rennen dieser Sommersaison. Er war zusammen mit dem Spanier Samuel Sanchez dem Feld enteilt und besiegte den Olympiasieger im Zweierspurt. Bester Deutscher wurde Fabian Wegmann auf Platz 32. Mit Christophe Riblon und Niki Terpstra waren beim "Rennen der fallenden Blätter" nur zwei Fahrer mit Sixdays-Erfahrung am Start, doch beide beendeten das Rennen nicht. - zum Gesamtergebnis

17.10.2009 - Hierzulande ist es inzwischen - zumindestens für meinen Geschmack - deutlich zu kalt fürs Radfahren auf der Straße. Nicht so in Australien, wo mit der "Jayco Herald Sun Tour" das letzte bedeutende Etappenrennen des Jahres stattfand. Nach sechs Etappen konnte sich Bradley Wiggins in Melbourne zum Sieger küren lassen. Svein Tuft wurde Vierter.

17.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Horst Oldenburg wird 70, René Kos wird 54 und Robert Lea wird 26 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

16.10.2009 - Lampater/Grasmann gewinnen die Sixdays-Night in Büttgen

Leif Lampater und Christian Grasmann hatten bei der von Ex-Olympiasieger Udo Hempel zum neunten Mal organisierten Sixdays-Night in Kaarst-Büttgen am Ende die Nase vorn. Sie siegten mit Rundenvorsprung vor vor Lars Teutenberg / Michael Schweizer, Danilo Hondo / Sven Krauss und Marc Hester / Luke Roberts. Als Fünfte hatten Benjamin Edmüller / Christoph Schweizer bereits drei Runden Rückstand. - zur Homepage des Veranstalters

16.10.2009 - Günther Haritz feiert heute seinen 61.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

15.10.2009 - Vor 75 Jahren wurde Fritz Pfenninger geboren

Fritz Pfenninger wurde am 15.Oktober 1934 - heute vor 75 Jahren - in Zürich geboren. Bereits als 22jähriger gewann Pfenninger sein erstes Sechstagerennen in Aarhus 1956 an der Seite von Oscar Plattner. Die Radrennbahn und speziell die Sechstagerennen wurden die Welt des schnellen Schweizers. Er absolvierte 182 Sechstagerennen und ist damit bis heute der erfolgreichste Sechstagefahrer der Schweiz - doch in wenigen Wochen wird Bruno Risi ihm auch diesen Rekord abgejagt haben.

1963 tat sich Pfenninger mit dem Holländer Peter Post zusammen. Bis 1971 feierten sie gemeinsam 19 Sechstagesiege und wurden 1964 und 1967 Europameister im Madison.
Insgesamt triumphierte «Pfänni» bei 33 Sechstagerennen. Die Spezialität des schnellen Schweizers waren die Autosprints, seinerzeit eine beliebte Sprintserie innerhalb der Sechstagerennen, deren Gesamtsieger ein Auto gewinnen konnte. Mit 42 Autos konnte Pfenninger in seiner Karriere heim nach Zürich fahren. Ein Rekord für die Ewigkeit. Achtmal konnte er sich in die Siegerliste von Zürich eintragen. Auch so ein Rekord, den erst Bruno Risi überbieten konnte. Pfenningers letzter Sieg war in Zürich 1970 zusammen mit Peter Post und Erich Spahn. Zwei Jahre später beendete er beim Züricher Sechstagerennen seine Karriere. 18 mal war er in seiner Heimatstadt am Start gewesen. Und diesen Rekord wird Risi nicht knacken...
Anders als seine Namensvettern Hans Pfenninger und Louis Pfenninger - die drei sind nicht miteinander verwandt - hatte Fritz Pfenninger keine großen Ambitionen bei Straßenrennen. Nur einmal, als 38jähriger kurz vor dem Ende seiner Karriere, sorgte Fritz auf der Straße für Furore und wurde Schweizer Vizemeister 1972.
Nach Beendigung seiner Profi-Laufbahn eröffnete Pfenninger ein Restaurant in Zürich. Er starb am 12.Mai 2001 nach langer Krankheit an einem Leberleiden. Fritz Pfenninger wurde 66 Jahre alt. - ein Nachruf des Schweizer Fernsehens

15.10.2009 - Reginald Barnett feiert heute seinen 64.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

14.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Aad van den Hoek wird 58, Marc Ryan wird 27 und Nicky Cocquyt wird 25 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

13.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Milan Kadlec wird 35, Patrick Betz wird 27 und Michael Arends wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

12.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Bortolo Bof wird 88 und Paul Depaepe wird 78, Ronny van de Vijver wird 64, René Savary wird 60, Knut Knudsen wird 59, Hans Hindelang wird 58 und Erik Mohs wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

11.10.2009 - Im württembergischen Meckenbeuren war Christian Grasmann beim Kriterium "Rund um ´d Kirch" der Schnellste und wiederholte damit seinen Vorjahressieg. Benjamin Edmüller wurde Sechster. Für Grasmann war es der sechste Saisonsieg auf der Straße.

10.10.2009 - Joachim Schlaphoff feiert heute seinen 50.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

9.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Reginald Arnold wird 85 und Daniel Gisiger und René Bittinger werden 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

8.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Giuseppe Beghetto wird 70, Jorgen-Vagn Pedersen wird 50 und René Koppert wird 49 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

7.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Hans Hörmann wird 86, Lucien Gillen wird 81, Jean Forestier wird 79 und Jeff Vermeulen wird 21 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

6.10.2009 - Robert Bengsch feiert heute seinen 26.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

5.10.2009 - Ein nettes Filmchen über Steherrennen kann man sich bei Spiegel online ansehen.

5.10.2009 - Mit einem Sieg im belgischen Deinze beendete Iljo Keisse seine Straßensaison. Patrick van Roosbroeck wurde Achter. Insgesamt hat Keisse 12 Rennen gewinnen können.

5.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Liévin Lerno wird 82 und Cédric Agez wird 26 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

4.10.2009 - Aeschbach/Marguet Schweizer Meister im Madison

Am Rande des Drei-Tage-Rennens wurden in Aigle auch die Schweizer Meisterschaften im Madison ausgetragen. Alexander Aeschbach / Tristan Marguet gewannen das Rennen über 40 km mit Rundenvorsprung vor Franco Marvulli / Loic Perizzolo und den Nachwuchstalenten Silvan Dillier / Claudio Imhof.- Quelle: Velodromes.ch

4.10.2009 - Marvulli/Pliuschin gewannen Drei-Tage-Rennen von Aigle

In zwei Wochen beginnt die Winterbahnsaison und viele Sechstage-Asse nutzten das Drei-Tage-Rennen von Aigle zum Einrollen auf der Bahn. Im Centre Mondial du Cyclisme, dem Weltradsportzentrum der UCI, siegten Franco Marvulli / Alexandr Pliuschin knapp nach Punkten vor Bruno Risi / Tristan Marguet. Als Dritte lagen Alexander Aeschbach / Loic Perizzolo bereits vier Runden zurück.
Die weiteren Ergebnisse: 4. Morgan Kneisky / Julien Duval (F), 5. Silvan Dillier / Claudio Imhof (CH), 6. Rafal Ratajczyk / Lukasz Bujko (PL), 7. Jakob Steigmiller / Fabian Schaar (D), 8. Gert-Jan Jonkman / Roy Pieters (NL), 9. Mickaël Jeannin / Kévin Fouache (F), 10. Leif Lampater / Kilian Moser (D/CH), 11. Damien Corthésy / Pierre Kaeslin (CH), 12. Karl-Christian König / Cyrille Thièry (D/CH)

4.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: John Clarey wird 69 und Walter Baumgartner wird 56 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

4.10.2009 - Beim Abschiedsrennen von Ralf Grabsch - mittlerweile Sportlicher Leiter beim Team Milram - ginge in Hürth viele aktive und ehemalige deutsche Radsportler an den Start. Ralf Grabsch gewann das Rundstreckenrennen über 56 km vor Jens Voigt, seinem Bruder Bert Grabsch, André Greipel und Marcel Wüst. Jens Heppner landete auf Platz acht.

4.10.2009 - Der Große Herbstpreis in Forst war das Saisonfinale für die Steher. Giuseppe Atzeni gewann vor Mario Vonhof und Peter Jörg.

3.10.2009 - Vor 95 Jahren wurde Severino Rigoni geboren

Severino Rigoni wurde am 3.Oktober 1914 - heute vor 95 Jahren - im norditalieneischen Gallio geboren. Als 20jähriger wurde Rigoni italienischer Meister im Bahnsprint. Bei der Olympiade in Berlin 1936 gewann er die Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung. 1938 wurde Rigoni Profi und ein Jahr später gab er in New York sein Sixdays-Debut. Aber obwohl er mit dem Belgier Gerard Debaets einen der erfahrensten Sechstagefahrer an seiner Seite hatte, sprang nicht mehr als ein elfter Platz dabei heraus.

Der zweite Weltkrieg raubte Rigoni die besten Jahre seiner Karriere. Als 1949 in Europa die ersten Sechstagerennen wieder anliefen, war Rigoni bereits 35 Jahre alt. Mit dem zehn Jahre jüngeren und auf der Bahn völlig unerfahrenen Ferdinando Terruzzi ging er in die Wintersaison 1949/50. Die Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Ungestüm harmonierte perfekt. Gleich das zweite gemeinsame Rennen in Berlin 1949 wurde gewonnen. Drei Winter fuhren die beiden zusammen, landeten regelmäßig auf dem Treppchen und gewannen vier Rennen.
1952 trennte sich das Erfolgsduo. Rigoni war mitlerweile 38 Jahre alt. In den nächsten Wintern fuhr er noch ein paar Rennen und ließ seine Karriere austrudeln. Ein letzter Paukenschlag gelang ihm 1956/57, als er in Brasilien die Sechstagerennen in Rio de Janeiro 1956 und Sao Paulo 1957 zusammen mit dem 22 Jahre jüngeren Bruno Sivilotti gewinnen konnte. Im Alter von 43 Jahren und drei Monaten stand Rigoni zum letzten Mal ganz oben auf dem Treppchen.
Severino Rigoni starb am 14.Dezember 1992 in Padua. Er wurde 78 Jahre alt.

3.10.2009 - Vor 70 Jahren starb Marcel Buysse

Vor dem zweiten Weltkrieg wurde der Radsport in Belgien von zwei Familienclans dominiert: Die Namen Debaets und Buysse findet man in vielen Siegerlisten von Strassen- und Bahnrennen. Marcel Buysse war einer der Erfolgreichsten. Drei seiner Brüder waren ebenfalls Radprofis. Der jüngere Bruder Lucien Buysse gewann 1923 das Sechstagerennen in Gent. Und auch zwei Söhne und ein Neffe machten den Radsport zu ihrem Beruf.
Marcel Buysse wurde am 11.11.1889 im belgischen Wontergem geboren. Als Zwanzigjähriger wurde er Profi und machte mit einem dritten Platz bei den belgischen Meisterschaften auf sich aufmerksam. Bei der Tour de France 1913 errang er sechs Etappensiege und landete im Gesamtergebnis auf Platz drei. 1914 fuhr er sein erstes Sechstagerennen in Brüssel, doch erst nach dem ersten Weltkrieg feierte er seine Erfolge auf der Bahn. Marcel Buysse fuhr insgesamt 27 Sechstagerennen, von denen er drei - in Brüssel 1920, in Gent 1922 und in New York 1924 - gewinnen konnte.
1926 beendete Marcel Buysse im Alter von 37 Jahren seine Karriere. Sein Sohn Albert Buysse trat in seine Fußstapfen und konnte in den Dreißiger Jahren neun Sechstagerennen gewinnen.
Heute vor 70 Jahren - am 3.Oktober 1939 - starb Marcel Buysse in Gent. Er wurde nur 49 Jahre alt.

3.10.2009 - Beim Sparkassen Münsterland Giro belegte Kenny van Hummel Platz acht.

3.10.2009 - Den Herbstpreis der Steher im sächsischen Heidenau gewann Mario Vonhof vor Peter Jörg und Giuseppe Atzeni.

3.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Hans-Edmund Andresen wird 82, René Pavard wird 75 und Stefan Mutter wird 53 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

2.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Alfons Christiaens wird 81, Michael Van Aerde wird 76, Julien Vermote wird 60, Pietro Algeri wird 59, Johan Lammerts wird 49, Jean-Marie Vernie wird 49, Brian Holm wird 47, Wilco Zuijderwijk wird 40 und Sebastian Frey wird 25 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

1.10.2009 - Wer hat Informationen über Willi Techmer?

Am 1.Oktober 1884 - heute vor 125 Jahren - wurde Willi Techmer in Berlin-Charlottenburg geboren. Zwischen 1908 und 1924 absolvierte er 13 Sechstagerennen. Allein in Berlin war er sieben mal am Start und konnte das erste Rennen nach dem 1.Weltkrieg in Berlin 1919 zusammen mit Karl Saldow gewinnen.
Darüberhinaus ist uns nichts über Willi Techmer bekannt. Was hat er nach seiner Karriere als Radsportprofi gemacht? Wann ist er gestorben? Wer etwas mehr über Willi Techmer weiß, denn bitten wir um eine Email an kulturbuch@gmx.de. Vielen Dank.

1.10.2009 - Heute feiern Geburtstag: Wilfried Peffgen wird 67, Murray Hall wird 56, Jörg Bruggmann wird 49 Wolfgang Kotzmann wird 40 und Danny Jonasson wird 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

30.9.2009 - UCI will Bahnwettbewerbe bei Olympia verändern

Bereits zu den Olympischen Spielen 2012 in London soll das Programm der Bahnradsportler reduziert werden. Das sieht ein Antrag des Radsport-Weltverbandes UCI an das Internationale Olympische Kommittee (IOC) vor. Vorgesehen ist die Einführung des Omniums in das Olympische Programm. Dafür würden mit der Einzelverfolgung, dem Punktefahren und dem Madision drei Wettbewerbe gestrichen. Eine Entscheidung über den Antrag soll am 12.Dezember 2009 durch das IOC getroffen werden.
Die drei Wettbewerbe, die nun auf der Kippe stehen, haben eine unterschiedliche olympische Tradition. Die Einzelverfolgung wird seit 1964 ausgetragen und hatte in Gregor Braun 1976 und Robert Bartko 2000 zwei deutsche Sieger. Das Punktefahren ist seit 1984 olympisch. Uwe Messerschmidt 1984, Guido Fulst 2004 und Roger Kluge 2008 brachten Silber- und Bronzemedaillen nach Hause. Das Zweier-Mannschaftsfahren (Madison) wurde erst dreimal mit Olympiamedaillen dekoriert, gehört aber beim Publikum zu den beliebtesten Bahndisziplinen. Ein Omnium-Wettbewerb gab es bislang noch nicht bei Olympia.
Ob diese Reformpläne für das olympische Programm auch Auswirkungen auf die Disziplinen bei zukünftigen Weltmeisterschaften haben wird, ist momentan noch nicht bekannt. - Quelle: Rad-net

Keine Sechstagefahrer bei Olympia?

Olympische Präsenz ist für jeden Sport-Fachverband eine Überlebensfrage. Das Hauen und Stechen um jede Medaille gehört zum Alltag aller IOC-Tagungen. Ungewöhnlich ist jedoch, dass ein Fachverband von sich aus sein Olympiaprogramm zusammenstreicht. Bislang gab es zehn olympische Entscheidungen auf der Radrennbahn: Sieben Wettbewerbe für die Männer und drei für die Frauen. Die UCI möchte dieses Missverhältnis aufheben. Bei den Männern werden Einzelverfolgung, Punktefahren und Madision gestrichen und durch ein Omnium ersetzt. Auch bei den Frauen entfallen Einzelverfolgung und Punktefahren, dafür kommen Teamsprint, Keirin, Mannschaftsverfolgung und Omnium hinzu, so dass Männer und Frauen in identischen fünf Disziplinen auf der Bahn an den Start gehen sollen.
So weit so gut.
Veränderungen bei den Bahn-Disziplinen hat es bei Olympia schon öfters gegeben. Wir erinnern uns an das Aus für traditionsreiche Wettbewerbe wie das Tandem-Fahren (bis 1972) oder das 1000m-Zeitfahren (bis 2004). Unverständlich ist jedoch, dass diese Reform eindeutig zu Lasten des Ausdauerbereichs geht, wohingegen die Sprintwettbewerbe unangetastet bleiben sollen. Und wer gewann die Sprintwettbewerbe in Peking? Der Engländer Chris Hoy im Sprint und im Keirin und die englische Mannschaft im Team-Sprint. Und wo finden die nächsten Olympischen Spiele statt? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Der Verdacht ist kaum von der Hand zu weisen, dass Sportpolitik einmal wieder über Sportlerinteressen triumphieren wird. Für die Sechstagefahrer ist diese Reform eine Katastrophe. Mit Blick auf die Medaillengewinner der letzten drei Olympiaden finden wir in den Ausdauerdisziplinen die Namen von Scott McGrory, Etienne de Wilde, Matthew Gilmore, Marco Villa, Silvio Martinello, Juan Curuchet, Joan Llaneras, Robert Bartko, Jens Lehmann, Bruno Risi oder Franco Marvulli - allesamt erfolgreiche Fahrer auf den Winterbahnen. Sie hätten zukünftig keine Chance mehr, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Ein Erfolg bei Olympia ist aber für die Bahnradsportler die beste (und fast auch die einzige) Möglichkeit, um in den Medien und bei Sponsoren aus dem Schatten einer Randsportart zu treten.
Am härtesten trifft es jedoch die Fahrer der zweiten Reihe, jene, die bei Sechstagerennen um die Plätze fünf bis zwölf streiten. Sie können nicht allein durch die Einnahmen von Sechstagerennen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Sie sind existentiell darauf angewiesen, Mitglied der Nationalmannschaft zu sein und dadurch die entsprechende finanzielle Grundsicherung zu erhalten. So ist z.B. eine Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft die Voraussetzung, um bei der Bundeswehr als Sportsoldat angestellt zu werden. Wenn die Ausdauerwettbewerbe bei Olympia wegfallen, droht ihnen sofort die Kündigung.
Auch die Veranstalter der Sechstagerennen können über diese Olympiareform nicht glücklich sein. Sie werden es mehr als zuvor schwer haben, ihr Fahrerfeld mit konkurrenzfähigen Fahrern zusammen zu bekommen. Schon in den letzten Jahren musste so manches Peleton mit Juniorenfahrern komplettiert werden, die sich dann Verlustrunde um Verlustrunde einfingen. Zudem ist es für die Veranstalter ein wichtiger Werbefaktor, auf die Olympiasieger am Start hinzuweisen. Die wird es zukünftig nicht mehr geben.
In einer Zeit, in der speziell die Sechstagerennen in Deutschland am kollabieren sind, erweist die UCI den Sixdays mit dieser Reform einen Bärendienst.

30.9.2009 - Fabian Cancellara gewann ein Kriterium in Montreux. Tristan Marguet wurde Dritter.

30.9.2009 - Kenny van Hummel feiert heute seinen 27.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

29.9.2009 - Wer hat Informationen über Angelo De Bacco?

Am 29.September 1917 - heute vor 92 Jahren - wurde Angelo De Bacco in Smith Township (USA) geboren. Bereits als 20jähriger fuhr er sein erstes Sechstagerennen. Zwischen 1937 und 1949 absolvierte er 39 Sixdays, alle in den USA oder in Kanada. Fünf dieser Rennen konnte er gewinnen. Darüberhinaus ist uns nichts über Angelo De Bacco bekannt. Offenbar war er italienischer Abstammung. Was hat er nach seiner Karriere als Radsportprofi gemacht? Lebt er noch oder wann ist er gestorben? Wer etwas mehr über Angelo De Bacco weiß, denn bitten wir um eine Email an kulturbuch@gmx.de. Vielen Dank.

29.9.2009 - Mark Cavendish wird nicht an den letzten Weltcup-Rennen teilnehmen und beendet seine Saison vorzeitig. Er leidet immer noch an den Folgen einer Lungenentzündung, die er sich Anfang September bei der Tour of Missouri einhandelte. Cavendish hatte deshalb schon auf den Start bei den Weltmeisterschaften verzichten müssen.

29.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Michel Stolker wird 76, Antonio Bailetti wird 72, Dario da Rugna wird 70, Felice Gimondi wird 67, Nigel Dean wird 62, Heinz Betz wird 55 und Modesto Urrutibeazcoa wird 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

28.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Franco Cribiori wird 70 und Jan van Camp wird 48 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

28.9.2009 - Franco Cribiori feiert heute seinen 70.Geburtstag. Buon Compleanno!

27.9.2009 - Cadel Evans wurde Weltmeister im Straßenrennen

Cadel Evans krönte seine bislang enttäuschende Saison mit dem überraschenden Gewinn des Weltmeistertitels. Als erster Australier überhaupt konnte er sich nach 262 km das Regenbogentrikot überstreifen. Silber und Bronze gingen an den Russen Alexander Kolobnev und den Spanier Joaquin Rodriguez.

Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara kämpfte im Finale verbissen um eine weitere Medaille, mußte sich aber schlussendlich im Spurt um Platz vier dem Olympiasieger Samuel Sanchez geschlagen geben. Bester Deutscher wurde Fabian Wegmann auf Platz elf.
Weitere Platzierungen von Fahrern mit Sixdays-Erfahrung: 21. Filippo Pozzato, 61. Christophe Riblon, 104. Valodymyr Zagorodniy und 107. Michael Rogers. - zur Homepage der Weltmeisterschaften

27.9.2009 - Bei der dreitägigen Tour du Gévaudan Languedoc-Roussillon in Südfrankreich kam Marcel Barth auf der ersten Etappe als Fünfter ins Ziel und belegte in der Gesamtwertung Platz 16. Es siegte der erst 20 Jahre junge David Rösch vom Team Atlas-Romer's Hausbäckerei.

27.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Benoni Beheyt wird 69 und Dirk Heirweg wird 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

26.9.2009 - Robert Bartko gewann ein Kriterium im brandenburgischen Strausberg. Tino Thömel wurde Dritter und Roger Kluge kam auf Platz fünf.

26.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Ib Laursen wird 83, Constantino Conti wird 64 und Frédéric Moncassin wird 41 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

25.9.2009 - Sven Krauss gewann die 24.City-Nacht von Cloppenburg.

25.9.2009 - Das Team Milram für die Saison 2010 nimmt langsam Konturen an. Nach Servais Knaven verlängerte jetzt auch Björn Schröder seinen Vertrag um ein Jahr.

25.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Mike Kluge wird 47 und Benoit Genauzeau wird 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

24.9.2009 - Cancellara zum dritten Mal Weltmeister

Zum dritten Mal nach 2006 und 2007 wurde Fabian Cancellara Weltmeister im Einzelzeitfahren. Bei seinem Heimspiel in Mendrisio lag der 28jährige Schweizer im Ziel 1:27 vor dem Schweden Gustav Larsson und 2:30 vor Tony Martin, der damit seine erste Medaille gewann.

Tony Martin mußte lange um seine Medaille fighten und lag kurz vor Schluß noch gleichauf mit Bradley Wiggins, doch ein Defekt an einem kurzen Anstieg warf den Engländer auf Platz 21 zurück. Titelverteidiger Bert Grabsch hatte in diesem Jahr mit der Medaillenvergabe nichts zu tun und kam auf Platz 10.
Weitere Platzierungen von Fahrern mit Sixdays-Erfahrung: 15. Svein Tuft, 24. Alex Rasmussen, 47. Mikhail Ignatyev. - zur Homepage der Weltmeisterschaften

24.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Lorenzo Bosisio wird 65, Donald Allan wird 60 und Erich Mächler wird 49 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

23.9.2009 - Luke Roberts fährt zukünftig für Milram

Bahn-Olympiasieger Luke Roberts hat für die kommende Saison einen Einjahresvertrag beim Team Milram unterschrieben. Er soll insbesondere bei den Frühjahrsklassikern als Anfahrer für Sprint-Siege von Gerald Ciolek sorgen. Vermutlich wird er für diese Aufgabe früh ins Straßentraining einsteigen und auf die zweite Hälfte der Sechstagesaison verzichten müssen.
Der 32jährige Australier war bereits von 2005 bis 2007 für das dänische CSC-Team in der ProTour unterwegs und hatte 2005 die Tour de France absolviert. In den beiden letzten Jahren fuhr er für das deutsche Continental-Team Kuota-Indeland. Diese Zeit nutze er, um in Deutschland heimisch zu werden. Schließlich ist er mit einer Deutschen verheiratet, Vater geworden und lebt in Schumis Heimat Kerpen. Doch die Rückkehr in die ProTour war immer sein Ziel. Die Milch machts. - Quelle: Rad-net

23.9.2009 - Mark Cavendish sagte seinen Start bei der Weltmeisterschaft aus Krankheitsgründen ab. Schon bei der Tour of Missouri vor zwei Wochen hatte er das Rennen wegen einer fiebrigen Erkältung aufgeben müssen.

23.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Franz Stocher wird 40 und Martin Elmiger wird 31 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

22.9.2009 - Kluge fährt jetzt mit Bartko

Roger Kluge hat durch die Suspendierung von Olaf Pollack seinen Stammparter verloren und wird sich vorläufig mit Robert Bartko zusammentun. Zunächst werden die beiden bei den Europameisterschaften in Gent (17/18.Oktober) die deutschen Farben im Madison vertreten und dann beim Sechstagerennen in Amsterdam gemeinsam an den Start gehen. Wenn es gut läuft, konnte eine feste Paarung für den Sechstagewinter daraus werden, denn auch Bartko hat mit Iljo Keisse wegen eines Dopingvorfalls seinen Stammpartner verloren. Offenbar können sich die Sechstagefans darauf freuen, dass Deutschlands erfolgreichster Bahnradsportler der letzten Jahre zukünftig öfter bei Sechstagerennen an den Start gehen will als in den letzten Wintern. - Quelle: Radsport-News

22.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Giuseppe Saronni wird 52 und Sören Lilholt wird 44 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

21.9.2009 - Durch seinen Sieg bei der Spanien-Rundfahrt rückte Alejandro Valverde auf der UCI-Weltrangliste auf den zweiten Platz vor. Es führt weiterhin der Tour de France-Gewinner Alberto Contador. Mark Cavendish ist auf Platz sieben abgerutscht und Allan Davis ist nun Neunter. Als bester Deutscher platziert sich Andreas Klöden auf Platz elf.

21.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Göran Karlsson wird 72 und Patrick Kos wird 23 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

20.9.2009 - Roger Kluge gewann ein Kriterium um das "Goldene Rad der Stadt Wangen" vor Bruno Risi, Christian Grasmann und Robert Bartko. Sven Krauss wurde Achter.

20.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Pierre Ruby wird 77, Patrick Clerc wird 52 und Olaf Pollack wird 36 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

19.9.2009 - Franco Marvulli gewinnt Punktetrikot in Neukaledonien

Zum Abschluß der Neukaledonien-Rundfahrt konnte sich Franco Marvulli sich auch auf der zehnten und letzten Etappe als Fünfter unter den Top Ten platzieren. Marvulli wurde mit dem Gewinn des Punktetrikots belohnt. Insgesamt können die Schweizer mit dem Abschneiden auf der französischen Pazifikinsel sehr zufrieden sein: Zwei Etappensiege durch Marvulli und Claudio Imhoff und ein neunter und ein elfter Platz in der Gesamtwertung durch Cyrille Thierry und Claudio Imhoff. Franco Marvulli belegte Platz 36. Es siegte der Neuseeländer Joseph Cooper. Mit Fabien Patanchon (als 7.), Thierry Fondère (als 20.), Vivien Brisse (als 40.) konnten sich weiter Fahrer mit Sixdays-Vergangenheit platzieren. - zur Homepage des Veranstalters

19.9.2009 - Danilo Hondo gewann das Straßenrennen Prag - Karlovy Vary - Prag im Massenspurt. Roger Kluge kam auf Platz Fünfzehn.

19.9.2009 - Andreas Graf wurde Österreichischer Vizemeister im Zeitfahren auf der Straße. Nach 28,7 km lag er 5 Sekunden hinter dem neuen Titelträger Matthias Brändle.

19.9.2009 - Heute feiern Geburtstag: Mikel Astarloza wird 30 und Michael Friedman wird 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

18.9.2009 - Suspensierung von Olaf Pollack: Fragen bleiben offen

Zunächst sah es aus wie ein weitere Dopingfall eines früheren Gerolsteiner-Profis. Der BDR gab gestern die Suspendierung von Olaf Pollack bekannt. Die lapidare Begründung lautet, die NADA hätte bei einer Trainingskontrolle am 6. Juli "ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis der A-Probe festgestellt". Olaf Pollack bestreitet jedes Doping und hat eine Untersuchung der B-Probe beantragt. Im Juli hatte er zwei Deutsche Meistertitel gewonnen. Im August mußte der 35jährige wegen einer Augenerkrankung ins Krankenhaus und hatte daraufhin seine Karriere beendet.

Dopingfall Olaf Pollack?

Für die heutigen Tageszeitungen ist die Sache glasklar. Sie reihen Olaf Pollack bereitwillig in die "Gerolsteiner-Connection" ein. Pollack sei der achte ehemalige Gerolsteiner-Profi, der des Dopings überführt worden sei. Bei aller Sympathie für Verschwörungstheorien: Liebe Kollegen, zum ersten ist das ein sehr grober Kamm, über den ihr da schert. Olaf Pollack fuhr von 2000 bis 2004 für Gerolsteiner und wechselte dann zu T-Mobile. Weitere Dopingfälle bei Gerolsteiners wurden später bekannt (Danilo Hondo 2005) oder z.T. auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim Sprudelwasser (David Kopp 2008 oder Davide Rebellin 2009). Bleiben Moletta, Schumacher und Kohl, die 2008 unter den Druck drohender Arbeitslosigkeit beim Dopen erwischt wurden. Nun wäre es naiv zu vermuten, dass die anderen Bösewichter erst pünktlich mit dem Weggang vom guten Hans-Michael Holczer mit den Mittelchen begannen. Aber jetzt von "systematischem Doping" bei Gerolsteiner zu schreiben und ausgerechnet Olaf Pollack dafür als Indiz zu (miß-)brauchen, widerspricht allen juristisch nachweisbaren Erkenntnissen und kommt einem Rufmord gleich: an Gerolsteiner, an Holczer und auch an Pollack.
Denn, zum zweiten, liebe Kollegen, ist Pollack (noch) nicht überführt, sondern es wurden bislang nicht näher bezeichnete abweichende Werte als vedächtig angesehen. Verdächtig heißt: erklärungsbedürftig. Wenn EPO oder CERA oder Blutdoping nachzuweisen wäre, dann wüßten wir es vermutlich. So leutselig ist der BDR dann doch. Wenn es erwiesen wird, gehört er gesperrt. Ohne Wenn und Aber. Noch aber ist nichts erwiesen und womöglich gibt es ganz andere Begründungen für Pollacks abweichende Werte. Pollack wird sie zu beweisen haben. Sein Ärger über diese Art der Vorverurteilung ist allerdings nachvollziehen. Denn Pollack wird seit Monaten wegen einer Augenkrankheit mit starken Medikamenten behandelt. Im August musste er stationär behandelt werden, weil sich am rechen Auge offenbar die Netzhaut gelöst hatte, was zu einer Trübung des Sehvermögens führte. Da sich die Beschwerden kurzfristig nicht lindern ließen, hat Olaf Pollack seine Karriere für beendet erklärt. Mit einem Auge kann man keine Radrennen fahren.
Und dies, zum dritten liebe Kollegen, hättet ihr wissen und recherchieren können, bevor der große Hammer geschwungen wird. Diesen Vorwurf muß sich allerdings auch der BDR gefallen lassen. Warum wurde nicht abgeklärt, ob die abweichenden Werte womöglich durch die hohe und für Leistungssportler ungewöhnliche Medikation verursacht wurde? Warum wurde, ohne auf die besonderen Umstände im Falle Pollack einzugehen, eine derart erklärungsarme Pressemitteilung herausgegeben, die den Athleten an den Pranger stellt? Der BDR hat sich zum wiederholten Male im Umgang mit dem heiklen Thema "Doping" nicht mit Ruhm bekleckert. Andere Fachverbände gehen sensibler mit dem Thema um.
Juristisch gilt der Grundsatz: Im Zweifel f&uu